Gesamtgestaltungskonzept Duisburg

böse zungen könnten nach dieser meldung behaupten zu wissen, warum die platanen fallen mussten: sie standen in der sichtachse?

der westen:

nüchtern betrachtet eine echte nullnummer an demokratie, wenn man nur das liest, was sogar schon im artikel steht. das ist nicht viel, zugegeben. aber man bekommt dadurch auch schon eine ahnung, warum es genau dieser entwurf geschafft hat.

[…] 90 Künstler hatten ihr Interesse am Wettbewerb bekundet, fünf waren eingeladen worden, Vorschläge zu entwickeln. […]

aufwärts / foto: parcelpanic

aufwärts / foto: parcelpanic

watt? da wird schon mal locker vorsortiert, wer überhaupt am „wettbewerb“ teilnehmen darf? 95,5% fallen durchs raster, fast unweigerlich kommt die frage nach kriterien auf, nach denen „selektiert“ wurde. das klingt ein wenig nach der „guten alten zeit“, als der Erich noch seinen eigenen staat hatte. qausi als zulassung müsse die konformität zum system gewährleistet sein… oder als wenn ein bürgerbegehren schon im anlauf abgewiesen würde, weil es erfolgreich sein könnte! da hätte man sich doch die anderen 85 auch erst sich aufreiben und dann ins leere laufen lassen können? wo bleibt denn da der sportsgeist?

ein weiterer lacher liefert die formulierung:

[…] Reiner Maria Matysiks „Wolkenfänger“ wird die Bahnhofsplatte – offiziell Portsmouthplatz – zieren, wenn die bauliche Gestaltung abgeschlossen ist. […]

wann bitte soll diese sich ständig verändernde gestaltung mal zum abschluss gekommen sein? da reden wir dann über einen zeitraum nach 2035, wenn der restliche schrott wie die „Waterfront“, Kriegers Möbelbude und die bebauung der Mercatorinsel realisiert wurden?

daran schliesst sich fast nahtlos folgendes an und erklärt einiges:

Carsten Tum, Stadtentwicklungsdezernent und Jury-Mitglied: „Die ausgewählte Skulptur kann zu einem neuen Identifikationsobjekt werden und fügt sich hervorragend in die Gesamtgestaltung ein.“

gesamtgestaltung? bahnhofsplatte? ja, nee, is klar. meint er damit das grau in grau der betonwüste, die das ganze derzeit darstellt? dann hat er recht…

in dem sinne: ein angenehmes wochenende

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Holzhacker unter sich

das niedermetzeln der platanen kann man augenscheinlich ebenso wie das  sinnbefreites entvölkern eines „quartiers“ für ein FOC, dessen realisierung ebenso in den sternen steht, wie andere grosskopferte luftschlösser als neue politische richtung betrachten. anfangs wird aus mit leeren worthülsen untermalter grosskotzigkeit ein plan in die welt geworfen, der das papier nicht wert ist, auf dem er verfasst wird, dann schafft man mit gutsherrenart fakten und am ende sind alle betroffen, weil sich die hirngespinste nicht an die realitäten anpassen.

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Sören Link / foto: parcelpanic (11.2013)

gigantomanie gehört in Duisburg nicht erst seit dem vermaledeiten OB-wechsel zum guten ton – quasi mit den finanziellen möglichkeiten einer brasilianischen vorstadt-favela auf dicke hose machen und glauben, das ganze hätte auch zukunft. das ist, wie schon viele weit aus intelligentere mensche als meine wenigkeit in Duisburg anmerken eher das gegenteil des wahlversprechens eines Sören Link:

„Neuer Stil. Guter Plan. Echt Duisburg.“

was bis dato davon zu sehen ist? das ist noch gelinde gesagt alte vätersitte, planlos und hat mit dem Duisburg, wie es sein könnte so garnichts gemeinsam. ganz grob gesagt ist es bullshit, was da als neue politik verkauft wird.

worum es eigentlich geht?

der westen:

„die Stadt“ also? wer damit gemeint ist, ist nicht die breite mehrheit, vielmehr redet man dort über die leutchen, die fern jeder realität nicht erst seit gestern den karren nicht nur nicht aus dem dreck ziehen, sondern vielmehr noch wasser vor die räder kippen. und das in form von aussitzen, wo dringend handeln geplant ist oder intuitiv falschem handeln, wo denken angesagt wäre. zu sagen die stadt Duisburg in person der leute, die im artikel gemeint sind, könne nichts, ist nur die halbe wahrheit. wenn man etwas falsch macht, dann richtig!

aber weiter im artikel:

Da brennt noch Licht beim Ex.OB... / foto: parcelpanic

Da brennt noch Licht beim OB… / foto: parcelpanic

nonsens. objektiver betrachtet dürfte das größte problem seine amtszeit überhaupt sein. wer sich erinnert, wie er an sein pöstchen gekommen ist, wird nicht umhin kommen diesen satz eher als tragisch komisch zu verstehen. wenn der ziehsohn von mutti Kraft und papa Jäger die übernommenen problematiken auch als solche betrachten würde, die in damit auch in seinen bereich fallen, liegt er da weit ab vom schuss.

dazu gesellen sich in seiner amtszeit angesammelte problematiken, die scheinbar aber allerdings ebensowenig aus seiner sicht in seinen bereich fallen. der mann ist, wenn man das so verstehen will selbst opfer, nämlich seines amtes. dafür könnte er einem fast schon wieder leid tun…

ohne weiter auf den artikel eingehen zu wollen: die „wildcard“, mit der herr Link an seinen posten gekommen ist, hat die stadt Duisburg keinen deut aus dem abseits gebracht, in das es seit dekaden abgedriftet ist. mag auch die verschmutzung an land und luft augenscheinlich zurück gegangen sein, politisch steht die stadt weiter tief in ihrem eigenen urin. die wenigsten veränderungen, die in den letzten jahren von statten gegangen sind, haben dem wohl derer gedient, derer man sich dem amtseid nach verpflichtet hat.

leider steht zu befürchten, die menschen, die das ändern könnten, hätten auch daraus nichts gelernt…

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Duisburg – Zahlen – Presse

was einen wundert – und was nicht:

vorab vielleicht die information, ich würde im wesentlichen nicht zu der sorte mensch gehören, die im allgemeinen als „korinthenkacker“ bezeichnet werden. bestes beispiel dürfte meine schlechtschreibung geben, von der bewussten fast nur kleinschreibweise mal ganz abgesehen.

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Vollpampf voraus / foto: parcelpanic (2013)

etwa von ein und demselben ereignis in verschiedenen medien unterschiedliche werte zu lesen wundert eher nicht. es liegt in der natur des geschäftes, welches die verbreitung von nachrichten (oder was man dafür halten soll) nun mal ist, in unterschiedlichen medien etwas anderes zu lesen. selbst dann, wenn (wie heute fast üblich) sich die mehrzahl auf ein und dieselbe quelle bezieht. ein bischen hier dazu erfunden oder an anderer stelle etwas weglassen und schon kann es glauben machen, man läse eine anders recherchierte meldung.

was aber schon verwundert: identisches blatt, gleiches ereignis, aber verschiedenste angaben von werten.

ein paradebeispiel:

Flusskreuzfahrschiffe fahren wieder Duisburg an:

  • Artikel vom 21.02.2015 / 09:00 [0]
  • anzahl passagiere: keine Angabe – geplante anfahrten: 17
  • Artikel vom 10.04.2015 / 00:12 [1]
  • anzahl passagiere: 169 – geplante anfahrten: keine Angabe
  • Artikel vom 12.04.2015 / 15:38 [2]
  • anzahl passagiere: 168 – geplante anfahrten: 15
  • Artikel vom 12.04.2015 / 15:43 [3]
  • – anzahl passagiere: 160 – geplante anfahrten: 18

Stand: 13.04.2015 / 12:40

(anmerkung: die differenz zu den in den artikeln geannten anfahrten ergibt sich aus dem umstand, dass der erste artikel vor dem ersten anlegen der schiffe online ging, den anderen ist die zum zeitpunkt der veröffentlichte anfahrt natürlich hinzu zu zählen.)

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Ruhrmündung / foto: parcelpanic (2013)

die WAZ ist hier rein zufällig gewählt, da sie quasi vor der haustür entsteht und zu den informationsquellen gehört, die demnach auch mit anderen Ruhrpottblättchen die meisten lokalen news bietet. deswegen und aus interesse am thema bin ich darüber quasi gestolpert. mit etwas zeit liesse sich sicher vergleichbares bei der RP oder, oder, oder finden. es geht nicht darum, auf dem einen oder anderen provinzblatt herum zu prügel. hier soll nur einmal mehr gezeigt werden, es könne sich lohnen sich nicht nur auf einen artikel aus einer quelle zu bedienen, wenn man eine eigene meinung als die mit den vier grossen buchstaben sucht. die gehört im übrigen überhaupt nicht zu dem, was ich lese…

in dem sinne: einen angenehmen start in die woche!

p.s.: rechtschreibfehler dürfen gerne behalten werden. fehlende oder übrige buchstaben lassen sich sicher an anderer stelle verwenden!  (-;

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[0] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburg-wird-ziel-fuer-luxus-kreuzfahrer-id10378652.html

[1] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburg-wird-ziel-von-kreuzfahrten-id10546117.html

[2] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/kreuzfahrer-legen-in-duisburg-an-id10553157.html

[3] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/romantic-rhine-stoppt-in-ruhrort-id10553175.html

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Auf dem Weg zu einer neuen Seifenblase?

braucht Duisburg neuen platz für visionäre luftschlösser?

nachdem der Innenhafen mit bauruinen und skandalbauten bereits vollgepflastert ist, scheint sich für unnütze millionengräber ein neues plätzchen zu etablieren. die Stadt (aka „das System“) zieht näher an den fluss. bisher hat es erst für eine über 500.000€ teure, sinnfreie treppe von der Friedrich-Ebert-Brücke auf die ehemalige Speditionsinsel gereicht, die man als spende der firma Haniel aus den rippen leiern konnte.

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„Scenic Jewel“ / foto: parcelpanic

heute legte seit langer zeit mal wieder eines jener flusskreuzfahrschiffe an, die man sonst nur an Duisburg vorbei ziehen sieht, in dem fall die „Scenic Jewel„. unter uns, es ist eher ein leichtgewicht unter den flusskreuzern, wenn man denen nachschaut, die eben nicht hier station machen. schon im vorfeld wurden hochtrabende pläne bekannt, Duisburg könne sich nun in die gilde derer städte einreihen, die gerne von solchen pötten angelaufen werden. weil Duisburg ja auch touristisch für gutbetuchte so schrecklich interessant ist und dem benachbarten Düsseldorf unbedingt die stirn bieten kann. wer das glaubt, macht sich sicher die hose auch mit der kneifzange zu und/oder ist politiker.

eigentlich sollte auf der brachfläche gegenüber, die sie auch fünf jahre nach den tollkühnen plänen noch ist, bereits eine blühende landschaft mit industrieansiedlung und einer parkähnlichen anlage entstanden sein. kommt einem irgendwie bekannt vor, wenn man an die „Neue Freiheit“ denkt? oder an „EuroGate„? oder „FOC„? oder, oder, oder…

und was waren nochmal die pläne für das fleckchen erde am fusse der Friedrich-Ebert-Brücke gegenüber der Mühlenweide, wo zukünftig luxusliner halt machen sollen?

Die Spitze der ehemaligen Speditionsinsel und heutigen Mercatorinsel verwandelt sich mit großzügiger Unterstützung des Handels- und Dienstleistungskonzerns Haniel ab Juni 2010 in eine hochwertige Parkanlage. In einem internationalen Wettbewerb entwerfen Landschaftsplaner und Architekten ein Park- und Landschaftsareal und zugleich einen außergewöhnlichen Ort der Kultur. Im Mercatorjahr 2012, dem 500. Geburtstag des berühmten Duisburgers Gerhard Mercator, ist die Einweihung geplant. [quelle: du2010.de]

wen es interessiert, wird unter Kontakt [hier] fündig, wer diesen trugschluss für bare münzen zu nehmen scheint. dort findet man so illustre namen wie „Der Oberbürgermeister Sören Link“, das Kulturdezernat (seinerzeit noch mit Thomas Krützberg) oder Duisburg Marketing GmbH, eine beteiligunggesellschaft von wem? genau, der Stadt. SteuerMichel lässt grüssen!

Duisburg Häfen - Nord / foto: parcelpanic (2009)

Duisburg Häfen – Nord / foto: parcelpanic (2009)

aber schauen wir zurück ins jahr 2009. im selben jahr gewann den wettbewerb zur bebauung des parkgeländes auf der Mercatorinsel eine firma „hutterreiman Landschaftsarchitektur GmbH“, den entwurf findet man [hier]. geblieben ist von all den hochtrabenden plänen nichts als eine einmalige veranstaltung, eine weiterhin gesperrte halbe millionen €uro teure treppe und dem dahin gammelnden schiff „Naumon“, mit welchem die künstlertruppe „La Fura dels Baus“ anreiste.

kann man sehr schön auch der seite der „Stadt Duisburg“ nachlesen [hier].

ebenfalls 2009: auf der Gewerbeimmobilienmesse „ExpoReal“ (noch heute bekannt für mancherlei überraschungen) ging u.a. das gerücht, die „Duisburger Hafengesellschaft duisport“ hätte pläne für das sogenannte „Duisport Sky Center“ vorgestellt und würde auf der Mercatorinsel ansiedeln wollen, damals schon unter (… na, wem wohl? richtig!…) „Hafen-Chef Erich Staake„. die rede war von bis zu sieben hochhäusern mit ca. 65.000 qm bürofläche, etwa 2.000 arbeitsplätzen,  einer parkähnlichen anlage von sieben hektar und einem investitionsvolumen von round about 200 mio €uro. die hoffnung ging wohl auch dahin, einer der hauptmieter würde die DB Logistik. hätte, könnte, wollte… und nix gelernt?

wohl kaum. in der ausgabe der onlineausgabe der WAZ von gestern liest man folgendes:

so what?

"Cormoran" - Neue Triton Werft - DU Meiderich / foto: parcelpanic

„Cormoran“ – Neue Triton Werft – DU Meiderich / foto: parcelpanic

die versierteren leser dürften dabei längst erraten haben, wer an der Duisport beteiligt ist. richtig: der SteuerMichel in form von zwei dritteln als „Land Nordrhein-Westfalen“ und zu einem drittel als die „Stadt Duisburg“. was da so vollmundig als seifenblase durch die stickige luft schwebt und vermutlich den weg vieler anderer grosskopferter pläne ins nopes geht, sind ein paar hunderttausende steuergelder. es tut also keinem unternehmen weh, wenn das ganze wieder einmal als nullnummer im nirwana verschwindet.

wir erinnern uns? „Kulturhafen„, „EuroGate„, „Waterfront“ und so weiter…

na dann: Gute Nacht Duisburg & Glück auf!

p.s.: fragt sich nur, wer daran verdient. wo das geld herkommt ist klar: der „SteuerMichel“ wird es schon richten!

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Das vergessene Versprechen?

„gegen das vergessen“

1721 tage sind seit den schrecklichen ereignissen der augenscheinlich geplanten, zumindest aber fahrlässig u.a. vom veranstalter und dem Duisburger Rat in kauf genommenen katastrophe ins land gezogen. bis heute, weniger als drei monate vor dem fünften jahrestag, ist die frage des „Warum“ noch immer nicht hinreichend beantwortet.

(provisorische) Gedenkstätte Februar 2011 / foto: parcelpanic

(provisorische) Gedenkstätte Februar 2011 / foto: parcelpanic

die fakten, denen man bis heute den meisten glauben schenken kann, stammen zumeist von engagierten privatpersonen. von der politik darf man wohl kaum noch unterstützung erwarten, sie hätte längst zeit und gelegenheit dazu gehabt.

besonders unergründlich bleiben da solche personen, wie etwa selbsternannte Panikforscher, menschen aus dem umfeld von Lopavent oder aus dem politischen leben, die im direkten anschluss grosse worte fanden. gemeint sind damit nicht einmal solche unmenschen, die bereits kurz nach den ersten meldungen versuchten, die „schuld“ bei denen zu suchen, die zu schaden kamen oder gar ihr leben lassen mussten. hier wird mit dem finger auf vermeintlich betroffen wirkende gezeigt.

ein beispiel:

[…] „Uns alle lässt das Geschehene nicht los. Es macht uns betroffen, hilflos und manche auch wütend. Viele Fragen, noch zu wenige Antworten. Jede Katastrophe erschüttert uns und lässt uns die Frage nach dem „Warum“ stellen. Für diese Katastrophe gilt das in besonderer Weise. 21 Menschen sind ums Leben gekommen. (…) Ihnen allen und nicht zuletzt uns selbst, sind wir es schuldig, das Geschehene und Unfassbare lückenlos aufzuklären. Wie konnte dies geschehen? Wer trägt Schuld, wer ist verantwortlich? Diese Fragen müssen und werden eine Antwort finden! (…) Der Vater eines der Opfer hat mir eine Bitte mitgegeben, die sich an uns alle richtet. Der grausame Tod seiner Tochter könne im Nachhinein noch einen Sinn bekommen, wenn dieser Tod uns alle mahnt, unser aller Wertesystem zu überdenken. Der Mensch, sein Wohlergehen und seine Sicherheit müsse wieder wichtigste Leitlinie unseres Handelns sein, vor allen anderen Motiven. Das muss und wird unsere gemeinsame Verpflichtung sein.“  […]

Auszug aus der Trauerrede Hannelore Kraft am 31.07.2010 / Salvatorkirche Duisburg

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Karl-Lehr-Straße (2011) / foto: parcelpanic

diesem versprechen antworten finden zu wollen konnte frau Kraft bis heute nicht gerecht werden. wie sich herausstellen sollte, handelte es auch hierbei nur um leere worthülsen, die schneller zerplatzten als seifenblasen in einem platzregen.

mit jedem tag wird die chance auf aufklärung näher zu kommen geringer und den angehörigen sowie betroffenen ein stück hoffnung genommen der wahrheit und dem „warum“ wenigstens im ansatz zu begegnen. das ist beschämend…

die ganze rede kann man u.a. hier nachlesen (RP vom31.07.2010)

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„Alter Güterbahnhof“ aka Neue Freiheit

wer kennt ihn nicht, den flecken erde, an dem die Stadt Duisburg einmal ein meisterstück des Masterplans verwirklichen wollte? gemeint ist ein filethäppchen städtebaulichens wirkens, welches mit dem wanderzirkus Schallers (auch genannt Loveparade) mittels einmaliger bilder einer grossveranstaltung in der welt den blick auf Duisburg lenken sollte?

was gelungen ist, ist den blick auf Duisburg zu lenken. allerdings als einen jener orte, die sich mit unvergesslichen katastrophen in die hirne rund um die welt eingebrannt haben. nach Eschede und Winnenden kommt man ziemlich schnell auch auf das Psychotop Duisburg, wenn man an unglücke denkt, die menschenleben forderten. längst hätte diese fläche überbaut worden sein, was der (Un)Rat Duisburgs durch sein unsägliches handeln allerdings zu verhindern wusste.

ich habe heute nach langer zeit einmal wieder diesen ort besucht. allerdings nicht wie früher eher üblich die lang erkämpfte Gedenkstätte, sondern die ruinen des ehemaligen Güterbahnhof. sie sind auch symbol für das versagen der Stadt Duisburg, für den umgang mit dem ereignis des 24.07.2010 und vorallem auch der zeit danach. solange diese hallen stehen bleiben, werden sie daran erinnern, wie man mit wirklich potentiellen investoren besser nicht umgeht. erst recht nicht, wenn sie vom schlag wie „BaustellenKurt“ aka Kurt Krieger sind.

durch anklicken der miniatur bilder sollte sich ein neus fenster öffnen, welches durch erneutes anklicken ein grossbild zeigen sollte.

liebe kinder: bitte nicht nachmachen!

auch wenn man das grundstück betreten kann, ohne einen zaun zu übersteigen oder dergleichen und quasi barrierenfrei dort hingelangen kann, erfüllt das betreten des (privaten) gelände den tatbestand des hausfriedensbruch. abgesehen davon ist das gelände nicht frei von gefahren wie trittfallen oder herabfallenden trümmerstücken. der onkel, der die fotografien gemacht hat, kennt das gelände schon mindestens zehn jahre und weiss, wo man dort gehen kann und wo man sich besser fern hält.

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Rostock – Lichtenhagen, Solingen … Tröglitz?

aus gegebenem anlass setze ich diesen blog in unregelmässiger form fort. wo politik und presse versagen ist zivilcourage gefragt…

kann man heute keine stellung beziehen? ist man, wenn nicht gegen etwas ist und auch dazu stellung bezieht automatisch für das gegenteil? kann man bei bestimmten themen keine meinung haben oder unterstützt man als schweigende mehrheit auch die, die sich gegen gesellschaftliche grundsätze stellen?

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foto: parcelpanic

für kleingeister macht es derzeit keinen unterschied, ob man über Asyl redet, über die zuwanderung von solchen €uropäern aus neueren mitgliedsstaaten oder radikalisierten islamisten. letztere werden gerne grundsätzlich auch im Muslimen von nebenan vermutet, was die problematik nur noch verschärft. statt sich mit dem unbekannten objektiv zu beschäftigen, ist es einfacher sich aus der vielfalt der vorgefertigten meinungen zu bedienen. trotz der möglichkeit zu nutzen sich verschiedener quellen zu bedienen, genügt dem anschein nach ein blick in die schrottpresse des journalismus um eine „eigene“ meinung zu vertreten.

wo sich ausreisser egal welcher couleur ihren weg bahnen und mit menschenverachtenden und gesellschaftfeindlichen aktionen auf sich aufmerksam machen, kann es eigentlich nur eine antwort geben: zivilcourage. anlass dazu muss keine dieser schlagzeilenträchtigen brandanschläge sein, vielmehr der alltagsrassismus, der einem in der schule, am arbeitsplatz oder auf der strasse begegnen. ausländerfeindlichkeit ist kein phänomen der rechten, die wurzeln liegen vielmehr auch in der echten mitte der gesellschaft und ist verwurzelt in diffuse ängsten, vorurteilen und intoleranz.

vergessen wird bei nicht nur das diese menschen eine heimat aufgeben, die nicht selten aus interessen dritter keine mehr sein kann. je nach herkunft spielen oft auch die kommerziellen hintergründe der besser gestellten aufnahmestaaten eine rolle, wie wirtschaftliche ausbeutung oder die billiglohnproduktion. geiz ist geil…

im fall Tröglitz darf man nicht vergessen: dort sollten etwa 40 asylsuchende eine vorübergehende bleibe finden, die einwohnerzahl beträgt etwas über 2.700 menschen. ähnlich wie in Dresden bleibt der ort im bereich von weniger als 2% nicht einheimischer. zum vergleich: in Duisburg liegt der ausländeranteil bei 17,25% [quelle: wikipedia], also wären das für Tröglitz etwa 465 menschen. dann im osten von einer überfremdung zu sprechen und ängste in der bevölkerung zu schüren gleicht einer propaganda, die schon einmal massen verführt hat. damit soll aber nicht gesagt werden, fremdenfeindlichkeit sein ein ostdeutsches phänomen.

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foto: parcelpanic

und Tröglitz ist nicht überall, wie mancher politiker wie Reiner Haseloff (CDU /Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt) glauben machen will – aber es wird zum synonym. wenn ein Bürgermeister Nierth nach anhaltenden protesten wegen eben dieser paar asylsuchenden zurücktritt, weil er sich von politik und bevölkerung allein gelassen fühlt und bedroht wird, wenn ein Landrat glaubt, sich unter polizeischutz stellen lassen zu müssen, zeichnet es ein bild von neuen dimensionen. erst recht, wenn man dort vor dem mob einknickt und die zahl der plätze (wenn auch erst zunächst) reduziert…

wie hilflos die politik dasteht, zeigt auch die nun ausgelobte prämie von 25.000€ für hinweise zu den tätern des brandanschlags, nachdem über monate der Bürgermeister Nierth allein gelassen wird. Berlin ist hier klar aufgefordert, genauso jeder einzelne von uns aufgefordert stellung zu beziehen. zuwanderung ist mehr als als die gefahr der übervölkerung. sie ist eine humanitäre pflicht, eine demografische notwendigkeit und eine kulturelle bereicherung. wir alle sind auch gefragt für den schutz dieser menschen vor gesellschaftsfeindlichen subjekten zu stehen. rassismus höhlt die werte unsere demokratie aus!

p.s.: Tröglitz ist übrigens mehr als der brandanschlag einiger ver(w)irrter. bestes beispiel geben der designierte ortsvorsteher, der privaten wohnraum für die asylsuchenden bietet und die kirche, die aus dem stand eine mahnwache mit einer beteiligung von etwa 300 menschen organisiert hat. vorne an der ex-Bürgermeister, der aus sorge um seine familie sein amt niederlegte. davon allerdings liest man wenig…

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und wie früher üblich: musik ab!

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S O R R Y – C L O S E D

2013 geht – KarusselBremserBlog geht mit
dieser beitrag setzt nach 30 monaten den schlusspunkt unter diesen Blog
 

countdown zum neuen jahr, also auf ein neues! ich danke allen betrachter/innen für das interesse der vergangenen 12 monaten, allen und ausnahmslos.

man soll ja gehen, wenn es am schönsten ist… [*kunstpause*] … genau, falsche zeit, falscher ort – eigentlich alles wie immer – du hast fünf asse und das leben spielt schach.

allen betrachter/Innen

ein gesundes und glückliches 2014

heute ist nicht alle tage...

p.s.: wenn Sie noch nicht genug haben,
den neuen Blog „ZonenRandGebiet“ finden Sie [HIER]
 
 

schlusspunkt

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Wann war das nochmal?

Weil auch schon geböllert wird…

kennen Sie das, wenn die tage so ineinander verschwimmen, keine tagesstruktur greift und man so durch zeit und raum driftet – vorglühen zum burnout quasi.

nicht ganz einfach, dann sagen zu wollen, welches datum just anliegt…

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bevor nun die BundesAngie den gag noch selbst zuerst bringt, hier schnell noch die „Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin 2013“ – richtig, die von letztem jahr…

quelle: YouTube – Thom Kutlatschkowa

oder wie „uns Adolf“ so schön sagte:

„Gott schütze diese Stadt!“

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Was erwartet uns 2014?

was bringt es, eine rosarote zukunft sehen zu wollen, wenn die zeichen etwas anderes sagen? ok, billige klicks – aber sonst nix.

zum einen verblüffend, welche gedanken einem im eigenen kopp und dann auch im www begegnen. wo man sich früher fragte: „wie kann das?“ bleibt in zeiten wie diesen zumindest die antwort: „NSA“… und teilen/rebloggen/etc. statt selbst schreiben.

denkbonus

Woher soll ich das wissen? Niemand kennt die Zukunft. Mit gesundem Menschenverstand und dem Zugriff auf die Ergebnisse moderner Trendforschung lassen sich jedoch durchaus vernünftige Prognosen erstellen

China JapanAlle Welt ist sauer auf die NSA und andere, staatliche Datendiebe. Deren Repräsentanten faseln sich gerade um Kopf und Kragen. Erklären der erwachenden Welt, zahlreiche Anschläge seien so bereits verhindert worden. Die Beweise für derartige Bedrohungen lägen auf der Hand, könnten jedoch nicht öffentlich gemacht werden. Nationale Sicherheit und so. Die Leute wurden noch nie zuvor dreister und unverblümter verarscht, als in diesen Tagen. Und sie beginnen langsam, gaaaaanz langsam, zu begreifen, dass man da vielleicht mal etwas tun sollte. Das nächste Jahr, so steht demnach zu erwarten, wird im Zeichen der Netzsicherheit stehen. Auf dem 30. Chaos Communication Congress 30C3 steht daher der Widerstand gegen die Schnüffeldienste und die Befreiung des Netzes aus deren Klauen ganz oben auf der Agenda. Zu erwarten…

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