Wenn Amazonen dröhnen

Die letzte Meile ist die schwerste

was anfangs aus richtung des versandhandels mit eigenen vorstellungen zu FairAntwortung daherkommt wie ein Aprilscherz (verfrüht – für unseren kalender) oder als KarnevalsGaudi, schafft es doch in aller munde. schopenhauer_der_mensch_kannauch wenn es völliger schwachsinn ist, betrachtet man allein die infrage kommende frachtmarge solcher kleinbestellungen, vergisst man einfach, das „Ding“ könne nicht klingeln und in den siebten stock finden – was bleibt?

der globalplayer reagiert auf die schwächelei nachgeschalteter möchte-gern-grosskassierer und will das kritisches glied als störfaktor zum zufriedenen wiederbesteller minimalisieren – würde man grundsätzlich davon ausgehen, die träume vom „entdecken“ der lüfte würden realität. aber darum geht es bei dem PR-gag sicher nicht… sowenig wie die „künstler“ aus dem land der fehlenden esskultur und des schalen biers im Fleischerladen Menschenfleisch über den tresen schieben. und jeder spricht drüber. ich-wir nicht…

würde die AmaDrohnen doch einmal realität: letztendlich würde sich aber auch nicht viel an der „gefühlten“ zustellungspraxis einiger paketschieber ändern: da liegt plötzlich was vor der tür – im idealfall. braucht nicht mal eine wohnungstür sein, geschweige Deine! haustür, gartentor, balkon – geht alles. schlechter schon, es ist nicht Dein paket. erklär das mal dem surrenden kollegen. vielleicht ist Dein paket auch schon zugestellt. nur halt nicht in Deine bleibe… was nutzt da das Onlinebezahlen per highspeedzugang, wenn es danach im tempo der postkutsche weitergeht? sreen_warten_dauertmal ein schlauer satz von herrn DPD:

„Nichts dauert länger als warten.“ Quelle: DPD

<— … und hab was vorbereitet. gerne hätte ich ein etwas orginaleres verwendet, allein schreckt mich der mit ge-screenshoot-ete hinweis auf die Rechtsabteilung. die, wenn man ( in dem fall ehemaligen) führungskräften glauben schenken darf, sich schon an einem schild mit der aufschrift: „ich darf das!“ gestossen haben (worden) soll und darin „störung des betriebsfriedens“ gesehen haben (wollen) soll – in der zeit, wo die truppe um den heute etwas als umstritten geltenden Betriebsrat vorm werkstor campierte. (dafür konnte ich wirklich nichts!) im kern allerdings wohl, so sagt man, ging es um die eifersucht solcher ohne gemächt. also bei der sache mit dem schild. das andere ist eine ganz andere geschichte…

nein, zurück zu den bedröhnten Samaritern (oder so): etwas könnte schon einen unterschied machen, zu dem realsatirischen züge tragenden umstand der letzten meile, wie die branche es gerne nennt. (so eine art erklärung [HIER])  also anders als bei den paketen heute, die beim nachbarn X hätten abgegeben sein können, … hätte, hätte, fahrradkette. und wenn doch: wozu auch eine benachrichtigung – schliesslich erwartet man ja eine sendung? also kann man ruhig auch mal dafür etwas tun und seiner nachbarschaft einen besuch abstatten? und mal die paketshops in der näheren und fernen umgebung erkunden! … soll ja aber garnicht thema sein.

Bild 021(1)

Bekommt bald Geschnetzeltes? / foto: parcelpanic

dem kleinen AmaDröhne wird wohl eben jener jemand das paket abnehmen, bei dem es der paketboten auch losgeworden ist, wäre oder eben auch nicht? braucht „es“ aber auch nicht! zukünftig wird wohl das paket (das mit der drohne dran) seinen empfänger finden – ob er will oder nicht. aber: man hat ja auch nichts zu verbergen?! fragen die halt meinen standort bei den spitzeln der weltpolizei nach. die amadröhnen haben also gegenüber den meisten zustellern der bekanntesten paketdienstleistungs-bringenwollern eine deutlichen vorteil: „es“ habt in der zeit, wenn diese utopie von zustelldrÖhnen überhaupt ihre realität finden wird, sicherlich den zugriff einer heutigen welt-terror-polizei auf die nötigen und unnötigen daten, um sicher zum empfänger zu gelangen – wo immer er auch ist. draussen. wo er schutzlos dem zustellversuch ausgeliefert ist, dem er sich bisher immer geschickt entzog. hammer idee, herr Amazon!

vom schwachsinn ab, wie das teilchen in mehrfamilienhäuser/bettenburgen kommt, wenn schon nicht jeder einen vorgarten als abwurfzone hat: schon heute gehen nur bei dem versandhandel mit ungünstiger sozialprognose im land der unbegrenzten dämlichkeiten sekündlich hunderte bestellungen ein, 86% sollen demnach mögliche frachten sein. eine heuschreckenplage ist ein kindergeburtstag, wenn beispielsweise dann natürlich auch die paketschiebervereine sowas als neuen systempartnerersatz wollen.

am besten geleast, nix eigenes…

 

in dem sinne: Dröhnende Adventszeitsmilie_wink

Über parcelpanic

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