Bar jedem Code

… und zum abgewöhnen

kennen Sie das, wenn Sie sich eigentlich von etwas fern halten wollen und sich doch immer wieder in gedanken daran erwischen? ähnlich einem ohrwurm, der sich um so fester eingräbt, je mehr man seiner überdrüssig wird? (summen Sie mal drei minuten „Copacabana“ – Barry Manilow… sehn Se?)

Kampagnen_Pol_NRW

Quelle: Polizei NRW

mir fallen auf anhieb ein paar laster ein (harhar), von denen ich mich fernhalten sollte (besonders von den grösseren – harhar) und meist bei der meidung sogar (manchmal sogar oft auch fast ein wenig) erfolgreich bin. allein: je mehr man etwas aus dem weg gehen will, desto öfter begegnet es einem, gefühlt. weglaufen scheint nicht der weg? (vielleicht würde es auch einfacher, wenn ich dann endlich mal erwachsen würde?) anderseits wäre es vielleicht geschickt in einem kampf auch den gegner zu kennen, ihn nach vorne zu bitten und darüber zu reden, also seinem gegner ein gesicht gibt (schweinehunde etwa hassen diese visagenimitate b.t.w., sollen schlecht fürn teint sein). dem stelle man sich, mache sich einen grünen (?) tee, diskutiere es aus und … tada! … alles wird gut! wem das handwerkliche für eine selbstreflexion nicht gegeben ist, kann auf fachliche hilfe hoffen und schon mal auf der sofa platz nehmen. wer zwar könnte, aber selbst nicht will, auch.

für mich ist das nichts. keine empathie, es tangiert mich nicht. sollte man aber mal gemacht haben, wie bei allem anderen, das man nicht zu brauchen meint. dabei kann so ein kleiner selbstversuch zur findung und lösung der kleinen evolutinären degeneriertheiten auch zu einer grenzerfahrung geraten – quasi am rande der verzweiflung. nie werde ich dieses schluchzen vergessen, als ich dem therapeuten ein wenig aus meinem leben erzählt hatte. im laufe der sitzung konnten wir seinen weinkrampf aber lösen, ihn trösten. er soll die tage wohl wieder soweit gefestigt für die draussenwelt sein. ich hab ihm zu einem hund geraten. nun sucht er einen borderlinecollie – oder so. aber wir driften ab…

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Flieger, grüß mir die Sonne! / foto: parcelpanic

es ist eher kein geheimnis, welche liebe mich mit Paketdiensten im allgemeinen und einem bestimmten im speziellen verbindet. oder umgekehrt. zumindest hatten eines dieser unternehmen und ich ein über jahre währendes verhältnis, rein geschäftlich versteht sich. solange dort noch ein paar humanoide mit eigener meinung und rückrat gefragt waren, hatten wir recht gute zeiten miteinander. wenn das futter weniger wird, zeigt sich oft ein ganz anderes gesicht – mehr zähne und weiter vorne. und irgendwas weiter hinten musste platz machen? man weiss es wie so oft mal wieder nicht so ganz genau…

mit ein wenig abstand müsste man eigentlich noch dankbar sein, die entscheidung abgenommen bekommen und quasi mit geld bedroht worden zu sein. es muss sehr verwirrend für irgendjemanden gewesen sein, dessen meinung und wort nicht mit einem pöstchen zu haben gewesen ist… und vermutlich lehnt man seine beförderung in die unschädlichkeit nicht ab.

wieso also einen rosenkrieg führen zu wollen, gegen einen „partner“, dem „sein“ recht augenscheinlich sehr, sehr viel (das mehrfache des geplanten erlös) w€rt ist? der ausflug Out- und wieder Backsourcing mit den kollateralschäden könnte als paradebeispiel gesehen werden. oder als wegbereiter eines dauerfeuers, dessen glut noch immer heiss ist. als werde man geister nicht mehr los, die man einst rief, scheint das feuer gelegentlich geschürt zu werden und mit etwas sauerstoff angefacht.

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montage: parcelpanic

wie etwa der noch in er schwebe befindliche prozess um die wahl zum Betriebsrat. [1] eine einigung ist mit der neueren verlegung des termins mal wieder weiter weg denn je, eine never ending story?

besonders putzig erscheint einem als ex-betroffenem der herr Stefan Kaufmann, zuständiger sekretär bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. seine lobenden, klar position beziehenden statements für eine seite der streithähne noch vor jeder gerichtlichen klärung [2]  für mitglieder dagegen, die u.a. mit eben diesem Betriebsrat probleme haben (hatten) und mit kündigung bedroht sind (waren), kann der mann schwer bis garnicht zu erreichen sein. aber ein schelm, der da arges denkt. und für das, was die geschichte hergäbe, ist es schon sehr dünn, was überhaupt in die presse geht [3] aber gut, was gibbet auch zu holen?

und man kommt nicht zur ruhe. es zieht von einer anderen seite ein unwetter auf – eine ehemalige sytempartnerin will es genau wissen. [4]  eine frau gegen den global player.

[…] Wenn Heredero von ihrer Zeit bei DPD berichtet, wirkt sie gefasst. Wie es in ihr brodelt, lässt sich ab und zu erahnen – wenn sie kurze, scharfe Sätze sagt wie diesen: „DPD betrügt seine Zusteller.“

Doch was sie „Betrug“ nennt, ist bei DPD gängige Praxis. Der Paketdienst beschäftigt keine eigenen Zusteller. Stattdessen werden die Päckchen werden von Subunternehmern ausgeliefert, den sogenannten Systempartnern. […] [4]

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Netzwerk / foto: parcelpanic

es ist nicht der erste vorstoss in dieser richtung, bis dato scheint noch jeder im sande verlaufen zu sein, Koblenz, Köln oder die zögerlichen versuche einiger „systempartner“ im hiesigen raum. nicht jeder unternehmer ist schliesslich auch mit der situation glücklich, wegen der schmallen marge auch keinen entsprechenden lohn für sein personal erwirtschaften zu können – von seiner eigenen gratwanderung abgesehen. und ob dabei auch schon mal bei beschäftigungsverhältnissen getrickst wird und die gemeinschaft munter mitfinanziert? welcher „empfänger“ würde sich outen, welcher subunternehmer zugeben. aber es passiert…

was noch so alles passieren kann, lässt sich hier lesen:

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in dem sinne: Gut Lack!

+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+

[1] Der Westen: „Zoff um Betriebsratswahl bei Paketdienst DPD“ – 25.07.2013
[2] Der Westen: „Die Rache der Wahlverlierer?“ – 10.08.2013
[3] Der Westen: „DPDler greifen Verdi-Sekretär an“ – 22.08.2013
[4]  dpdsystempartner.wordpress: „Klage gegen DPD: Systempartnerin fühlt sich geschädigt und fordert Schadenersatz“

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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