„Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe“

diese redensart soll bildungssprachlich dem lateinischen
„Quod licet Jovi, non licet bovi.“ entliehen sein, was frei übersetzt
Was dem Herrn geziemt, geziemt noch lange nicht dem Knecht.
verstanden werden kann. oder noch freier, aber prägnanter:
Was Jupiter darf, steht einem Ochsen nicht zu.
 

mit der einschätzung über das allgemeinwissen und der daraus resultierenden fehlerquote ist es so eine sache. wer schon einmal im sicheren glauben in sich und sein wissen ein fettnäpfchen oder zwei erwischt hat, könnte sich die frage stellen, was wohl geschieht, wenn sich nicht gelegentlich oder gar keine einsicht über solche kleineren und grösseren fehleinschätzungen einstellt, bzw. es nicht einmal zur selbstreflexion anregt? genau, … man weiss es nicht.

Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brücke / foto: parcelpanic

Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brücke / foto: parcelpanic

trotz der multifachen möglichkeiten der vernetzung gehen viele wirklichen tragödien unter. dazu kommt die nicht zu bewältigende flut an informationen, die oftmals ohne inhalt auskommen und das aufweichen von begrifflichkeiten. es ist teil dieser grösser werdenden verwirrung darum, ob etwas nun „böse“ ist (und man es nicht tut) oder „gut“. kann etwas, was „böse“ ist, auch „gut“ sein? tun „gute“ menschen auch „böses“ und ist es dann „gut“?

menschen umbringen etwa. man sollte glauben, es sein grundsätzlich „böse“. erst recht, wenn dies ohne gerichtsurteil geschieht und auch, wenn man den job ferngesteuert erledigt. es fällt einem schwer akzeptieren zu sollen, es sei vielleicht nicht „gut“ aber doch „ok“, wenn amerikanische drohnen weltweit menschen ausschalten, weil der vorturner der weltterroristen weltpolizisten sie gottgleich auf eine todesliste hat schreiben lassen, es werden keine gefangenen mehr gemacht. wenn die Amis sich an ihren eigenen vorgaben für terrorismus messen würden, hätte ich an Obamas stelle angst…

after the (t)rain / foto: parcelpanic

after the (t)rain / foto: parcelpanic

selbst wenn das noch „ok“ wäre „diktatoren“ oder „terroristen“-menschen nach eigenem gutdüngen zu ermorden,  was ist dann, wenn laut „Stanford University“ nur 2% der „drohnentoten“ führungskräfte waren und 3.000 bis 3.500 zivilisten – hingerichtet aus der ferne? ist das schon völkermord? wir haben überhaupt keine vorstellung von dem verdeckten treiben dieser todesmaschinerie, die schon sich seit jahrzehnten ständig neuerer hilfsmittel erfreut. finanziert aus dem, was zum wohle des volkes dienen soll…

oder anderes beispiel. wenn Sie wie ich bisher dachten, man könne an gestohlenem kein eigentum erwerben und wer mit diebesgut handele, sei ein hehler: falsch gedacht! Sie und ich, da stimmt das. aber der staat kann. und tut es.

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Der Westen:

Justiz versteigert Beute von rumänischer Bande im Netz

Justiz versteigert Beute von rumänischer Bande im Netz
Bei der Razzia in Duisburg und Wuppertal, hier sind die Polizisten gerade auf  Foto: Karsten Vüllings

Duisburg. Das Diebesgut, das die Polizei bei der Razzia gegen eine rumänische Diebesbande beschlagnahmt hat, stapelt sich bei der Justiz. Etwa Salamis, Unmengen an Kaffee und Spirituosen. Da die geschädigten Einzelhandelsgeschäfte die Lebensmittel nicht wieder haben wollen, wird alles online versteigert. […]

[…] „Die Salamis sind sehr begehrt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist noch nicht abgelaufen“, sagt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität. In der Tat: Es liegen etliche Gebote vor. […] [1]

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die definition „Hehler“ muss nun also überarbeitet werden, etwa mit „ausser der Staat“, der wird wohl zukünftig zweitverwerter von diebesgut. ein möglicher slogan: „B-Ware mit leichten Schäden, vom LKW gefallen“.

haben Sie die Bildunterschrift gelesen? „Bei der Razzia in Duisburg und Wuppertal, hier sind die Polizisten gerade auf“ steht dort. leider sind bei allen artikeln mit migrationshintergrund bei dem blättchen keine kommentare zugelassen. meiner hätte lauten können: „unwillkürlich freut man sich, die jungs seien nicht beim nickerchen auf dem weg dahin erwischt worden, den kopf beim kameraden auf der schulter, ein speichelfädchen in den lefzen im mundwinkel. […]“. und die zerzauselten figuren im bild ist „Presse“…

sps_currywust_sörenJäger

watt? / montage: parcelpanic

aber zum ansatz zurück. aus hygienetechnischen gründen dürfen die lebensmitteldealer das diebesgut nicht wieder in den umlauf bringen und das kassieren bei der versicherung ist buchungstechnisch sicher auch einfacher. man war also sensibel genug, diese lebensmittel nicht zu vernichten, was noch vor wenigen jahren ohne zu zögern veranlasst worden wäre und ebenfalls geld gekostet hätte. man wollte nun wohl andere wege gehen. es lässt sich nur spekulieren, warum die beschlagnahmten waren nicht für einen „guten zweck“ zur verfügung gestellt worden sind, die „bessere“ aus Rheinhausen oder die andere Tafel beispielsweise. eine überlegung könnte sein, die lebensmittel hätten zum teil wieder ihren weg dahin gefunden, wo sie vor ihrer lagerung in der asservatenkammer herkamen. und das erklär den leuten mal…

und sonst so?

BaustellenKurt (Krieger) hat in Dresden eine kleinere schlappe hinnehmen müssen und wird den dortige Elbpark (siehe BaustellenKurt) um etliche tausend quadratmeter verkleinern  müssen. und eine Millionen € an die Landeshauptstadt zahlen. in Neuss hat er seine neue Möbelbude bereits in den angriff genommen. dort rollen bereits seit ende Oktober die bagger, nur zwei wochen nach dem Ratsbeschluss zum grundstücksverkauf. und Duisburg? auch nicht im nächsten jahr, wage ich mal zu prognostizieren, nachdem ich mit diesem jahr schon recht behalten habe.

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Rainer Schaller 2012 / Foto: welt.de

Freund Schaller (Rainer, 44 jahre, ex-wanderzirkusdirektor und mukibudenmagnat) ist mal wieder um eine edelkarosse ärmer. nachdem er mitte 2010 einen supersportwagen in der nähe von Osnabrück in den leitplanken zum stehen brachte, ist ihm anfang des monats ein Mustang Shelby GT 500 abgefackelt. wenn das gottes strafe wäre, hätte die ganze „heimliche“ spenderei (ablassbrief 2.0) nix gebracht?

Sören Link_WambachBI-001

Sören Link 2013 / foto: parcelpanic

man weiss es nicht…

die anonymen anzeigen gegen Sören Link (zumeist veruntreuung von steuergelder zur Rettung des MSV Duisburg) hat die Staatsanwaltschaft fast sämtlich geprüft und abgewiesen. diese oftmals dem anschein nach von einer person verfassten anzeigen sind in den letzten zwei wochen um weitere themen ergänzt worden, etwa STEAG-übernahme. blöd nur: da war der Sören noch nicht in amt und würden…

in dem sinne: Mahlzeit!

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[1] Der Westen: Justiz versteigert Beute von rumänischer Bande im Netz – 15.11.2013

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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