„Das haben wir ja alles garnicht gewußt, damals…“

Wenn „Gestern“ sich schon“Morgen“ wiederholen könnte

Duisburg ist auf dem „besten Wege“ sich in den illustren zirkel der städte einzureihen, die man mit dumpfem alltagsrassismus eines sich sinnfrei entladenden sozialversagermobs verbindet: Rostock Lichtenhagen, Berlin Neukölln und Duisburg – nur welcher stadtteil dort am meisten? frühere „brennpunkte“ scheinen da an dem neuentdeckten verelendungsquartier aufgewertet, so eine art neue „untermittelschicht“ quasi.

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Zitat: Kurt Marti / foto: parcelpanic

oder wie ein nachbar (einer von denen, die „eigentlich“ nichts gegen ausländer haben) im zeitgeist des neuerwachenden alltagsrassismus so treffend anmerkte: „da sagen selbst die türken, die ausländer sollen verschwinden!“ nun eine diskussion mit der frage anzustossen, ob das auch die so gut an „denen“ verdienen denken? müssig. wie die hoffnung, wer sowas sagt hätte die perfidität erkannt, die dahinter steckt, wenn man die notlage solcher ausnutzt, die noch fremder hier sind, als man selbst angesehen wird. aber gut, wer es nicht anders (kennen) gelernt hat… rassismus ist kein deutsches problem. die meisten länder dieses blauen planeten kennen dieses problem mit den „problemgruppen“. da darf fast jeder mal, mal als schwarzes schaf, mal als schaf im wolfspelz. die königsdisziplin aber dürfte es sein, sich im ausland durch das negieren einer anderen volksgruppe quasi selbst eine etage empor zuhieven, der „bessere ausländer“ etwa?migration_hintergrund

aber das führt schon wieder zu weit weg von dem eigentlichen „problem“. und dem, was sich als herd allen übels immer wieder aus den augen verloren wird.

der Balkan?“ 
nee.
die volksgruppe?
nöö.
Adolf?
… gegenfrage: welcher?
 

„spass“ beiseite. das alles kommt nicht plötzlich aus dem nirgendwo und wird auch nicht dahin verschwinden. abgesehen vom aufblühenden möchtegern-nazitum, einem fast schon gesellschaftsfähigen rassismus (gegen €uropäer auch noch!):

SteamMashine / foto: parcelpanic

Wahlversprechen – Verdünster / foto: parcelpanic

die grundlagen dazu sind teils im Rathaus zu Duisburg, teils im Reichstag gelegt. dort schaut man dem treiben zu, unfähig irgendetwas zu tun. wenn in anderen €uropäischen ländern nicht solche probleme sichtbar sind, liegt es entweder daran, sie liessen erst garkeinen rein oder man hätte sich dort erst garnicht solche probleme gemacht, weil man sich der menschen angenommen hat. man weiss es nicht…

Duisburg wird die probleme im herkunftsland der jeweiligen teils „n€UBürger“ kaum in den griff bekommen, ist es mit seinen eigenen schon heillos überfordert. man scheint nicht einmal in der lage, solche in die verantwortung zu nehmen, die an dem elend verdienen. lieber nimmt man sich derer an, die zu helfen versuchen wo die politik versagt.

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montage: parcelpanic

auf der einen seite reicht es nicht, um zur sicherheit bei gefahrenlagen regelmässig eine streife dort zu postieren, auf der anderen seite scheinen solche ganzheitlichen razziaähnlichen showacts zur einschüchterung der bewohner und besucher auf dem wege einer fahndung ein normales mittel der wahl zu werden. verkehrte welt? und ist es dann nicht eigentlich „kontraproduktiv“, wenn bei der „polizeilichen völkerzählung problemhaus“ deutlich weniger menschen festgestellt werden, nur etwa 411 statt 1.000 + X.? Duisburger zahlen halt – man glaubt besser keiner statistik, an der man nicht selbst manipuliert hat? weiss man wohl auch nicht so genau…

was man aber weiss: was in Duisburg sich selbst überlassen wird, wird sicher anders. aber auch fast immer schlechter. wo Politik im kurzen hemd einer klammen kommune, mit dem rücken an der wand (vor die man den karren fuhr) faktisch ausverkauf betreibt um überhaupt noch neue millionengräber zu akquirieren, muss man an den verkaufen, der überhaupt noch den anschein erweckt, solvent zu sein. die frage, wie weiss die weste des gegenüber ist, bügelt spätestens das argument der arbeitsplätze weg. so blendet man sich gegenseitig am schein des sein, besser sein-wollen. just über den Rhein lodern fackeln und hier freut man sich, wie schön sich doch der schein der flammen an den million€gräber-leuchttürmen und landmarke(l)n spiegelt…

wenn Sie bis hier gelesen haben, … holla! dann vertragen Sie sicher auch noch den denkanstoss, so recht könne keiner sagen, es ginge die person nichts an. wer in diesem gesellschaftssystem lebt, wahlweise davon, sollte schon auch ein interesse daran haben, was sich in ihm tut. könnte man meinen – etwa weil der €, der irgendwo sinnentleert verbrannt wird an anderer stelle fehlt. smiley_marionetteallein: der leidensdruck ist einfach noch nicht hoch genug. und der entwicklung folgend wird der auch an anderer stelle kompensiert? man tut sich an vermeindlich sozial schwächeren halt einfacher als an „denen da oben“ – und die wissen sich gar zu wehren. selbst wo heute oft der geldwerte vorteil einer angemeldeten beschäftigung im überproportionalen niedriglohnsektor nur negativ darstellbar ist: und? wer soll es auch richten? früher wäre einem nach der Politik (hahaha) „die Gewerkschaft“ eingefallen. als es die noch gab, eine art arbeitnehmervertretung … damals.

uebungsblatt_BtWahl2013der wirren schreibe dünner sinn: wenn demnächst die wählerherde an die urnen getrieben wird, trotten Sie als nicht-wähler einfach mal hinter der herde her. auch ein besuch dort zwingt Sie nicht, für irgendetwas zu stimmen, wenn nichts Sie überzeugen konnte. eine weniger gute lösung ist es, den wahlschein ungenutzt in die urne zu versenken. wenn kein kreuzchen drauf ist, bleibt die möglichkeit im nachhinein. (was immer das auch heissen soll.) smilie_richtig falschetwa „gleich ungültig“ wird das dokument auch, wenn Sie mehrere kreuze pro seite machen oder die grossen punkte verbinden…

In dem Sinne: Glück Auf!

 

Über parcelpanic

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Eine Antwort zu „Das haben wir ja alles garnicht gewußt, damals…“

  1. NikNameCH schreibt:

    ich mag deine einstellung !

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