An die Unterstützer der stärksten Partei

… die Nicht-Wähler

Betrifft: Bundestagswahl

„Wenn das Herz weh tut, schüttet man sich den Kopf zu. Merkwürdig.
Wenn das Knie weh tut, cremt man sich doch auch nicht den Ellenbogen ein…“
Quelle: Twitter – TomVanOrten
 

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Geneigte/r Nicht-Wähler/In,

Smilie_kreuz_abwahl45Euren unmut in ehren – allein, die botschaft kommt nicht an?  wenn Ihr dann wirklich auch ein statement damit verbindet … und nicht nur zu bequem geworden seid?!?

die meisten derer, die auch zu dieser wahl dieselbe nicht wahrnehmen zu gedenken, werden schon mit dem argument konfrontiert worden sein, damit eben jene Partei zu stärken, die man am wenigsten an der macht sehen wolle. Duisburg liefert da mit seinem OB, den kaum 1/5 aller wahlberechtigten auf seinen posten verholfen haben etwas in der art einer untermauerung des wirren arguments. wenn diese unglückseelige stadt auch dem sagen nach in nichts eine vorreiterrolle für sich beanspruchen kann und zu nichts zu gebrauchen sei, unnütz ist sie nicht: Duisburg eignet sich zumindest als schlechtes beispiel.

Sören Link_WambachBI-001

Linker Sören / foto: parcelpanic

… mit „Bochum“ könnte man in dem zusammenhang diese feststellung noch spezifizieren:

besser garnichts machen, als wie in Duisburg!“ (<– als wie ist abzügl. der schlechtschreibfehler mundartlich korrekt)

bevor wir aber nun abschweifen, will ich schnell (und kurz – hahaha) erläutern, warum ich heute gegen meine eigene überzeugung doch mal wieder nicht nur etwas schreibe, sondern es auch in die weiten des www entlasse. den springenden punkt und zündenden funken stellt in dem fall etwas, was die meisten schon in der hand gehalten haben dürften, die am 22.09.2013 mal wieder aufgerufen sind, mit einem (bzw. in dem fall zwei) kreuzchen ihrer Bürgerpflicht folge zu leisten, wenn man es dann als „Demokratiesichernde Maßnahme“ ansieht. damit ist nicht gemeint, wie augenscheinlich zu vermuten scheint, wie immer an der selben stelle seinen wahlzettel zu gestalten. oder es eben zu lassen. sieht man einmal von dem umstrittenen fakt ab, politikverdrossenheit und ein verbundenes desinteresse am geschehen des selbigen spiele den Volksvertretern nur in die hände: weder die herde der ewigen urnengänger noch die gut 30% der Nicht-Wähler haben an dem unglückseeligen weg des ausverkaufs eines sozialstaates etwas verändern oder mindestens dem einhalt gebieten können. die botschaft erreicht ihren empfänger nicht!

seine worte an die zu richten, welche den weg zur stimmabgabe quasi geschlossenen auges kennen und entsprechend schlafwandlerisch ihre stimme verschenken; verschenkte liebesmüh. diese leute reiten ihren gaul noch, wenn er längst in den ewigen jagdgründen ist und werden alles versuchen, dem gaul noch etwas gutes abgewinnen zu wollen… oder wie die weisen Dakota-Indianer es mal zum besten gegeben haben sollen… [HIER etwa]

WP_INTELENZ

Mobil_Wallpaper / montage: parcelpanic

oder anders formuliert, auf dem hohen grad der unverantwortlichkeit, die sich im augenscheinlich zu etablieren scheint:

„es ist, als würde man einfach die bisherige armutsgrenze mal eben zur neuen definition der mittelschicht machen. et voila – schon haben wir eine mehrheit im grünen bereich des neuen wohlstand!“ quelle: mich

Nicht-Wähler sind der acker der partei von morgen. blöd nur, wenn man mit der erkenntnis keine ambitionen verspürt (nicht einmal für eine solche horde allein) zum einen sich einer vereinsmeierei zu opfern, geschweige denn den vorturner machen zu wollen. weder für das in der freien wirtschaft deutlich bessere gehalt bei vergleichbarer verantwortung (hahaha), noch für den geleasten Benz oder den vorgeblichen ruhm, geschenkt!

… also immer davon ausgehend, man wolle den job wirklich gut machen und nicht nur den postenhalter… für mich ist das nix.

Sie merken schon, eine echte wahlempfehlung im konventionellen sinne wird das nicht werden? – was bleibt also?

suchbildOB

Finde den OB mit Verantwortung… / montage: parcelpanic

ich möchte Sie unmissverständlich auffordern unbedingt von Ihrem wahlrecht gebrauch zu machen – in jedem fall! wenn Sie nicht sicher sind, wohin mit dem mitbestimmungsrecht: zur not alles ankreuzen! schliesslich handelt es sich dabei um ein hohes demokratisches gut (dieses wahlrecht), wenn man es auch nicht gleich als solches erkennt. mehr noch: man darf nicht nur wählen – vielmehr sogar, was man will! (!?!)

nun es mag sein, Ihnen ginge es ähnlich wie mir und auf dem stimmzettel fände sich nicht die partei, deren vertretern Sie auch zutrauen im sinne des volkes zu handeln, welches man zu vertreten vorgibt. es kann angehen, Sie hätten das gefühl, wo auch immer Ihr kreuz seinen platz fände, es änderte nichts. vielleicht fällt es Ihnen auch regelmässig schwer, aus dem vor der wahl versprochenen die wahlversprecher früh genug zu erkennen oder gar diese für bare münze zu nehmen. all das würde Ihnen noch bis hier hin den ablass bescheren, den sich andere teuer erkaufen mussten (solche, die obrigkeitshörig auch wenig fragen stellen etwa) und davon freisprechen, man ginge nur nicht zur wahl, weil „kein bock!„. das hat ein ende, wenn Sie bis hier gelesen haben…

IMG_7925(1)

Hängt zynischer Weise am Rathaus…

wenn Sie keinen triftigen grund finden, ausser Sie hätten es schon immer so gemacht, gar wie es generationen in der familie üblich sei, überdenken Sie, wem Sie Ihr vertrauen und ihre stimme(n) schenken. lesen Sie das parteiprogramm zur geplanten stimme, am besten bis zu einer dekade zurück und sehen Sie nach, was an versprechen gehalten wurde, bevor Sie schlafwandlerisch Ihren törn durchs wahllokal starten und erst recht, wenn Sie schon wissen, die wahl verweigern zu wollen! und um so mehr, wenn Ihre partei vorschlägt, von einem demokratischen recht abstand zu nehmen, wie die CDU zur Abwahl des OB. neben der klassischen (nicht-) stimmabgabe bleibt eine weithin ungenutzte möglichkeit der ungültigen stimmabgabe. wenn etwa beide stimmen in der linken oder rechten spalte gemacht werden. oder wahlweise auch je seite, mindestens. zusätzlich kann man anmerkungen machen, wünsche aufschreiben… wenn wir uns dann auch vorwerfen lassen werden müssen, zu dumm zu sein, eine gültige stimme abgeben zu können: es dürfte als deutlicheres signal verstanden werden, als wenn man einfach nichts tut. das hat etliche amtszeiten keinen gejuckt und wird eher als zustimmung gewertet. daneben macht es raum für den gefühlten volkswillen und einen aunausgesprochenen wählerauftrag, der als zukünftige arbeitsvorlage dienen wird.

wer nach dem 22. September weiter eine grosse politikkritische lippe riskiert, müsste eigentlich einen amtlichen nachweis führen müssen an der urne gewesen zu sein, ohne hinweis auf die „partei“ – selbstredend? neben politkaspern und unverantwortlichen hat besonders Duisburg genug von solchen, die alles besser zu können glauben, aber kaum taten zeigen. oder solchen, die etwas vorgeblich gutes tun. „gut gemeint“ in seiner tieferen bedeutung (kl. schwester von schei**e) würde begrifflichkeitsfanatikern vermutlich besser gefallen. mir auch… besonders im hinblick auf das, was die zukünftigen geschichtsschreiber wohl daraus machen. und die Kujaus von morgen…

und die, welche bisher der wählerherde hinterher getrottet sind und mit der schablone der generationen wählen gehen werden sowieso wieder zum grasen übergehen… auch wenn das schema F nichts bringt: „haben wir seit 50 jahren so gemacht! und ist immer gut gegangen!“ – kopp ins gras und die einzige bewegung im kopp ist der kaumuskel? schafe, die sich in besten zeiten selbst zur schlachtbank grasen. aber „glücklich“ dabei, lässt sich hoffen.

es hat nichts von hellseherischen kräften oder grosser geisteskraft, wenn man heute feststellt es würde vielleicht nichts anders, aber sicher einiges schlechter?

2013_BW_CDU_muah<— noch bescheuerter kann es nur die CDU…

also: das brötchen in den wahlumschlag? und dann wissen die, man wolle die CDU wählen?

Neuer Stil? Guter Plan? … Glückwunsch!

Über parcelpanic

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