Und wenn man denkt, man hört nichts mehr, smiley_komme_gleich_wieder
kommt von irgendwo eine Headline her…
 

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DerWesten:

Loveparade-Hinterbliebene fühlen sich von Stadt Duisburg brüskiert

23.05.2013 | 18:08 Uhr

Duisburg. In zwei Monaten jährt sich der Tag der Loveparade-Katastrophe. Viele Betroffene und Angehörige der Verstorbenen fühlen sich brüskiert: Sie sollen trotz der bereitgestellten 50.000 Euro der Stadt für die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung selbst aufkommen. Das hätten sie durch ein Schreiben der Notfallseelsorge erfahren, nach dem allenfalls Teilkosten ersetzt würden. […]

[…] In den beiden Vorjahren habe die Stiftung der Notfallseelsorge mit Hilfe von Landesmitteln zu Treffen oder Jahrestagen eingeladen, damit seien für Betroffene die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung abgedeckt worden. […]

… zum Artikel …

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man wartet förmlich auf den Kartenvorverkauf… Duisburg hat wieder was zu vermarkten?

anders als bei den letzten beiden Jahrestagen bin ich in diesem jahr bei der planung aussen vor, ganz bewusst. die infos beziehe ich, wie jeder andere auch, mehr (oder weniger?) aus der tagespresse. oder durch rückfragen. bisher war es um die eigentlich in den vorjahren turbulente vorbereitung recht ruhig, was durchaus etwas positives hat. ich gehe mit dem heutigen erkenntnisstand davon aus, es werde in diesem jahr keine mahnwache geben, was auch aus praktischen gründen (Baustelle) vor ort kaum möglich wäre.

Karl Lehr Strasse Juli 2011 / foto: parcelpanic

Karl Lehr Strasse Juli 2011 / foto: parcelpanic

dagegen soll es wohlmöglich wieder eine art „Nacht der 1.000 Lichter“ geben. im vergangenen jahr gingen beeindruckende bilder der varanstaltung durch die medien, wer vor ort gewesen ist, dürfte ein paar unvergessliche eindrücke dieser stimmung aufgefangen und mitgenommen haben. ich bekomme heute noch eine gänshaut, wenn ich an diesen abend denke, die beeindruckende kulisse, das stille, friedliche miteinander von Angehörigen, Betroffenen, Besuchern, Aktiven und sogar der Presse.

dieser dritte Jahrestag kommt bisher weit weniger medial aufgestellt daher, dafür aber auch ohne viele der unansehnlichen zerrereien darum, wer wann wo was machen kann/darf/soll, etwa am ort des geschehens… vielleicht ist das aber auch dem allgemein gedrosselten engagemente geschuldet?

wie auch immer, es wird die erste grosse veranstaltung an dem ort werden , den man derzeit zur Gedenkstätte umgestaltet. bisherige erfahrungen mit dem Jahrestag sind daher nur bedingt auf diese wichtige und stark reduzierte fläche zu projizieren. ausweichflächen werden auf grund der baustelle, die um die Gedenkstätte noch einige zeit bestehen bleiben wird, nur wenig ausweisbar sein. ich spare mir an dieser stelle die bösartige bemerkungen, eine expertise eines erfahrenen Panikforschern zu empfehlen…

Duisburg wird nie aus der starre finden, solange nicht eine schonungslose aufarbeitung der ereignisse statt gefunden hat. die Stadt als solche und ihr „System“ werden nicht herr ihrer dringlichen probleme werden, wenn sie nicht endlich (politisch) verantwortliche benennen. es wäre eine möglichkeit zumindest an dieser stelle für klarheit (die längst besteht) zu sorgen – besonders mit dem wissen um die unendliche geschichte der prozessreife auf der strafrechtlichen seite. solange die menschen immer wieder aufs neue mit den offenen fragen konfrontiert werden, an die vertane chance eines neuanfang erinnert werden, wird der tiefe stachel des misstrauens bleiben?

und es wird immer wieder jemanden geben, der „gegen das vergessen“ mahnt…

in dem sinne: We Are One!

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und musik ab…

p.s.: zyniker würden diese art der „natürlichen selektion“ als aktive sicherheitsmassnahme vor einer ungewollten überfüllung der etwas beengten örtlichkeiten nennen. und sie würden mahnen, ein besonderes augenmerk dürfe auf dem reduzierten zugangsbereich von der Karl Lehr Str. liegen, einer art hommage an die zugangssituation am 24.07.2010?

 

Über parcelpanic

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