Der Treck der Hoffnungslosen

Der Weg von einem Elend ins nächste?

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DerWesten:

Pfarrer wirbt um Verständnis für Roma in Duisburg-Bergheim

13.05.2013 | 00:21 Uhr

Duisburg.   Pfarrer Dieter Herberth bricht eine Lanze für Roma in Bergheim. Den Anwohnern, die sich belästigt fühlen, erklärt er, warum die Angehörigen des Gurbet-Stammes nach Deutschland kommen und dass diese integrationsbereit und -willlig seien: „Sie brauchen Zeit, werden sich aber anpassen.“ […]

[…] Nach NRW kämen nur Menschen aus ganz schwierigen sozialen Verhältnissen. Die wohnten dann in so einem Haus wie In den Peschen in Bergheim , so Herberth. „Sicher, die Menschen in der Nachbarschaft dieses Hauses haben sehr zu leiden. Gar keine Frage“, räumt er ein. „Aber mir wäre es sehr wichtig, dass die Nachbarn diesen Roma eine Chance geben, hier anzukommen. Das wird Monate, vielleicht sogar Jahre dauern, bis sich alles einspielt.“ […]

… zum Artikel …

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das internet ist recht frei. so kann man sich die leser einer zeitung, eines magazins, eines Blog auch nicht immer aussuchen. im gegegenteil. gut ein drittel der geneigten leserschaft ist nicht immer wieder hier, weil sie sich für die geistigen ausscheidungen eines ver(w)irrten im besonderen interessieren. man getrost davon ausgehen, es sei nicht unbedingt zum nachteil, wenn man weiss, was solche leute, denen man nicht sonderlich gut auf den pelz schauen kann just so treiben. oder vorgeben zu tun…

aber – achja, da spricht der Herr Pfarrer ein paar grosse worte recht gelassen aus. das kann er vermutlich, weil er ein wenig mehr vielleicht als den rand seines tellerchens sehen kann – und das auch anderen zugänglich machen will. und recht hat er damit! stimmen, die gegen diese menschen laut werden, findet man an jeder ecke. aber keinen, der ausser klagen etwas tun will.

das man nicht nur auf zustimmung stösst, zu so einem thema, es verrät schon die nicht vorhandenen kommentarfunktion zum artikel.  je nach hintergrund liest sich das auch für das eine ende der fahnenstange so, für das andere so. was? die dazwischen? wie in Wimbledon, Championships

hautsachedagegen

serviervorschlag

für viele dieser aufkommenden spiele-statt-brot-szenarien braucht „man“ nicht einmal zu wissen, worum es geht. ob es nun marken sind, die man in welchem aggregatzustand auch immer am körper tragen muss und beispielsweise deren „fairtrade“ einen damit demnach wo auch immer vorbeigeht oder die art, wie wir uns selbst im ökösystem „Erde“ sehen: wer sicher gehen will, setzt auf die, die sowieso immer gewinnen. wie im fall Armstrong weiss man wie immer erst hinterher, wie faul der gaul wirklich war. (dann lieber von dem wendler eine schindmähre aufgeschwatzt bekommen. wenn man glück hat, will sich ein insider rächen – das ist mal eine reele chance auf gerechtigkeit!) aber nach solchen aspekten würde diese wirtschaft nicht mehr funktionieren. das bloss keiner die leute auf die idee bringt, ihr bischen mitbestimmung liegt auch in den paar €uros, die sie ausgeben können…

Portrait_of_a_Clown_VI_by_sythesite

Portrait of a Clown VI by sythesite / montage: parcelpanic

diese menschen sind nicht zum spass hier. wenn, dürften sie gemerkt haben, sie seien es vielleicht doch nicht. die scheint keiner zu wollen: nicht da, wo sie weg kommen, nicht bei denen, die sie herbrachten, nicht dort, wo sie für eine absteige übervorteilt werden oder gar wo ihre not zu hungerlöhnen ausgebeutet wird. das ist eine art krieg des kapitals, in dem sie zwischen allen fronten stehen. wegen ihrer herkunft. und das in ausgerechnet in Deutschland?

der langen rede wirrer sinn: nein, nur weil ich der meinung bin, es liefe so einiges schief, für das mal wieder die falschen den kopf hinhalten sollen, will ich die leute nicht bei mir als untermieter haben. ich finde aber schon, es sei nicht eben besser, sich dem thema zu enthalten und hinterher sagen zu müssen, von nichts gewusst zu haben.

… und dann noch wider besseren wissen? sorry, geht nicht.

vielleicht sollte man diese künstliche panik der schwemme, die uns 2014 überrollen soll, etwas realistischer betrachtet. ob das in dem artikel gelingt, hängt davon ab, wie man den artikel liest oder lesen will – man kann den identischen text so oder so lesen. oder ganz anders. es wäre müssig, die verschiedenen reaktionen der diversen gruppen mit ihren standpunkten kommentieren zu wollen. darum vielleicht mal ein ganz anderer ansatz, ein versuch aufzeigen zu wollen, wie „propaganda“ funktionieren kann. es ist die erweiterung der o.g. idee, unliebsame zeitgenossen im auge zu behalten und mehr noch, den versuch zu unternehmen „zu denken wie die“. bitte betrachten Sie die folgenden zeilen als versuch, krankhaftem denken (anderer) ver(w)irrter zu folgen – ein denkmodell, mehr nicht.

+-+-+ cut here +-+-+ cut here +-+-+ cut here +-+-+

Wenn, wie dem Anschein nach der Herr Geistliche klar machen will, nur „die paar Prozent“ Roma zu erwarten sind und heute schon für dieses seltsame Klima sorgen, in dem Bürger sich fürchten, mal ein Zitat aus dem Artikel oben und ein Rechenbeispiel dazu:

[…] Anteil der Roma an der Gesamtbevölkerung Rumäniens nur bei 2,5, in Bulgarien bei 4,7 und in Ungarn bei 2 Prozent […]

Ein paar Prozentchen hier, ein paar dort?

Das sind für Rumänien: 534.750, Bulgarien: 351.372 , Ungarn: 199.420 oder zusammen 1.085.542 Roma (einemillionenfünfundachtzigtausendfünfhundertzweiundvierig) flag_new_NNUnverantwortlich, wenn der opferbereiten Zivilbevölkerung hier vorgeGaukElt wird, es handele sich um eine Randerscheinung, um ein paar Menschen. So wie einst die Welle aus der ehemaligen DDR dafür gesorgt hat, aus einer starken Nation den Stiefelknecht des Kommerz zu machen, wird diese Flut das erledigen, was alle Feinde zuvor nicht vermochten… [blablabla… Ehre!… blablabla… Vaterland!… blablabla… Ruhm!!! blablabla + 40 minuten blablabla!]

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kurzer einwurf zum schluss:

„wenn alle, die wirtschaftlich schlechter gestellt sind, demnach ihre heimat verlassen würden, nur weil irgendwo grenzen fallen: wieso leben dann im osten der republik noch menschen???“

in dem sinne: Petri Heil!

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und musik ab…

 

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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