Mea culpa

Von der eigenverschuldeten Unfähigkeit des Proletariats, sich am eigenen Schopf aus dem fremdgemachten Morast zu ziehen

frozen motion / foto: parcelpanic

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romantisch betrachtet ist dieser boom von spitzenpolitikern, die Duisburg für was auch immer zu nutzen suchen vielleicht ein gutes zeichen.optimistisch eher ein grund sich darüber zu freuen, die stadt fände zumindest beachtung. welche auch immer. realistisch macht es nachdenklich, wenn erst der BundesGauck eine heile welt vermittelt und nun auch ein Sigmar Gabriel sich über das weit hinaus katapultiert, was man ein ziel nennen  könnte – wenn man müsste was er meint, wenn er die vorlage für diesen mehr als lesenswerten beitrag des geschätzten Herrn Dr. Werner Jurga liefert:

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xtranews.de:

Sigmar Gabriel in Duisburg: „Verwahrloste Köpfe und verwahrloste Seelen“

Am Freitag hatte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel Duisburg besucht. Es ging um den Zuzug der Armutsflüchtlinge aus Bulgarien und Rumänien und um dessen Folgen für die Kommunen. Gabriel sah sich in Bergheim das Hochhaus in den Peschen an und machte einen Spaziergang durch Hochfeld. In der Alten Feuerwache fand eine SPD-Fachkonferenz statt, an der neben einigen Revier-Oberbürgermeistern auch NRW-Innenminister Ralf Jäger und die Wahlkreisabgeordnete Bärbel Bas teilnahmen. […]

[…] Sagen wir also mal: ein anderer Aspekt. Ist bei mir hängengeblieben. Hat mich sogar, wenn Sie so wollen, richtiggehend geschockt. Nämlich dieser: der SPD-Vorsitzende wird zitiert mit dem Satz „Wenn Sie einen verwahrlosten Stadtteil haben, dann haben Sie auch verwahrloste Köpfe und verwahrloste Seelen bei den Menschen.“ Ja Junge! Da musste ich aber erst einmal tief Luft holen. Darf man das denn einfach so sagen?! Nur, weil man Sigmar Gabriel heißt? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch! Ich sehe das natürlich ganz genau so wie mein Parteivorsitzender. Ja selbstverständlich. Aber trotzdem! Das kann der doch nicht einfach so sagen. Es ist ja bekannt, auch mir bekannt, dass Sigmar Gabriel bisweilen so richtige Klöpper reinhaut. Aber so einen?! „Verwahrloste Köpfe und verwahrloste Seelen“ – verdammt starker Tobak! […]

… zum Artikel der Woche …

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ich verbeuge mich vor diesem werk… solche gedankem zu haben ist das eine. sie mit dieser welt zu teilen, in der man schnell schon dafür zur zielscheibe allerlei verwirrter und / oder unterbeschäftigter ohne eigens leben wird, eine ganz andere nummer. und ein ganz anderes thema…

Dr Werner Jurga greift ein thema auf, das vielleicht flüchtig betrachtet eher unscheinbar daher kommt. die politik sucht überall nach lösungen und fehlern, bei sich selbst nie. hier wird eine ungeheuerlich unterstellung ganz offen zum besten gegeben. als würde man es zwar bedauern, wenn sich die vermeindliche hexe nicht selbst aus dem käfig befreien konnte, in den man sie zum ertränken gesteckt hat und so eigentlich ihre unschuld bewiesen sei. tot, aber unschuld bewiesen? ein zweiter blick zeigt aber auch ein ordentliches mass an menschenverachtung in der aussage Gabriels. ich möchte noch einen schritt weiter gehen und es in die nähe der guten alten propaganda bringen.

Power / foto: parcelpanic

Power / foto: parcelpanic

anders gesagt: man muss nur dolle genug glauben und es wollen. klappt es nicht, könnte es auch am glauben gelegen haben, der wohl nicht gefestigt genug war? so wie bei dem trauerspiel neuanfang. es hat sich eine breite masse gefunden, die bereit war den fälligen abgang zu ermöglichen. aber u.a. die missachtung des wählerauftrag nach einem unabhängigen kandidatenaber erlaubte es das kein viertel der wahlberechtigten, die dem neuen seine stimme geben damit dem eigentlichen ziel noch die grube schaufelt. da ist es ein leichtes die lemminge noch mit zynismus zu überziehen – es ist wie eine art strukturwandel des zeitgeist, der wir staunend beiwohnen…

in dem sinne: Glück Auf!

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p.s.: die Uni Duisburg -Essen hat jüngst festgestellt, immer weniger jüngere würden sich einen neuwagen kaufen und eher auf gebrauchte KFZ zurück greifen. das es mit weniger zur verfügung stehenden finanzielle ressourcen einer breiten menge zusammen hängen könne, die sich heute schon nicht mehr die pflegeplätze ihrer eltern leisten könne oder garnicht erst am ersten arbeitsmarkt teilnehmen kann? achwo. wo denken Sie hin. die begründung des trends sieht man darin, das auto sei nicht mehr das statussymbol. ja, nee, iss klar… weil man es nicht mit in die disse nehmen kann, wie die mobilen highendshowkommunikationsgeräte…

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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