„ProblemPresse“

Duisburg geht um die Welt…

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DieWelt:

Duisburgs Wutbürger fordern Umsiedlung der Roma

Volle Windeln, Lärm und Kriminalität: Mitten im bürgerlichen Duisburg-Rheinhausen steht ein Haus, in dem überwiegend Armutsflüchtlinge aus Rumänien und Bulgarien leben. Erste Nachbarn ziehen weg.

Dieses Wohnhaus wird in Duisburg zum Streitthema
Dieses Wohnhaus wird in Duisburg zum Streitthema / Foto: dpa
 

Um das Wohlstandsgefälle Europas zu sehen, muss man in Duisburg-Rheinhausen nur über die Straße „In den Peschen“ gehen: Auf der einen Seite sorgfältig gepflegte Reihenhäuser aus den 70er und 80er Jahren, auf der anderen Seite das „Problemhaus“, wie es an Duisburger Stammtischen heißt. In einem achtstöckigen Backstein-Mietshauskomplex mitten in dem bürgerlichen Viertel Rheinhausen-Bergheim leben dicht zusammengepfercht geschätzte 600 Armutsflüchtlinge aus RuDer Duisburger Sozialarbeiter Rolf Karling (rechts) will Vertrauen zu den Bewohnern aufbauenmänien und Bulgarien – viele sind Roma. […]

Häuser mit Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien gibt es seit dem EU-Beitritt der beiden Länder 2007 in vielen deutschen Großstädten. Die Menschen genießen Freizügigkeit. Ihr Aufenthalt ist legal, offiziell arbeiten dürfen sie allerdings erst ab 2014. So bleiben ihnen Tagelöhnerjobs in der rechtlichen Grauzone und selbstständiges Kleingewerbe etwa als Metallsammler – und manche weichen in die Illegalität aus. […]

… zum Artikel …

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Klasse, mal wieder alles richtig gemacht!

es bleibt einem nicht viel anderes übrig, als erfurchtsvoll und in tiefer demut sein haupt zu neigen – um augenmass zu nehmen, die tischkante möglichst effektiv zu treffen, wenn man anschliessend den kopf auf die platte knallen will…

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Seilschaften / foto: parcelpanic

nein wirklich, das hat doch gut geklappt? zumindest solange man nicht sicher sein kann, welches ergebnis erzielt werden sollte. oder anders gesagt: dafür das man die hände im schoss hält, quasi in einer art beamtenmikado („wer sich zuerst bewegt, verliert!“) erstarrt ist, wie das kaninchen im angesicht der schlange, ist hier doch eine beachtliche aussenwirkung zu verzeichnen! und unter uns nonnenschwestern: besser schlechte werbung, als keine? dazu kostet sie fast nichts! aber das sieht wieder keiner, die massiven einsparungen an der stelle. für solche strategien wie „wie man aus nichtstun den grösstmöglichen nutzen ziehen kann“ müssen dringend noch stellen geschaffen werden. allein was das an öffentlichkeitsarbeit einspart!

von dem geld gehts dann auf kreuzfahrt…

Duisburg zelebriert hier endlich mal die annäherung an die begrifflichkeit des „sparen“. nicht dieses „kauf irgendeinen ramsch, krieg was anderes unsinniges dazu und spar dabei noch!“. das wäre weniger ausgeben, was noch lange kein sparen ist. sparen im ursprünglichen sinne ist eher der €uro auf der hohen kante, das kleingeldgrab aka sparschwein oder die goldbarren im keller. wenn man aber wie Duisburg keine taler hat, kann man keins ausgeben, sollte man meinen und eigentlich sowieso nichts sparen. stimmt nicht ganz, so ist das beim SteuerMichel, dem SteuergeldFüllhornbeschicker. Duisburg als Stadt kann das und legt auf die gut 2,1 milliarden €uro jedes jahr ca. 120.000.000 € oben drauf. um aber auch jedes jahr irgendwie darauf zu kommen, man käme mit den paar peanuts lange nicht hin. uSchuldenJengand da wären noch die millionengräber der Leuchttürme, der wachsende wasserkopf immer neuer vorturner Geschäftsführer, da gilt es schon die schulden von morgen unterbringen zu wollen, SchuldenJenga könnte man sagen. auch eine art von schneebalsystem geldkreislauf? man weiss es nicht…

aber, und hier schlagen wir den bogen zurück (linker schwinger, kurze rippen) und kommen wieder zum sparen. mit quasi einer luftbuchung als nullrunde spart man sich in Duisburg nicht nur die nötigen mittel, um sich „des problemchens“ anzunehmen, weit gefehlt! man schenkt sich augenscheinlich auch jegliche bemühungen in der richtung überhaupt etwas zu unternehmen. damit könnte man ein stückchen näher an den menschheitstraum des perpetuum mobile gekommen sein, was sicher nicht einmal beabsichtigt war, wenn ich diese böswillige unterstellung mal gleich entkräften darf…

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Fehlt noch im Schilderwald / montage: parcelpanic

es ist nicht die/der DuisBürger/In, die hier gefahr laufen, sich die geschichte wiederholen zu lassen. die deutschlandweit ausgerufene „Demo“ der braunen brut in der unglaublichen mannstärke von ca 25 ver(w)irrten, u.a. gegen einen dort nicht einmal stattfindenen asylmissbrauch (das sind €uropäer) und die zehnfache gegendemonstrantenschaft hat gezeigt, Duisburg sei immer noch zu bunt für braun. was nur heisst, den ersten brandkörper, sprengsatz oder weiss-der-geier-was zündet vermutlich jemand von ausserhalb. einfach, weil sich die bühne dafür eben bietet?

und wo wir bei bühne sind. einer der wenigen, die überhaupt etwas in sachen „problemchen“ machen, zieht dieser artikel auch mal wieder an licht. gewollt oder nicht? danach fragt meist nur, wer selbst lieber im halbdunkel werkelt und anderen die sonne nicht gönnt. man kann ja über Rolf Karling denken, was man mag. man muss ihn nicht mögen, aber auch nicht ständig zu denunzieren versuchen – schon garnicht, wenn man selbst so rein nichts, narda, njente macht. ausser pöbeln eben.

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Alarmanlage / foto: parcelpanic

Rolf Karling ist sicher nicht eben der typ „schwiegermutters liebling“ oder jemand, dem man das familiensilber gerne überlässt – aber: er tut was. und selbst wenn er dabei „fehler“ machen sollte: er tut was. nur die, deren hände sicher im schoss liegen sind davor gefeit. selbst die, welche im glauben ArgumentationsAktivistentum sei ja auch „was tun“ und man könne sich (notfalls mittels diverser nicks) die weste sauber halten: nonsens. jeder schritt ist auch die gefahr sich angreifbar zu machen. besonders für unterforderte kein-eigenes-leben-haber…

es ist längst nicht das problem anderer. es betrifft im besonderen jene städte wie Dortmund und Duisburg und ihren einwohnern, die dem Strukturwandel nicht folgen konnten. so, wie sich die struktur wandelt, passt die bevölkerung da irgendwannn nicht mehr hinein. auf den reissbrettern der „Monsterplan“-macher lag vielleicht auch keine schablone rum, durch die man die menschen und ihre arbeitsplätze hätte pressen können. so steht die scheidende mittelschicht in den altlasten ihres vergangenen schaffens und sieht zu, wie der stadt zu, wie sie etwas zu werden versucht, was sie nicht sein kann. längst den glauben an die politik des malochers verloren, auf der suche nach dem schuldigen dafür.

und die politik? sie schaut zu, wie gehabt…

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themengerechte musik: Metallica meets Balkan

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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