Duisburger Zahlen

Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst verfälscht hast…

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DerWesten:

Ex-Hallen-Chef:FOC-Investor hantiert mit falschen Zahlen

23.03.2013 | 00:23 Uhr Der ehemalige Leiter der Rhein-Ruhr-Halle in Hamborn, Karl-Heinz Hasenbrink, hat sich mit Blick auf die jüngste Berichterstattung der NRZ zum geplanten Factory Outlet Center (FOC) mit einem Hilferuf an Oberbürgermeister Sören Link gewendet. […]

[…] Sevenheck sagt, die Rhein-Ruhr-Halle hätte starke Stoßverkehre von bis zu 5000 Auto auf einen Schlag zu verkraften gehabt. Dem hält der erfahrene Hallengeschäftsführer entgegen, dass die Zahl 5000 schlichtweg Unfug sei, die Halle hatte 700 Parkplätze. „Und wenn 700 Autos gekommen waren, musste ich immer die Polizei dazu holen, wegen des Durcheinanders des Verkehrs.“ […]

… zum Artikel …

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appelbirnen

äpfel und birnen vergleichen?

eines der ersten „argumente“, die recht schnell bei der hand sind, geht es um verkehrsaufkommen: man könne den verkehr zu veranstaltungen der RheinRuhrHalle und den eines FOC nicht vergleichen.

stimmt das?

das wird sich zeigen müssen, aber um die 700 parkplätze einer veranstaltung vergleichbar füllen zu wollen, bedarf es nicht mehr, als morgens die mitarbeiter, lieferanten und die ersten kunden (die schon an der tür rütteln, wenn nur licht brennt) aufeinander treffen zu lassen. foc_umfeldalleine der strom an besuchern genügt eigentlich. der Investor selbst hat mal eine zahl von erwarteten 2,7 millionen besuchern pro jahr genannt. rechnet man ganz blauäugig mit mindestens den 3,6 mio besuchern, die das kaufkraftschwächere FOC Roermond jährlich anlockt, ist man mit gut 11.000 zu erwartenden kaufwilligen täglich dabei. geteilt durch die stunden, an denen der rubel €uro rollen kann… da ist man stündlich bei deutlich mehr als den 700 bewegungen – und dem verkehrschaos früherer zeiten zu einer veranstaltung, gelegentlich. das käme dann stündlich…

sicher findet man bei 2.000 parkplätzen (erste ausbaustufe, später 2.500) auch eins für sich, viel schwieriger dürfte es aber sein, dort erst einmal hin zu gelangen? schon heute gelten die strassen im umfeld als übermässig belastet. so heisst es im sog. Scopingbericht dazu:

[…] In vielen Teilbereichen des Plangebiets erreichen die verkehrsbezogenen Immissionspegel bereits vor Umsetzung der Planung die Auslöseschwellen zur Lärmaktionsplanung und damit die Grenze zur gesundheitlichen Gefährdung. […]

und das wohlgemerkt ohne die zusätzlichen bis zu 11.000 besucher, mitarbeiter, lieferanten und versorgungsfahrten des geplanten FOC! man spricht da wohl gerne von „Lastraum“, wenn man eine gegend beschreiben will, die dank der gelebten mobilität nicht mehr wirklich unter den begriff „Lebensraum“ fallen kann?

um mal ebenso unbedarft scheinend einen abschluss zu finden:

da kann man ja nur froh sein, wenn man da nicht irgendwo noch wohnt. vielleicht noch in einer intakten gemeinschaft, in einer arbeitersiedlung etwa…smilie_wut_027

 

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Über parcelpanic

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