BITTE DER FAMILIEN DER LOVEPARADE-OPFER

Anmerkung parcelpanic: Eine Reaktion seitens der Staatsanwaltschaft liegt bereits vor…

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AN DIE STAATSANWALTSCHAFT IN DUISBURG

Gestern vor 31 Monaten: Ihre Kinder wollten feiern. Sie kamen nie wieder nach Hause. Wer ist dafür verantwortlich? Warum ist dies alles passiert? Der Ermittlungsstand ist unbekannt. Für alle 21 Hinterbliebenen-Familien ein absolut unerträglicher Dauerzustand, der sich jetzt in dieser offenen Bitte an die Duisburger Staatsanwaltschaft formuliert.

Bild: Dirk Schales // BI Gegen das Vergessen LoPa 2010 (CC BY-NC-SA 2.0)

 

Wir, die Familien der bei der Loveparade 2010 Verstorbenen, wollen unsere steigende Ungeduld und unsere Sorge aufgrund der langen Verfahrensdauer und der Undurchsichtigkeit der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Duisburg zum Ausdruck bringen.

      Es ist uns bewusst, dass dieses Ermittlungsverfahren vielschichtig und schwierig ist. Aber unserer Meinung nach, sollten zweieinhalb Jahre ausreichen, um sie mit der nötigen Gewissheit abzuschließen, insbesondere wenn scheinbar mehrere Dutzend Beamte an den Ermittlungen beteiligt sind. Wir haben die Befürchtung, dass die Justiz, wenn sie so langsam arbeitet, am Ende zu einem ungerechten Ergebnis führt und darüber hinaus das Vertrauen derer verliert, die von ihr abhängig sind.

Davon abgesehen hat die Staatsanwaltschaft in diesen zweieinhalb Jahren nicht die geringsten Angaben über den Stand der Ermittlungen und deren Ergebnisse gemacht. Dieser Umstand und die Tatsache, dass unsere Anwälte an der Untersuchung nicht beteiligt werden, lassen uns in absoluter Ungewissheit über das Geschehen und verursachen ein Gefühl der Wehrlosigkeit.

Aus all diesen Gründen bitten wir darum, dass uns die Staatsanwaltschaft von Duisburg die gleiche Information zur Verfügung stellt wie den Verteidigern der Beschuldigten, da es für uns extrem wichtig ist zu wissen, was mit unseren Töchtern und Söhnen passiert ist. Und wir bitten darum, deshalb die laufenden Ermittlungen derart zu beschleunigen, dass sie vor dem nächsten 24. Juli (dem dritten Jahrestag unserer gemeinsamen Tragödie) abgeschlossen und somit das Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen eröffnet werden kann. Der Prozess darf nicht länger verzögert werden.

Duisburg, 23. Februar 2013

Quelle: Atase.de

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