MäuseKino

Klein, billig und schnell langweilig

Heute im Programm: „Die Story, die nie eine war“
Deutsches LowBudget Programmkino, 2013

haben Sie mitbekommen, wie schrecklich aufgeregt alle waren, als bekannt wurde, an der (provisorische) Gedenkstätte täte sich etwas? genauer, dort würde „abgeräumt“. keiner wusste, dass es geschehen würde, aber die meisten scheinen aus ihrem unwissen den schluss zu folgern, es könne schon deswegen nicht richtig sein und ob das alles so rechtens wäre?

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Blick aus dem „Häuschen“ / foto: parcelpanic

besonders solche menschen kann man beruhigen. im gegenteil, das ist sogar mehr als „gerecht“! man kann es auch so sehen: eine unrechtmässig besetzte fläche wurde dem eigentümer quasi wieder zur verfügung gestellt. fast so, wie man sie sich seinerzeit „aneignete“. und einen moment die luft zum versorgen der lungen und der sauerstoffanreicherung im blut tun und nicht nur schall erzeugen. warum machen die das wohl? eine idee könnte sein, damit dort die arbeiten zur ständigen Gedenkstätte beginnen können und die bagger da nicht alles unterpflügen? es handelt sich eben nicht um die beliebige deko irgendwelcher gelangweilter berufsbetroffener, sondern in der mehrzahl um persönliche stücke von Hinterbliebenen, Freunden oder Betroffenen – emotional besetzte unikate, die man nicht mal eben selbst neu schnitzt?

diese oft böswillig als nur nach persönlichem gusto gestaltet bezeichnete fläche soll nun heiliger boden sein, den man „schändet“? und weil ein paar leutchen, die auch „nur“ begleiten nicht persönlich angesprochen waren, soll das? vielleicht ist das jenes recht der Hinterbliebenen und Betroffenen auf diskretion, welches man z.t. selbst predigt?

ich frage mich, ob diese leute bei einer räumung durch „Baustellen Kurt“ nicht auch dem mob gleich, möglichst prolemisch und lautstark ihre „meinung“ kund getan hätten?

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Inschrift am „Häuschen“ / foto: parcelpanic

recht hatter! hätter schon lange tun sollen! ole ole!“  – oder sowas in der art. ja, dieser ausgeprägte gerechtigkeitssinn der halbwissenden, ohne die man wohlmöglich an etwas nicht noch ein haar in der suppe fände. und dann?

so aber kann man sich einfach zu dem gesindel stellen, dessen berufung es zu sein scheint auf den haufen einzudreschen, der zwar keine anerkennung haben soll – aber lösungen mitgestaltet! es ist aber auch soviel einfacher etwas schlecht zu finden, was andere machen, die wenigsten was machen, als selbst irgend etwas zu machen. damit andere kommen können, zum rumnörgeln… aber bitte, bevor „die“ auf der strasse rumlungern? und im TV sind auch nur die nachbarn…

den vogel aber hat ein besonders gut geführtes presseorgan abgeschossen. statt einfach was durchzureichen, wofür man seinen ruf hinreichend verdient hat… aber nein, der herr generaldirektor greifen selbst zu den tasten! ein glanzstück und eine referenzarbeit, da hat man wirklich das gefühl, da hat einer alles gegeben und den gegebenen fähigkeiten entsprechend wenigstens schon mal selbst geschmiert… ein anfang. beim nächsten mal fragt man dann erst mal leute die was wissen. wenn man solche kennt… dafür gibt es dann auch ein FleißBienchen →fleissbienchen

Droehnstau ↑ das  soll doch Satire sein … oder?

sehr schön, der herr CEO fragen bei sich selbst nach… und gefallen tuts ihm auch. so oder so ähnlich stell ich mir das in der „redaktion“ vor, wenn dort „gearbeitet“ wird. die recchte hand weiss nicht, wo die linke just fummelt. aber anscheinend zusammen mit einer oder mehrerer der diversen sich selbst kommentierenden nicks. und was man unterm tisch hervorholt, hält man für eine nachricht…

so wie alles, was irgendwer am telefon daher faselt? wer weiss, am ende war es Stan. oder Travis? etwas, was man wahrscheinlich selbst nicht mehr so genau weiss… genauso wenig, warum man nicht wie jeder, der sowas wie eine im-kreis-gucker-tratsche betreibt und einen echten skandal (ausser dem eigentor da) gewitterte hätte, dorthin gefahren ist, zur meldung quasi. sowas machen Journalisten manchmal. die meisten trauen sich das sogar…

wenn man da seinen ansprüchen (besonders an andere) selbst gerecht werden wollte, hätte man mal den namensvetter des auf der RD so hochgelobten und zum einzig legetimen Verein überhaupt mal angerufen und den Onkel da mal gefragt. ist aber vielleicht auch ein bischen zu viel verlangt, wenn man diese arbeit beim fratzenbuch erledigen lassen kann. und so redaktionell wertvoll! sowas nennt man glaube ich … ähm …. Punktlandung?

das kann so manche schülerzeitung sauberer recherchieren…

p.s.: jetzt bloss auf die finger beissen. wenn sich ein trottel findet, der auf den dumpfsinn reagiert, ist ihm wieder nicht mehr langweilig. einfach so tun, als habe man nix gesehen und weiter schlendern. wer sich drauf einlässt, … alles irgendwie schon gehabt. ja-scha.de, ich komme doch nicht mehr drauf, wo diese nummer dazu führte, dass jemand erst betont forsch an der tastatur war und dann kleinlaut an der tür…

und andererseits: da bekommt jemand den eindruck, da würde etwas getan, was nicht sein soll und man informiert nicht die Polizei, den Staatsschutz, etc. ?

nennt man sowas auch beihilfe?

 

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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