Auf dann…

„Alles verändert sich, aber dahinter ruht ein Ewiges.“

– Johann Wolfgang von Goethe –

ich möchte mich von der schwindenden (provisorischen) Gedenkstätte auf meine eigene weise verabschieden. der ort wird ein weiteres mal nicht mehr der ort sein, der er mal war, seit ihn die Monsterpläne zur Duisburger Freiheit seinem Dornröschenschlaf entreissen wollten und den boden mit dem Schallerschen Wanderzirkus verbrannten und was mal die Loveparade gewesen war gleich mit…

in der zeit der ersten kerzen an den absperrungen und entlang der Karl Lehr Strasse noch vor der öffnung der Unterführungsanlage, dem folgenden kerzenmeer vor den (anfangs noch mit sicherheitsdienst bewachten) hohen bauzäunen an der gedachten bürgersteiggrenze zu einer provisorischen Gedenkstätte, für jederman zugänglich und dem, was in naher zukunft vergangenheit sein wird und dessen schicksal mit dem beginn eben auch seine eigene vergänglichkeit war, sind ein paar aufnahmen entstanden, immer mal wieder. ein paar bleiben einem besonders „haften“, meist aus der situation heraus. so auch bei diesem.

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Stille Begleiter – Mai 2012 / foto: parcelpanic

diesen schnappschuss möchte ich all denen widmen, die sich mehr oder weniger, in der ersten reihe oder etwas weiter hinten, mit lauten worten oder stillen taten, seit dem ersten tag oder erst auf der ziellinie eingesetzt haben. und zwar dafür… für eine würdige Gedenkstätte am ort des geschehens.

wie diese Gedenkstätte am 24.07.2013, dem dritten Jahrestag im detail aussehen wird, so Kurt Krieger halten kann, was er sich vorgenommen hat? ich hätte nie geglaubt, sowas mal selbst in die tastatur zu hämmern. aber am besten machen die Angehörigen und Betroffenen, die das errungene ergebnis vorangetrieben haben es, wie der letzte erfolgreiche schritt auch funktioniert hat. also leise, still und heimlich. am besten „richtig“ heimlich. diese diskussionen, wie man sie derzeit wieder erleben kann, aber nicht muss- sie kommen hinterher, sowieso und unvermeidlich. dann ist auch früh noch genug…

die idealvorstellung abseits aller gegebenheiten wäre der erhalt der kompletten Rampe und der näheren umgebung in rekonstruktion kurz vor der tragödie gewesen. neben einem teil des Gedenkens hätte sich hinter einer gedachten linie des „Häuschens“ eine art dokumentationszentrum sicher auch gut dort gemacht.

aber: es ist wie es ist. unbeabsichtigt wird es vielleicht vermitteln, wie drangvoll enge auch ohne tausende anderer menschen wirken kann?

eben, … man weiss es nicht?

 

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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