Sonntagsmärchen – Der Schwolf und die drei Feinchen

Und nun liebe Betrachter/Innen, gebt fein Acht, KarussellBremser hat Euch etwas mitgebracht

nachts, wenn sogar im WWWald das blätterrascheln langsam nachlässt, es still wird und einem nicht ständig ein virtuellen einkaufswagen zielsicher in die hacken fährt, wenn auch den einzige-wahrheitsbesitzern und sowieso-alles-besser-könnern der akku leerläuft und der letzte aufmerksamkeitstäter sich langsam selbst trollt, dann erzählen sich die alten netzwerke die längst vergessen geglaubten geschichten…

wählerherde 2.0 - der stallgeruch zählt nichts...

wählerherde 2.0 – der stallgeruch zählt nichts…

Der Schwolf und die drei Feinchen

… es waren einmal drei kleine feinchen. ihre namen waren One Sim, Tinaa und Kird. diese lebten einträchtig am rande eines dorfes, nahe einem recht düsteren, gruseligen WWWald. jeden tag gingen sie ins dorf, wo sie handel trieben und nützliche dinge tauschten. abends aber kehrten sie in ihre hütten am rande des dorfes zurück, in denen sie gerne lebten.

in den WWWald aber hatten sie sich noch nicht getraut. man sagt, bisher wäre jeder, der die gutgemeinten ratschläge, sich von dort fernzuhalten in den wind schlug, nicht oder nicht heil zurück gekehrt. wenn dem wagemutigen das schicksal gnädig war, kam man keine drei schritte ins unterholz und wurde schnell von der blutrünstigen menge auf der dunklen seite in stücke gerissen. aber wehe dem, wenn den untoten kraftmeiern langweilig war, was nicht selten vorkam, solange länger keiner (lebensun-) mutig genug war. in grösster not steckten die bösen mächte auch mal solche, die selbst der dunklen macht zu blöd waren in die leere hülle eines wolftieres, welches mit lammfellimitat bewusst notdürftig verdeckt war, hefteten einem presseausweis daran und stiessen es aus dem wald zurück in die reale welt.

während das thumbe stück nicht mal ein echtes schaf im wolfspelz war, im spiegel aber das anlitz der königin der wölfe zu erblicken glaubte, krümmten sich beide welten. so wurde aus der scheibe eine kugel, was aber eine ganz andere geschichte für einen ganz anderen post ist…

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Am WWWald / foto: parcelpanic

jedes der feinchen hatte eher zufällig hier sein quartier bezogen, bewusst aber ausserhalb des mittelpunkt, wo allerlei fabelwesen einen zwar vortrefflich unterhielten, aber ausser den grossen zeigern und den augen der stauenenden betrachtern keine eigenaktion gefragt war. schön anzusehen, aber ohne rechten nutzen. wenn die drei feinchen aus ihren haustürchen blickten, schauten sie auf die friedliche welt ihrer selbst, in der tugenden wie ehrlichkeit, tapferkeit und konsequenz nicht nur worthülsen bildeten, die mit einer treibladung versehen zu geschossen werden konnten. ganz anders, wenn sie um das haus herum, durch den garten zum dunklen wald gingen, wo manchmal recht räudige schwölfe richtung aus dem WWWald geschubst richtung des dorfes schlichen. im finsteren gehölz, wo man vor bäumen manchmal kaum den gruseligen forst sehen konnte, lebte neben allerlei Märchengestalten und auch ein alter, greisgrämiger wolf – Nürjeg genannt. man konnte sehen, er hätte mehr harte winter erlebt, als gute sommer.

nicht_lustig_nahrungskette

Bild: nichtlustig.de

manchmal, wenn ihn die sehnsucht übermannte, schlich sich der wolf aus dem finsteren WWWald nahe an die häuser der drei feinchen und blickte neidvoll auf ihr leben im licht. im stillen wünschte er sich, sein zu können wie sie, mit seinem alten, fleckigen fell auch seine boshaftigkeit ablegen zu können und auch mal nicht nur und ausschliesslich an sich zu denken. mit trüben blick konnte Nürjeg sich nicht sattsehen. so nah und doch so fern!

die feinchen halfen einander, ohne zu fragen, was sie dann dafür bekämen, achteten aufeinander und hatten selten ein böses wort für einander. wenn diese aber wieder einmal für sich oder andere überlegten, wie man etwas gerechter, besser oder auch nur einfacher machen konnte,  das erzürnte den alten Meister Isegrim. Nürjeg konnte es nicht ertragen, wenn jemand etwas gutes tat und er überlegte tag ein, tag aus (und manchmal auch die ganze nacht), wie er es anstellen könnte, damit die feinchen aus dem dorf vertrieben würden.

auf der suche nach lack... / foto: parcelpanic

lack-fetisch-ist / foto: parcelpanic

alles bemühen, den anderen dort und allen anderen ortschaften (die es ebensowenig interessierte) eine eigene mixtur aus seltsamer realitätswahrnehmung und bewusster tatsachenverdrehung als skandalös, sensationell und wahrheitsliebend zum besten zu geben, vergebens.

zwar konnte der wolf Nürjeg sich nicht die sachen selbst aus dem schrank nehmen – ihm war nicht einmal klar, wie die felle dreckig aus dem bad wieder sauber in den schrank kamen – auch hätte sein fell vermutlich die räudigkeit offenbart, die ihm inne wohnte, müsste er es selbst pflegen, trotzdem… !

in seiner kleinen böse wolfwelt konnte er ganz anders sein, wenn man ihn nur liesse. die drei hütten von den feinchen, pah! da wäre Nürjeg kaum aus der puste und würde noch einmal tief luftholend Nöres Klin seine trutzburg anvisieren! eines tages! aber sowas von!!!

so aber richtet mutter wolf ihm den pelz, bevor sie ihn zum spielen smilie_winkhinaus liess, erinnerte ihn an seine ungepflegten krallen oder wenn er nach dem beinchen heben mal wieder in die eigene pfütze getreten war…

und die moral von der geschicht?

gibbet nicht!  (-;

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Über parcelpanic

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