Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

(Danke Jörn!)

bei der diskussion um die kommende (ständige) Gedenkstätte an der Karl Lehr Straße wird oft die frage aufgeworfen, was ein meter mehr oder weniger für auswirkungen habe. die, bei denen wirklich nichts angekommen ist, sind pietätslos genug, ein selten dämliches argument anzuführen: „man trauert ja nicht mit dem zollstock!

wenn schon falsch, dann bitte richtig: es heisst „Gliedermaßstab“

GS_JT_01für alle anderen ein erklärungsversuch: wenn man als beispiel nur die grundfläche nimmt und die räumliche wirkung der mauern erst vernachlässigt, sind 10m mal 10m ebenso 100qm, wie 50m mal 2m. wenn die grundfläche auch identisch ist, die nutzungsmöglichkeiten sind bei dem ersteren eher grösser.

wenn man beginnt, diese grundrisse zu ummauern, wird man ebenfalls beim ersten zu einem angenehmer empfunden grössenverhältnis gelangen. auch und erst recht, wenn die mauern über 6,20m hoch werden. es nutzt wenig, den schlauch in die länge zu ziehen, an der beengten perspektive ändert es fast nichts…

für den interessierten Visitor, wie der besucher neudeutsch in Duisburg heisst, kommt es vielleicht auf die proportionen nicht so sehr an. sicher wird eine über 6,20m hohe mauer im abstand von eben mal 7m (+ X ) schon nicht eben für wohlbehagen sorgen. GS_JT_02wer an dem ort um sein leben gekämpft hat, wird in solchen enge unnötig hart mit der vergangenheit konfrontiert, schon ohne das dort weitere menschen sind. ein besuch zum Jahrestag, an dem die vergangenen Jahre tausende diesen ort aufsuchten – undenkbar?

einer der Menschen, die einen solchen hintergrund haben und sich für eine würdige Gedenkstätte im sinne der Hinterbliebenen und Betroffenen stark macht, hat dazu in fleissarbeit einige ansichten skizziert.

diese sprechen für sich…

Nachtrag – 25.01.2013 / 23:20 Uhr

weitere Bilder [HIER]:

GS_JT_03

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4 Antworten zu Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

  1. Simone Semmel schreibt:

    Mein vollster Respekt für das, was Jörn und seine Crew da im SecondLife nachgestalten. Toll!

  2. Lothar Evers schreibt:

    Wobei es mir so vorkommt als arbeite „Second Life“ grundsätzlich mit eine Weitwinkelperspektive. Jedenfalls finde ich es vor Ort deutlich beengter als auf diesen Bildern.

  3. marioernst schreibt:

    Es wäre auch ein WUNDER, wenn Lothar 1 x etwas lobt oder gar gut finden würde

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