Alles, Nichts, … Oder?

Ein Versuch die Hoffnung wiederzubeleben?

die heutige Ratssitzung erschien im gegensatz zu vergangen eher gemächlich. zwar weitete sich der katalog der Tagesordnungspunkte noch ein wenig, am ende auf 23. im vergleich zu den weit über 118 TOPs des letzten sitzungsmarathon zur Stollensitzung aber eher überschaulich. so wurde aus dem headbanging tempo beim abnicken  ein eher gemächliches ausschwingen eines Wackeldackels auf der Heckablage.

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Rathaus Duisburg / foto: parcelpanic

diese netten zusammenkünfte in unser aller Rathaus ist mehr als nur ein pflichtprogramm. es bietet immer wieder auch die gelegenheit menschen und meinungen zu begegnen. oft ergeben dabei bereits gewonnene erkenntnisse im licht neuer sichtweisen weiterer beteiligter ganz nebenbei ein ganz anderes schattenspiel. apropos schattenspiel und nebenbei: es wurde auch ein neuer Stadtdirektor ins amt berufen. der, vom tempo seiner eigenen wahl überrascht, äusserte auf dem rückweg in den Ratssaal: „Das ging aber schnell!“ man möchte antworten: „ja, lieber Herr Stadtdirektor Reinhold Spaniel, einige dinge gehen in Duisburg wirklich ungewöhnlich schnell. Sie sagen es und es wundert nicht nur Sie…“

ich unterstelle, der/die geneigte Betrachter/Inn interessiert sich derzeit weniger dafür, wer z.b. das pöstchen des neuen obersten Müllkutschers der Stadt Duisburg „ausprobiert“.  die meisten werden hier mehr oder minder wegen einem bestimmten TOP eingekehrt sein. dem, bei dem der eben erwähnte auch eine rolle spielte… mittlerweile haben diverse „echte“ medien ihren artikel draussen, die Lokalzeit ist gelaufen. damit ist auch bekannt, was als ergebnis der (von weniger als erwartet live beobachteten) abstimmung gelten darf.

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Noch Plätze frei / foto: parcelpanic

 eine resolution, die verabschiedet wurde ist nicht mehr als eine willenserklärung, die (auch mit leben gefüllt) dem Rat vor mehr als zwei jahren schon gut zu gesicht gestanden hätte – oder noch. jetzt, quasi viertel nach zehn vor, wirkt sie kaum mehr glaubwürdig als der erklärte wille zur rückhaltlosen aufklärung… eine nebelkerze, irgendwo im Londoner herbstwaschsalonwetter. dabei hätte es ein funken hoffnung sein können! solange der aber keinen zunder findet, wird er schneller erlöschen, als das es gebraucht hat, den zu erzeugen…

fakt ist: der Stadt bleibt nun keine rechtliche handhabe. Kurt Krieger kann seinen plänen entsprechend seine Möbelbuden aus dem boden (seinem) stampfen. und – seine (?) Gedenkstätte ohne weitere gespräche verwirklichen. und, was wichtig erscheint, sein bäumchen pflanzen, wo er will… es könnte ihm dabei gehen, wie den anderen, die schon in der sandkiste nicht abgeben konnten. man weiss es nicht… und nur um es kurz anmerken zu wollen. dahin, wo der OB Link nun steht, mit dem rücken an der wand und einen abgrund vor füssen (oder andersherum), hat u.a. auch ER sich bugsiert. und damit alle anderen…

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(provisorische) Gedenkstätte Juli 2011 / foto: parcelpanic

wenn sich zwei (oder mehr) verhandlungsparteien aus eigenen stücken nicht auf einen gemeinsamen nenner einigen können, macht es sinn, eine moderation hinzu zunehmen, bestenfalls sogar eine geeignete. mit der betrachtung der entwicklung und den sich langsam ans tageslicht bahnenden informationen könnte sich auch die frage aufdrängen, ob hier vielleicht auf die falschen pferde gesetzt wurde. sicher kann man weder der Notfallseelsorge noch Sören Link unterstellen, dieses ergebnis läge im bereich dessen, was sie zu erreichen hofften. etwas gut meinen und gut machen sind zwei völlig unterschiedliche paar schuhe. erst recht, wenn der moderator vielleicht aus nachvollziehbaren gründen in seiner konsensgestaltung nicht eben unabhängig ist.

ein wenig tragischer erscheint mittlerweile der hemdsärmelige „Baustellen Kurt“, der MöbelMogul mit dem willen zum gewinnen. das scheitern der verhandlungen nur in seinem abgang anfang Januar zu sehen wird selbst ihm und seinem den möglichkeiten entsprechenden mitgefühl nicht ganz gerecht. wie für alle anderen, die nicht die möglichkeit hatten das desaster des 24.10.2010 mit den erschütternden konsequenzen zu verhindern, kann man hier davon ausgehen, er sei unbeteiligt und in jedem fall das erste mal in dieser situation. für ein handbuch zu einem solchen szenario gehört eine erfahrung, die keiner braucht. von dem panischen verkehrsforscher mal abgesehen…

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Kurt Krieger und Gefolge – 04.07.2012 / foto: parcelpanic

so „versöhnliche“ worte für Herrn Kurt Krieger – hier? ja. und das nicht, weil wir in seinem schicken BMW durch die nacht gebraust sind, ich nun ein penthouse an der Spree nutzen kann oder einen „beratervertrag“ aufgedrängt bekommen hätte für dererlei weichgespültes. anders als bei diversen motorischen regionalknaller-journa… dingenskirchen steht hier auf der Trash-BlogHütte kein wetterfähnchen auf dem dach, das sich der zentrifugalkraft hingibt – im glauben, die welt würde sich um sie drehen. aber wir schweifen ab.

wer sich mit dem, was Herr Krieger bisher so auf die beine gestellt hat, ein wenig beschäftigt, kommt sicher auch an einen punkt, wo die ungeteilte begeisterung für einen, der vorgeblich den wohlstand in die stadt bringt schon am scheideweg ankommt. es ändert nichts daran, wenn man feststellen muss, einem der gerne auch mit harten bandagen kämpft sei, vielleicht sogar nicht eben auf die feine herren art, versucht worden der schwarze peter zuzuschieben. keine ahnung wo der weitere herkommt, wenn er schon zweie auf der hand hat… fragen Sie doch bitte da nach, wo gemischt wird.

womit wir ja fast schon wieder beim thema sind?

diese, nennen wir es lieber bis dato moderationen als verhandlungen, sollten ein ende finden. schnell. um platz zu machen für konstruktive und einvernehmliche gespräche zwischen Herrn Krieger und Opfern und Betroffenen. die bisherigen stille-post-taktik über dritte scheint sich nicht sonderlich bewährt zu haben. schon garnicht, wenn einen das gefühl beschleicht, es könne da mehr als ein und nur kleines sender-empfängerproblem geben, ähnlich den atmosphärischen störungen von damals, als es nur drei programme und noch sendeschluss gab. mindestens acht planänderungen sprechen auch eine sprache von übertragungsverlusten oder fehlinterpretationen. “es ist nicht wichtig, was Du sagst. wichtig ist, was der gegenüber versteht!” und wenn der das dann nach seinem verständnis weitergibt… eben.

(provisorische) Gedenkstätte Februar 2011 / foto: parcelpanic

(provisorische) Gedenkstätte Februar 2011 / foto: parcelpanic

nehmen wir nur einmal an, beim letzten treffen von OB Sören Link und Investor Kurt Krieger haben die beiden aufgrund der mitgebrachten interpretationen aus einer völlig verpeilten falsch angenommenen position heraus auf eine lösung hin navigiert. dann wundert es auch nicht mehr so sehr, plötzlich die MS Duisburg unter volldampf um ihren eisberg kreisend in sichtweite zu haben?

das Onkel Kurt verschnupft ist, wenn er anfang Januar im glauben anreiste, nun bereits einen fertigen „konsens“ gefunden und im gepäck zu haben, während in Duisburg dem anschein nach alles andere als ein solcher gefunden zu sein schien – verwunderlich? gepaart mit dem, was dazu vermutlich anders gemeint gesagt, als gehört und verstandenen wurde, prallen nun welten aufeinander. aber statt auf dem weg zum gleichen ziel an gemeinsamer größe und stärke gewinnen zu können, wirken die kräfte nun gegeneinander?

die chance zu einer einvernehmlichen lösung besteht – auch für die objektiv pessimistischen realisten. dazu eine allheillösung bieten zu wollen scheint aber unseriös. es verlangt von allen (wirklich) beteiligten am bisherigen findungsprozess eine deutliche zurücknahme der eigenen befindlichkeiten und der ausrichtung auf eine gemeinsame lösung. eine, die man u.a. mit dem 04.07.2012 smiley_2012_12_12-01_28schon mal geglaubt gefunden zu haben. hätte man diesen positiven weg ohne dritte weiter begangen, der Rat hätte auch das abgenickt…

in dem sinne: Glück Auf!

p.s.: man könnte noch das wort „resolution“ demontieren. re-solution. solution, neudeutsch für Lösung und re als vorsilbe. steht auch für wiederverwertbares, wie bei recycling, refood, etc.

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Über parcelpanic

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