Die letzte Meile…

*dingdong – dingdong* Wenn der PaketeBote zweimal klingelt.

dem allgemeinen vernehmen hat er das ja meist sowieso nicht getan…

dpd_rush

Rush / foto: parcelpanic (2011)

mit den „letzten meilen“ bezeichnet man im transportgewerbe den schwierigsten teil einer zustellung, eben vom EmpfangsDepot zum Empfänger. etwas ins nirwana zu schicken ist ein kinderspiel. es dort zustellen zu wollen, wo es wirklich hin soll, kann zur verzweiflung führen. erst recht, wenn es keinen Max Mustermann in 12345 Irgendwo/Kreis Nirgendwo gibt… und man als abliefernachweis eine echte unterschrift braucht …

die jungs mit den paketautos kommen meist nicht gut weg. egal wo. weder da, wo sie versuchen eine sendung an den Empfänger zu bringen, noch da, wo sie die schachteln vorher bekommen. sie stehen immer am ende der kette. und den letzten beissen bekanntlich die hunde. (oder war es das Plankton?) dabei versuchen die, die den job sogar noch gut machen wollen, den spagat zwischen theorie und praxis. oder freier meinung und geschäftsschädigendem verhalten. und werden von denen, die eigentlich auch nicht so genau wissen (wollen) was sie da tun, nur unnötig weiter ins abseits geschubst. bis die da selbst hingeraten…

into the night / foto: parcelpanic

into the night / foto: parcelpanic

hand aufs herz: ich beneide keine von denen, egal welche farbe das auto hat und für wen die da versuchen pakete quitt werden zustellen zu wollen. die grunderfahrung ist bei den verschiedenen anbietern sicher ebenso austauschbar, wie die persönliche begegnung und der am telefon. ob nun berechtigt oder nicht, geht es z.b. zunächst darum, eine sendung an die richtige anschrift des berechtigten empfänger zu bringen. der ärger darum auf seiten des empfänger verständlich, die möglichkeiten des systems auf der anderen bekannt, ist es, als wolle man Hanibal samt gefolge einen kürzeren weg über die Alpen weisen. etwa über ein drahtseil.

"die wege des herren sind unergründlich" / foto: parcelpanic

„die wege des herren sind unergründlich“ / foto: parcelpanic

es kann an dutzenden dingen liegen, wenn vergebens einer sendung entgegen gesehen wird… es muss nicht zwangsläufig die vermutete unfähigkeit des fahrers sein. ich erinnere mich gerne an das paket eines comedian, dass zwar die halbe region oberhalb des mittleren management in aufruhr gebracht hat, aber man auch an der unzustellbarkeit der genannte anschrift mit oberklasselimousinenexpeditionen nichts ändern konnte…

oder grossversendern, die auch gerne im fünften jahr an die schon viermal zur berichtigung gemeldeten anschrift ihren werbeschrott senden. zahlt alles der kaufende kunde, wenn interessiert das? wenn sich der oberurlauber des vereins vermeindlich schon mal einen ordnungshüter auf das stuttgarter motorhäubchen legt?

datenpflege ist in der branche ein sehr leidiges thema. ebay und konsorten sind bisher nur randerscheinungen, wenn selbst bei grösstversendern im x-ten jahr an eine nicht zustellbare anschrift vesendet wird. hofft man, der empfänger zieht noch einmal dorthin zurück? seelenruhig weitermachen, die hoffnung ist ja schon dahin?

heading6948

heading home / foto: parcelpanic

mehrere adressanfragen zuvor konnten zumindest niemanden bewegen, die zur zustellung nötige und eigens dafür ermittelte und an den versender übermittelte anschrift in die eigene datenbank zu pflegen…

achja, ein grosser trugschluss ist übrigens, Sie wären als Empfänger i.d.r. auch der kunde und somit könig. der kunde ist, bis auf wenige ausnahmen, der versender. also wo Sie gekauft haben. wenn der eine garantierte lieferzeit hat, sollte er diesen service auch buchen (z.b. Express). sonst gelten die „üblichen laufzeiten“ … was man auch immer darunter versteht? siehe jeweilige AGB. man darf eine zustellung am folgenden werktag aber nicht erwarten, wenn einige wettbewerber das auch in mehr als 90% schaffen. (idealfall: anschrift ok, jemand da)

wenn das paket nicht ankommt, muss es nicht auch schon auf dem weg sein. „gute“ paketdienstleister erfassen bereits die abholung vor ort. somit wird ein paket erfasst, wenn es sich vom lager des versender ins auto des o.g. verlagert. und nicht erst, wenn der es im ersanddepot verarbeiten kann. im idealsten aller fälle läst sich dies anhand einer Paket- / trackingnummer fesststellen, die der Verkäufer / Versender dann auch nennen können sollte. wenn er das packerl dann auch auf den weg gebracht hat…

und zum thema transportschäden: da sollten die AGB noch einmal ganz genau gelesen werden. in einigen ist eine sichere verpackung erst dann gewährleistet, wenn ein paket aus bis zu 80cm zehnmal(!) unbeschadet gefallen ist… warum? naja …

um zumindest halbwegs im bereich des moralisch-ethisch vertretbaren zu bleiben (der klügere gibt nach, bis er der dumme ist), bemerke ich, das folgende video nicht ohne einen boshaften hintergedanken zu verlinken.

und das ist kein einzelfall, … oder?

 

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Über parcelpanic

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Eine Antwort zu Die letzte Meile…

  1. parcelpanic schreibt:

    statt eigenem „LIKE“ , „Daumen-Hoch“ und FakeProfilKommentaren:

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