Nachtrag Weltuntergang

24. Dezember – Drei Tage nach der Apocalypse

kurz noch um das thema abzuschliessen…

mittlerweile schwindet die hoffnung, die wirren theorien eines interpreten des Mayakalender könnten tatsächlich noch eintreffen.

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kein titel / foto: parcelpanic

auf die länge der zeitachse hätte man sich um ein, zwei tage verrechnen können. es muss ja nicht gleich ein kommastellenfehler sein, wie bei der „Spinatgeschichte“? oder noch gröber formuliert, jenem vermeindlich unvermeindlichen kommenden kollektiv vorgreifen zu wollen…

also noch daran glauben, der Weltuntergang würde alle probleme lösen?

vermutlich werden wir eher erleben, wie aus dem kleinen SchmuddelStädtchen am zonenrandgebiet der aufstrebenden RuhrMetroPole eine blühende landschaft wird, ein vorzeigeprojekt für ein gerechtes und soziales miteinander. man zeugnis davon geben könnte, wie die erwählten des volkes ihre kraft zum wohle desselben einsetzen und sich schichtenübergreifend solidarität bildet, wie aus einer egozentrischen „ich-ich-ich“ gesellschaft etwas entsteht, in dem man auch bestehen kann, wenn man nicht ins 08/15 schema passt, am ende gar ein weltfrieden eine echte chance hat?

keine fake, Duisburger Plakatwerbung / foto: parcelpanic

keine fake, Duisburger Plakatwerbung / foto: parcelpanic

wenn es einem schon schwer fällt, wegen der wieder mal vergebens gehegten hoffnung, ein megacrash wie zur Jahrtausendwende oder wie just dem Weltuntergang können sich erfüllen, sich nun doch noch in die kulturell vorgegebene feierlaune zu versetzen – temperaturen um 15°C (+!) helfen auch nicht eben? selbst der versuch mit T-Shirt und einer mit kunstschnee besprühten brille bringen wenig erfolg. ebensowenig macht eine rosa brille aus dem „gesamtbild“, welches sich bei genauerer betrachtung bietet, etwas erstrebenswertes?

nur um auch noch den/die letzte/n Betrachter/in zu vertreiben [*], könnte ich ausführen, warum es schon ein bischen paradox ist, diese Feiertage derart zu begehen. es geht dabei um etwas tief im glauben verwurzeltes, eher nicht sowas wie Hallo-wem? oder dererlei neumodische events. auch wenn der sinn nur noch als karikatur seiner selbst in dem, was sich einem unter dem namen Weihnachten bietet, zu erkennen gibt und sichtbar bleibt, figuren über generationen ihren platz fanden oder verloren – hauptsache feiern? in die paar tage das packen, was wir das ganze jahr nicht auf die kette bekommen haben, wären wir wirklich die menschen, die aus ihrem tief verwurzelten glauben so handeln?

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Rathaus Bogengang / foto: parcelpanic

dieses geben und nehmen ohne fragen „was bekomme ich dafür“. dinge tun, ohne zu wissen ob es einem zum vorteil gereicht, solidarisch sein ohne den hintergedanken einer win-win-situation, zu etwas stehen, auch ohne aussicht auf erfolg. eher nicht dieses vereinsmeiereien zum zweck eines vorteils, gute mine zu bösem spiel machen… oder wie man es nennen mag. macht das nicht den eigentlichen gedanken aus?

wir driften ab. als nächsten termin für einen Weltuntergang findet man „zuverlässig“ (ha-ha-ha!) erst für den 13. April 2029. ein Asteroid namens Apophis soll der Erde an dem datum und sieben jahre später (13. April 2036) verdammt sehr nahe kommen, ein Freitag übrigens. anfangs hatte man eine einschlagwahrscheinlichkeit auf unser experiment blauen planten von 2,7% berechnet, mit einem weltuntergangszenario, logo.dagegen wären die Dinos noch gut bedient gewesen…

allerdings: kapp vorbei ist auch daneben? fast auch eine „Spinatgeschichte“ und damit würde ich keine hoffnung darauf setzen…

frohes fest

[*]  mache ich nicht. ist ja Weihnachten – Fest der Liebe und so. und sowieso bekommen es immer die falschen in den noch falscheren hals…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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