Winterharte Pflanzen ausgesetzt…

… OB Sören Link, die LoPa und Magnolien

Magnolien pflanzen? es war dann wohl eher doch ein „umtopfen“, korrekter „anschütten“ – wenn die dinger nicht in die erde gebuddelt wurden (rote schüppchen, schick). aber wer will sich schon an derart kleinlichen wortklaubereiein aufhalten, wenn es von der Stadt organisiert wurde? man klettert auch nicht über den zaun – wenn drei meter weiter das tor (sperrangel) weit aufsteht? um was positives zu schreiben: zumindest hat das wetter mitgespielt – es war schon ein bischen dunkel und die pflanzen wurden gleich mal angegossen…

grossbrand schrottinsel _ parcelpanic

light & shine / foto: parcelpanic

ich war nicht da, geb ich zu. ich wollte schon deswegen nicht hin, weil ich befürchtet habe, irgendein platzhalter würde anfangen zu versuchen, jene 3D-strassenmalereibüchergruft zu verfüllen oder gar so eine Magnolie da zu plazieren… so täuschend echt kann kunst sein! als die ersten skizzen der StreetArtgeschichte auf den boden gepinselt wurden, dachte ich auch erst an eine zeichnung der ständigen Gedenkstätte, nahezu 1:1? fragen hilft, sollte wohl eher symbolisieren, was für löcher für bücherarchive gebuddelt werden …

wenn ich das richtig interpretiert habe. man weiss es nicht?

von der organisation her darf man keinesfalls nicht maulen. hätten nicht die üblichen verdächtigen mal darauf aufmerksam gemacht, man könne ein paar leutchen, die die aktion vielleicht betrifft, vergessen haben zu informieren, Angehörige als beispiel, es wäre glatt an der Stadt – in welcher person auch immer (wieder) – vorbei gegangen. aber gut, man genügt sich ja auch selbst schon… der standort mag für ein zeichen an passanten eine gute idee sein. wer allerdings das umfeld so betrachtet, könnte seine zweifel bekommen, diese symbolik würde nicht verstanden und wie übliches stadtgrün behandelt. aber wenn man sich an den Kubus, das Mahnmal und so gewöhnen kann. wieso nicht?

so isses / foto: parcelpanic

etwas befremdlich auch die formulierung, es werde mit den Magnolien in den Stahltrögen ein „stilles Zeichen des Gedenkens mitten in der Stadt“ (lt. OB) geschaffen. es knüpft an die feinfühligkeit des „Kubus“ auf der „Hundewiese“ an, auch so ein stilles örtchen. es erinnert an leere phrasen einer ära, die sich nicht vergessen machen lassen wird. schon garnicht, wenn nicht mal ein wenig ernsthaftigkeit in mehr als nur blosse willensbekundungen gelegt wird, deren energie in der bewegung von luft zu schall verpuffen zu scheinen. so war man schon einmal eine kurze zeit fast allenthalben sicher, man käme zu einer würdigen, grossen Gedenkstättenlösung. und heute sagt Link:

[…] „Ich hoffe, wir kommen zu einer einvernehmlichen Lösung“. […] [1]

jaja, die hoffnung. auch die holt sich der sensemann – irgendwann. hat er eigentlich schon, zumindest in der sache und im bezug auf aufklärung, antworten, verantwortlichkeit. oder ermittlungen, die irgendwann auch mal zu einem prozess führen. aber, wir wollen ja realistisch bleiben. das wird bis 2026 wohl brauchen. nein, nein, nicht die gedenkstätte. die kommt sicher zügig – nach dem dritten Jahrestag?

FlickWerk / foto: parcelpanic

die schelte ist mir gewiss. bevor der erste buchstabe seinen weg über die tastatur in diesen kleinen schmuddelBlog gefunden hatte. ein versehentliches senden kann man absichern, es wird noch mal nachgefragt.

(„Äh, willste das echt schicken? sicher? den stuss? – OK, … „)

sogar (vermeindliche!) schlechtschreibfehler zeigt eine art schlechtschreibprüfung an. schön bunt … allerdings will das blöde ding nicht lernen, am anfang eines satzes müsse man nicht zwangsläufig auch einen grossen buchstaben setzen, usw. usf. (bla, bla) letztendlich lässt es sich dann aber doch nicht verhindern … aber zum mond fliegen!

es ist schon eine bemerkenswerte entwicklung, wenn nach der „öffentlichkeit“ und „interessierten“ nun, dem anschein nach, begonnen wird auch andere gruppen zu vergessen mit auf den weg zu nehmen. passt aber ganz gut ins bild der verhandlungen hinter verschlossenen türen und der heimlichtuerei, teilweise sogar untereinander. ich könnte mit partout nicht merken, wem ich was sagen darf, bzw. was nicht.

wie in „der“ ganz normale leben?

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[1] DerWesten: Magnolien erinnern an Opfer der Loveparade-Katastrophe – 23.11.2012

 

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Über parcelpanic

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Eine Antwort zu Winterharte Pflanzen ausgesetzt…

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