Flammenwerfer vom Dienst

haben Sie sich schon einmal dabei ertappt angst vor den vierteln der stadt zu bekommen, in der Sie leben? und das nicht, weil Sie sich mehr oder minder freiwillig durch eine dieser „NoGoAreas“ bewegen – eher weil Sie gerade eben etwas darüber lesen?

so titelt die recht inhaltslose vier-grosse-buchstabenzeitung vergangenen Samstag (27.10.2012): „Das Hauptquartier der Osteuropa-Banden“. gemeint ist jene weithin bekannte immobilie Duisburgs, deren bewohner die nachbarschaft am liebsten eher gestern als morgen „umgesiedelt“ haben will. und deren problematik seit jahren verschleppt wurde. klar, solange die woanders wohnen, stören die da nicht?

erwartungsgemäss ist von einer berichterstattung als solchen nicht viel in die paar aufreisserischen zeilen eingeflossen. völlig zusammenhanglos kommt aber wenigstens Marie Luise K. (78) zu wort. die lebt 50 jahre in Hochfeld – liegt auch in Duisburg, wenn auch an einer ganz anderen ecke. oder vielleicht ist man dort auch der meinung, ganz Duisburg sei ein Problemviertel. kommt auf den standpunkt an, aus D´dorf gesehen könnte das so erscheinen… oder Köln…

unter den teppich kehren das ganze? nee,nee, nee! das es probleme gibt, sollte dem letzten weltverbesserer mittlerweile bekannt sein. dabei nutzt es allerdings nichts, eine unhin angespanntes ambiente montaner destruktivität noch mit brandbeschleuniger zu tränken und mit dem Zippo in der hand drum herum tanzend den Bi-Ba-Butzemann zu machen. genauso wenig wie der glaube, ein auto mit einem doppelpack hilfssheriffs vor der hütte würde irgendetwas ändern. ausser die könnten in der zeit keine knöllchen schreiben vielleicht.

aufwärts / foto: parcelpanic

Duisburg scheint vom weg des aussitzens auf den des der halbseidenen lösungen umgeschwenkt zu haben. die letzten grösseren herausforderungen wie Gedenkstätte oder Wambachsee dümpeln so vor sich her. kein hü, kein hott, eher so ein „Mach ma, Sören“ aus richtung der Ratsdamen und Herren. plus die altlast an Verwaltung, verstört durch das schwebende Damoklesschwert und ungeeignet von einem entspannten verhältnis zu zeugen.

dazu darf man die kleinigkeit nicht vergessen, grosse teile der herrschaften abnicker im Duisburger dilettantenstadl dürften nicht eben koperativ sein, wenn – ja wenn – es mal an die aufarbeitung der Loveparade gehen sollte / könnte / dürfte? müsste schon lange, ist in dem ganzen Tohuwabohu bis heute sicher nur ein wenig in den hintergrund geraten… bestimmt… steht sicher auf der ToDoListe. sich damit nicht zu beschäftigen bekräftigt die argumentation der verwirrten, der ursprung der Abwahl wäre wirklich aus den RotenReihen – allein um Adolf vom Thron zu schubsen.

zum „Endsieg“ mag die unterwanderung durch eher links der mitte angesiedelten marionetten vielleicht beigetragen haben. ohne das mutige, noch lobbyfreie aufbegehren wirklich unabhängiger würde heute in Duisburg jeder, der nur im ansatz an kritik in der sache dächte schon auf der schwarzen liste stehen, bevor die synapsen den gedanken ausgeklappert hätten. ups, schwarz ist in dem fall unpassend, die wäre sicher eher rot?

CityLights Duisburg – Steinsche Gasse / foto: parcelpanic

aber unter uns: so wie namen schall & rauch sind, spiegeln farben in dem fall auch nur ansatzweise den grundgedanken der Partei dahinter. oder hätten Sie Dr. Peter Greulich als Grünen beschimpft?

wie komme ich bloss wieder auf den?

er bietet aber die gelegenheit zum bogenschlag. nicht jenem spannungselement beim schreiben, eher jener paddelschlag, der der kurskorrektur z.b. beim Kajak dient. wenn man aus den unruhigen politischen wildgewässern in quasi unbewegtes DWB-wasser wechselt. als herausforderung, wie man selbst sagt. aha… aber nun gut, wenn er dann in den problemen Duisburgs diese „competition“ nicht finden konnte, ist es vermutlich wirklich besser, wenn solche leute halbwegs unschädlich befördert werden...

in dem sinne: Glück Auf!

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mal was überraschendes an musik?

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p.s.: wirkliche pessimisten werden dieses jahr keine weihnachtspräsente bereithalten. sie müssen an dem weltuntergang festhalten, der dem kalender der Maya zufolge am 21. (wahlweise 23.) Dezember diesen Jahres folgen soll, bei den vorzeichen? von dem Duisburger dilemma mal ganz abgesehen: das die New Yorker Börse den zweiten tag in folge geschlossen bleibt, sowas meine ich…

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Eine Antwort zu Flammenwerfer vom Dienst

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