Nichts genaues weiß man nicht…

… zumindest nicht genau!

Sören Link macht derzeit keine gute Figur, wenn ihm vom Rat Hausaufgaben auferlegt werden. Weder in Sachen Gedenkstätte und dem Anschein nach auch nicht so dolle bei der „Kompromissuche Wambachsee“. Um das und anderes zu erfahren hatten sich am Mittwoch gegen abend gut 50 Personen am Kalkweg in Wedau nahe der SechsSeenPlatte eingefunden. Unter ihnen Anwohner, Ahmet Siegel (OB-Kandidat), Mitspieler der OB-Abwahl, Aktivisten der Gedenkstätte und Interessierte.

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derzeit hetzt der OB der minderheiten von einem termin zum anderen. da müssen dann auch schon mal 45 minuten reichen, um eine bis an die achsen in den dreck gefahrene karre wieder flott machen zu wollen. ob das zumindest im ansatz gelungen ist, sieht man aus verschiedenen blickrichtungen erwartungsgemäss anders. so könnte man diese tatsache und unbeantwortete schreiben der BI deuten, als würde die angelegenheit seitens der volksvertretung nicht sonderlich ernst genommen, ein verweis auf zeitmangel und fehlende kapazitäten als entschuldigungsversuch wirken etwas lahm. zuspruch hat das bei denen, die sich am Mittwoch abends in Wedau trafen, um ein weiteres vorgehen zu beraten nicht eben gefunden. eine klage scheint schon alleine zur fristwahrung unumgänglich.

Mit Herzblut dabei: J. Mutz / foto: parcelpanic

nach zwei schritten vorwärts folgt der schritt zurück. dem vernehmen nach soll nun bestenfalls ein teil (der grössere hinten gelegene) an einem privatmann veräussert werden, statt der villa sollen nun mehrere häuser gebaut werden.

es geht um das Flurstück 375/Flur21/Gemarkung Huckingen, ein insgesamt 14.254 qm grosses Grundstück, mit der nutzungsart „Park“. davon wollte die stadt, eingetütet noch unter uns Adolf, ein 5.229,87 qm filetstück heimlich, still und leise für einen Appel und sogar noch ohne das Ei verschachern. zu einem qm-preis von ca 197,90 €/qm – in einer gegend, wo üblicherweise etwa 440€ pro qm fällig werden. wohlgemerkt, seegrundstück mit zugang. eine gängige begründung für das quasi nachschmeissen wurde u.a. damit gegeben, es handele sich ja nur z.t. um bauland. klingt so, als würde der parkähnliche charakter das grundstück verschandeln. ergo würde man mit trockenlegung des sees auch einen besseren preis erzielen können? klingt schlüssig …

aber zurück zum thema. einen bauantrag gibt es derzeit nicht. glaubt man dem, was die stadt hat verlauten lassen, würde nun nur noch der grössere teil zur strasse (man munkelt ca 3.200qm) angeboten. rechnet man das mal einen realistischen preis, bekäme die stadt eine vergleichbare summe ins füllhorn gespült – stände allerdings auch blöd da. derzeit will auch noch niemand etwas zum preis sagen…

Stein des Anstoß / foto: parcelpanic

glaubt man der aussage im bezug auf die bebauung mit mehr als einer villa und der preis bliebe noch auf dem Amigoniveau bestehen: wer böses denken würde, käme auf die idee, aus einem käufer würde ein investor, der für kleines geld grosses land kauft und für kleine ländchen grosses geld kassieren will. kleines rechenspiel:

einkauf 198€
verkauf 440€
differenz 242€ … pro qm
also 242 mal 3.200 sind 774.400€ –
gewinn vor abzug (z.b. porto, schnittchen und „meinungssold“)
 

bevor Sie sich die mühe machen: beim deal, wenn er geklappt hätte, wie er geplant war – also 5.229,87qm für 1.035.000€ gekauft und parzelliert für über 2,3 mille versilbert – wären das  lockerflockig über (in ziffern) 1.200.000€ plus, quasi EK*2 – wenn es so schlechte menschen gäbe. der heutige abend hat zweifel darüber gelassen, es gäbe solche nicht unbedingt ausräumen können. bin gespannt, wie der WAZ-onkel das formuliert. info: ende war übrigens ca. 21.30 uhr …  (-;

auf den bericht einer dünnen ergebnislage folgte eine hochwertige diskussion darüber, wie im weiteren zu verfahren sei. die überragende mehrheit schien sich einig, es ginge kein weg an einer klage vorbei, schon alleine dem umstand geschuldet, die frist hierzu liefe vor weiteren beschlusslagen der stadt (frühestens am 10. Dezember) aus und sei nur so zu wahren. wer es so hören wollte, hätte auch verstehen können, auf mündliche zusagen auch und besonders der stadtspitze nicht allzuviel geben zu wollen. aus dem blickwinkel anderen angelegenheiten betrachtet macht das sinn… traurig, aber wahr.

Ergebnislagebericht / foto: parcelpanic

vielleicht sollte man sich von der erkenntnis eines Herrn Dr. Peter Greulich, scheidender Stadtdirektor und zukünftiger oberster müllkutscher seines zeichens, in anbetracht der politischen flucht auch ein wenig neu orientieren. jener, die besagt DuisBürger seien zu bildungsfern und träge für echte „Bürgerbewegung“. in der masse mag das durchaus sein und ihm recht gegeben werden, wo er es hat. man sollte nur nicht vergessen, es sei auch schon bewiesen worden, so eine träge, tumpe masse bewegt sich nicht – sie lässt sich bewegen! das es funktioniert? da frage euer durchtriebenheit mal den Herrn Sauerland, ExOB21†… schönen gruss auch!

aber der kern des eigentlichen könnte auch damit zusammenhängen, der Herr Link könnte sein vertrauen an die leute verschleudern, die ihm den rücken freihalten sollten. genau, die Stadtverwaltung. aus der richtung sind einige fehleinschätzungen der letzten zeit im visir, die mich als vorgesetzten schon hellhörig werden lassen würden. wenn ich nicht ständig auf die lauschen müsste, die mich dahin gehoben haben, wo ich bin – nur als beispiel. solange nicht der anwurf von fäkalien vorwurf an mittäterschaft der LoPa ausgeräumt ist und die wirklichen verantwortlichen die freien stühle auf der anklagebank einnehmen werden, vorrausgesetzt es käme je zu einer verhandlung, fiele es mir schwer, mich auf die ergebnise aus der richtung zu stützen, aus der die anwärter auf eine verurteilung kommen. aber ich bin auch kleinlich…

track back / foto: parcelpanic

wenn man einen schritt zurück geht und das ganze aus der ferne auf sich wirken lässt, sieht das ganze so aus, als solle hier ein fauler kompromis geschlossen werden. die BI bekommt zunächst ohne rechtskrätige zusage erst einmal einen brocken hingeworfen, gemäss dem motto „nimm das was Du kriegen kannst, bevor Du leer ausgehst“. kommt mir aus einer anderen aktuellen debatte um einen anderen ort irgendwie bekannt vor? ebenso wie hier, wird man dann sehen müssen, was von vollmündigen versprechern versprechen übrig bleibt. alles in allem macht es nicht den eindruck, als seien die Bürgerbeteiligung jeweder art auch als echte beteiligung zu verstehen. vielmehr scheint es darum zu gehen, ähnlich wie auf FB seine meinung kundtun zu können, ohne das es etwas bewirkt.

die woche hat für den OB nicht eben erfolgsversprechend begonnen. rechnet man einen Sonntag dazu, der aus eigener sicht vermutlich die kilometer nicht wert war, kann es eigentlich nicht mehr viel schlimmer werden – was schon wieder als positives zeichen zu werten ist. also:

maestro! la musica!

p.s.: meine grösste angst als Ratsmitglied wäre, wenn die einzelnen grüppchen sich zsammenfinden und in ein horn blasen würden. von gemeinsamen aktionen mal ganz abgesehen…

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Über parcelpanic

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Eine Antwort zu Nichts genaues weiß man nicht…

  1. Gutes Wunder. Magischer Eintrag. Ihr Thema findet Gefallen. Besucher Lefter. Fanatastische Entspannung.

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