Es darf nicht umsonst gewesen sein

… und schon garnicht vergebens!

Zum alten Eisen / foto: parcelpanic

Duisburg an einem Sonntag im Oktober – grauer Himmel, der den passenden Farbton sucht, um im Teint der Fassaden zu verschmelzen. Dazu Nachrichten, die einen ähnlich hohen Anteil an positiven News beinhalten, als durchsiebe man den Strand der Schlei nach Gold.

Und doch, mit verminderten Erwartungen und einem zweiten Blick findet sich manchmal etwas schimmerndes in all dem.

Und wenn es nur ein Funke Hoffnung ist…

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njuuz.de:

Duisburg versus Remscheid

12.10.2012 12:32

Ungleiche Voraussetzungen für ein Factory-Outlet-Center in Duisburg und Remscheid? Editorial der Bergischen Blätter 21.2012

Bei dem Genehmigungsverfahren für ein Factory-Outlet-Center (FOC) in Remscheid haben die Beteiligten gleiche Bedingungen für alle gefordert und dabei auch auf das geplante FOC in Duisburg verwiesen. Ein Dokumentarfilm im WDR in der Reihe „Die Story“ zeigte Anfang Oktober 2012 auf, wie richtig dieser Hinweis ist – ganz unabhängig von der Bewertung von Outlet-Centern generell. […]

[…] Wer sich für das DOC in Remscheid interessiert, sollte also durchaus auch die Entwicklung in Duisburg im Auge behalten. […]

zum Artikel…

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der versuch Duisburg mit anderen Städten vergleichen zu wollen hinkt in der regel. wenn man einen gemeinsamen nenner finden will, kommt man am ehesten bei den finanzen der orte auf einen, viele sind hoffnungslos überschuldet. man hat halt „über seine verhältnisse gelebt“ und müsse dies nun auch stemmen. wer hier über wessen verhältnisse gelebt hat und wer es ausbaden darf wird dabei meist nicht ganz klar…

ohne titel / foto: parcelpanic

achja, fast vergessen: die, die den karren in den dreck gefahren haben gehören eher zu den besser versorgten betuchten. Sie werden in den wenigsten Parlamenten oder Rathäusern jemanden finden, der sich über seinen income gedanken machen muss – über den output schon eher. so eine stellung verpflichtet schliesslich zu grossen schlitten, D&G, Boss & konsorten. alles dienstlich, versteht sich. wenn man nun also im fall Duisburg fragt, warum noch immer nach weit über zwei jahren ausser dem zurück-getreten-wordenen OB21† Sauerland nichts passiert ist, auch und vorallem in sachen aufklärung und aufarbeitung, fängt man diesen absatz einfach noch einmal von vorne an…

Geld verdient nicht nur Geld – Geld gibt sich schliesslich fast von selbst aus. dank findiger Investoren und Spekulanten sogar ohne wirklich je existent gewesen zu sein. aber das bringt uns nur weg vom thema. die frage, die sich irgendwann gestern eingeschlichen hat, dreht sich darum, warum dinge immer wieder geschehen, obwohl ihr verlauf eigentlich fest steht. so wie beim x-ten mal Titanic schauen der Pott wieder den eiswürfel rammt und wieder auf grund geht.

Karl Lehr Str. / foto: parcelpanic

warum veranlassen solche geschehen nicht dazu- wenn nicht schon uns, dann wenigstens andere – aus diesen im nachhinein scheinbar vorraussehbaren unglücklichen ausgängen zu lernen? damit ist weniger  gemeint, plötzlich nicht nur die lange bestehenden gesetze und verordnungen endlich auch so durchsetzen zu wollen, sondern vielmehr in einen hysterietaummel zu verfallen und ohne augenmass abzufertigen. etwas dazwischen scheint es nicht zu geben.

ähnlich krass stellt sich der unterschied dar, wie hier und woanders etwas gegen drohenden sozialabbau bei steigender selbstbedienungmentalität der volkszerreder reagiert wird. wer sich die bilder und ereignisse in Spanien als beispiel anschaut wird an frühere bilder der Ostrevolutionen erinnert. oder an China. man darf es durchaus einen krieg gegen die eigene bevölkerung nennen, dagegen war Stuttgart ein Streichelzoo…

eigentlich, sollte man als zivilisierter mittel€uropäer meinen, nichts leichter als das. man schaut sich das ereignis und die umstände an, die dazu geführt haben an, analysiert und zieht seine logischen schlüsse. und doch, es ist weit mehr als nur ein hantieren mit paragraphen und verordnungen oder deren auslegung. es beginnt im kopf und setzt sich im idealfall später im herzen fest.

Karl Lehr Str. – Juli 2011 / foto: parcelpanic

es macht wirklich traurig, wenn sich der wunsch eines angehörigen, der sein kind viel zu früh an die Loveparadekatastrophe verloren hat, dem anschein nach nicht erfüllen wird. der wunsch, der unnütze und grausame tod seines kindes könne wenigstens dazu beitragen, dass sich so etwas je wieder ereignen könne. seine worte haben, wie die von Hannelore Kraft, viele menschen tief bewegt. eine saat, die mangels hege nicht aufgehen konnte…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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