Mittwoch ist durch! – Großes Schweigen-brechen-Fest?

Also: Raus mit den Info`s!

Mal abgesehen von der Überprüfbarkeit und Richtigkeit der – auch anderen – Angaben, das Schweigegelübte soll nur bis Mittwoch gegolten haben. Kurzer Blick auf die Mondphase, die Zyklentabelle… heute ist Donnerstag?

um so unberechenbar Ford-zu-fahren:

wenn die musikempfehlung eigentlich erst zum postende ihren platz findet, sch*** drauf! etikette muss man sich auch leisten können! wenn Ihnen die musik nicht gleich zusagt, einfach mehr bass rein und den Volumenregler nach rechts auf anschlag drehen.

vorsorglich: bitte greifen Sie auf köpfhörer zurück, wenn Ihre näheren nachbarn nicht unbedingt an Ihren neueren musikexperimenten teilnehmen wollen. Sie sind deswegen kein weniger harter typ, man kann es auch sicheres audiogefahrguthandling bezeichnen oder dem schutz der umwelt vor nicht mainstreamgeeigneter musik.

Blockwart – Sch**** / by Blockwart via Soundcloud

aus dem weg, aus dem weg…“ zu diesem lied bringt einen ein weiteres, so wie der Schopenhauer zum Einstein und dann zu den Fanta 4, oder so ähnlich… darum geht es natürlich aber auch nicht.

“ wenn dampfer abhusten… “  / foto: parcelpanic

aber wir waren beim Donnerstag stehen geblieben. ab sofort ist egal wer es und was es ist erzählt. da fragen weniger nach „stimmt das auch?“ als bisher „wer hat´s ausgeplaudert?“ … grübeln Sie etwa immer noch über die veranstaltung am Samstag, die ach-so-geheim war und von der trotzdem „insiderwissen“ (vor just jetzt eben grade) an die (nichtgewollte ?) öffentlichkeit gedrungen ist?

man ist schon glücklich, wenn „es“ das grösste problem ist… besonders, wenn die frage sich nicht auf den ort und dessen zukünftige gegebenheiten bezieht, sondern eher mal wieder auf personalien. die dann aber auch nicht soooo schrecklich wichtig sind.

spekulieren wir doch einfach mal, diese fläche würde ebenfalls in einer dieser so versierten händepaare landen, wie das „Mahnmal auf parkähnlicher Anlage“ und schauen uns dann an, wie diese fläche regelmässig dargeboten wird – so ähnlich stelle ich mir das dann da auch vor. jeder zweite supermarktparkplatz lädt mehr zum verweilen ein. überlegen wir ein wenig weiter, in einen beliebigen Juli. Jahrestag, Sie erinnern sich? bei den ausgewiesenen „ca. 113 qm“- abzgl. gestalteter fläche- wird man zukünftig einen vorverkauf andenken müssen. die erfahrung wird zeigen müssen, ob eine übrig gegebliebenen vereinzelungsanlagen installiert werden könnte / sollte. oder den parkplatz vom Krieger anmieten …

zukünftige “ Parkfläche “ / foto: parcelpanic

um auf des pudels kern zu stossen muss man sich auf  begrifflichkeiten einigen. die fläche, die geplant wird ist vermutlich tatsächlich annähernd 650 qm. daraus liesse sich eine würdige Gedenkstätte, auch für gelegenheiten wie einen Jahrestag, konstruieren. dazu müsste nur genügend platz geschaffen werden, der auch multifunktional nutzbar ist. das sind derzeit ca. 113 qm (stand 06.10.2012) abzgl „einbauten“ – wie einem pfeiler ausgerechnet auf dem flecken, wo sich heute die (provisorische) Gedenkstätte befindet. sieht aus, als hätte man sich um die mithilfe von einem berühmt berüchtigten „Panikforscher“ bemüht – dem träger des zynistischen ordens erster güte.

der (gut 500 qm grosse) rest entfällt auf etwas parkähnliches, mit viel unnützer erdaufschüttung. damit nicht genug wird dieser raum nicht barrierefrei begehbar (oder sagen wir besser befahrbar?) sein. der plan zeigt eine „terrassenartige Geländemodellierung“ mit podesten und [… kunstpause …] stufen. wenn es ein behinderten wc gäbe, sicher im keller mit einem hinweisschild zum treppenhaus?

aber wir sind wieder abgeschwiffen – oder „wie der sich am heissen sein tun ist“ – es ging um die geheimniskrämerei des vergangenen wochenende zur kommenden Gedenkstätte.

alles im grünen bereich / foto: parcelpanic

sch*** drauf, wer da was ausgeplaudert hat. ich frage mich eher, wie man sich nach der erfahrung einer fast tatsache gewordenen 70 qm „gruft“ weiter auf dererlei einlassen kann. wer solche hoffnung hegt darf sich getrosst als weichgespült bezeichnen lassen. glückwunsch! wenn die RP nicht ausplaudern muss, wer ihr das gesteckt hat, werde ich auch das bisher unbenutzte zitat: „Sören lügt!“ eines anderen OB kandidaten beim verlassen des Rathaus am Samstag nicht als das seinige outen, sondern irgendwann einfach irgendwie verwenden. als wenn das oder das bisher „durchgesickerte“ irgendeinen hypefaktor hätte? für regelmässige RTL-seher vielleicht…

vielleicht ist nun aber ein wenig das bild in der stadtspitze zurecht gerückt, man soll die hoffnung bekanntlich nicht aufgeben. und es gäbe da nicht nur eine menge, die eben jene gestaltung und auch den erhalt (mit welcher rechtfertigung auch immer) für sich allein beanspruchen und auch erfüllen kann. es ist schade um die gute idee des Mahnmals und was aus ihr geworden ist. wenn man etwas positives daran sehen will, dann die, es könnte die erfahrung sein, beim nächsten mal nicht alles gut, aber zumindest besser machen zu wollen. nur für den fall, „man“ behielte recht und der Lovepardebeauftragte käme aus eben diesen reihen…

trennlinie / foto: parcelpanic

wieso hat keiner „geleakt“ der Hagemann würde zum jahreswechsel in den sack hauen wollen / sollen / müssen? das sind doch die wirklichen nachrichten – egal ob man es gut oder weniger toll findet, … zumindest hat er keinen versorgungsposten statt dessen in aussicht! das nenne ich mal eine ehrliche haut…

und sonst? es soll wohl auf allen seiten verwunderung über sachstände gegeben haben, erstaunlich wenig der eigentlich gepflegten grabenkämpfe – dafür aber auch kein durchschlagendes ergebnis. klar, wenn man damit auch nicht gleich nach vorne auf die bühne will, „business as usual“ ? nein, eher der versuch dem unausweichlichen noch einen moment abgewinnen wollen. wenn Sören Link wirklich einen einblick in des pudels kern bekommen hat, wird er sich vermutlich auch eher wünschen den versuch seines vorgängers (den des aussitzens) weiterverfolgt zu haben? man weiss es nicht…

trennlinie / foto: parcelpanic

für menschen, die das zweifelhafte vergnügen nicht schon länger diesem kleinen schmuddelBlog folgen zu dürfen / wollen /müssen darf ich ruhig einmal anmerken mich mit dem gezerre um den ort, der eine würdige Gedenkstätte werden müsste, schon ein wenig länger zu beschäftigen. der „Alte Güterbahnhof“ (aka Duisburger Freiheit) war bis vor dem desaster des 24.07.2010 eine gerne besuchte „schnappschuss-location“, outdoorspielplatz für nie-erwachsen-gewordene, ein knipserparadies – ein „forgotten place“. die seit dekaden stillgelegte fläche überzeugte durch eine völlig autarke renaturierung, abseits jedes Monsterplans oder angedachter nutzung. selbst auf als schadstoffbelastet verdächtigen flächen hat sich wildwuchs ansiedeln können, eine kulisse für N24 und szenarien von „welt nach dem menschen“.

um so überraschter war ich, als sich dieser platz als ultimative alternative für den Schallerschen Wanderzirkus herauskristallisierte… aber gut, die A40 und frühstücken ging ja auch? gut, Sie mögen recht haben mit Ihrer anmerkung, die sind auch nicht durch einen kapazitiv ungeeignetes unterführungssystem auf ein sich selbst absurdum führendes sicherheitskonzept geprallt. zufall?

der nächste moment, der sich etwa ebenso eingebrannt hat, ist jener, in dem mir jemand sagt – mein erzürnen in ehren, keiner der verantwortlichen würde je zur verantwortung gezogen, politisch nicht und strafrechtlich schon garnicht. über meine entrüstung von damals würde ich heute kommentierend wohl nur die achseln zucken, vielleicht noch eine augenbraue heben?

oder anders gesagt: „kommt zeit, geht Rat!

in dem sinne: Glück Auf!

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Über parcelpanic

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4 Antworten zu Mittwoch ist durch! – Großes Schweigen-brechen-Fest?

  1. Lothar Evers schreibt:

    Das Treffen am Samstag war nicht geheim. Es war nach der offenen Bürgerbeteiligung ganz zu Beginn des Bebauungsplanverfahrens sicher die grösste und heterogenste Runde, die je zu diesem Thema zusammen gesessen hat.

    Folgende Gruppen fallen mir ein:
    Hinterbliebene und Verletzte der Loveparade Katastrophe
    Loveparade Selbsthilfe
    BI Gegen das Vergessen
    Mitstreiter aus alten Never Forget Zeiten
    Notfallseelsorge
    Eine sich gerade neu formierende Loveparade Stiftung
    Evangelische Notfallseelsorge, sowie von Seiten der Stadt: OB, Planungsdezernent Stadtplanungsamt.

    Inhaltliches Fazit:
    Die in einer Powerpointpräsentation gezeigten (mir aber bisher nicht) vorliegenden Pläne der Krieger Bau verkleinern die für das Gedenken ausgewiesenen Fläche erheblich, ohne dass dies begründet wurde.

    Ein (Papp)modell dass die BI mitgebracht hatte und die Fläche ebenfalls nicht nachbildet wurde weder an dem Tag noch bisher online in die öffentliche Debatte eingeführt.

    Loveparade Selbsthilfe und einige Hinterbliebene und Verletzte regen an, die Fläche unter dem Rad/Fussweg als zusätzliche (überdachte) Gedenkfläche auszuweisen. Das trifft auf grosse Befürchtungen wegen Vandalismus, Übernachtung von Obdachlosen und zu hohen Baukosten seitens der Stadt.
    Die Beiträge von Teich („schon jetzt hoher Vandalismus“), und Karling (jeder überdachte Meter lädt Drogenabhängige und Obdachlose) haben diesem Vorschlag von Mogendorf, Hagemann, Evers einen Bärendienst erwiesen, wenn nicht gar für dessen Erledigung gesorgt.

    Ansonsten hat die RP korrekt berichtet. Wir harren der Ergebnisse des Gespräches von Link und Tum mit der Krieger Gruppe.

  2. Dirk schreibt:

    Schade Lothar…………knapp daneben ist auch vorbei

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