Düišbørg Citizen – Spielball der großen Pläne

DuisBürger zu sein ist nicht immer ganz einfach. und das nicht nur am unteren ende der gesellschaft. weiter oben hat man auch probleme. nur ganz andere halt…

es soll garnicht so um die kleinen schweinereien am rande gehen, wo beispielsweise einem honorigen Kaufleuten ein filetstück an einem naherholungsgebiet förmlich aufgedrängt wird. um es auf das moralische niveau des steuermichels zu brechen, fühlt man sich im nadelstreifen dabei, als wenn einer wie Du/Sie und ich das mobilekommunikationsgerät z.b. am arbeitsplatz mit fremder energie versorgt. macht man natürlich nicht, soll schon menschen den arbeitsplatz gekostet haben.

Rapante! (lasse ne hage gake!) / foto: parcelpanic

Bürger – oder wie sie alle vier jahre auch heissen „Wähler“ – können einem schon den spass am am-langen-hebel-sitzen  ganz schön madig zu machen versuchen. mit dem geheule von wegen zum wohle des volkes und dererlei revolutionärem linken weltenverbesserer gequatsche. als wenn man das aus spass täte oder für sich- und die vettern und ihre wirtschaft. alles neider! die zeiten waren auch schon mal besser – damals, als noch nur schwarz und weiss oder „gut“ und „böse“ gab. und fertig! da muss man sich schon entscheiden, bischen schwanger geht schliesslich auch nicht?

mittlerweile sind die bösen schon mal die eigentlich guten – oder andersrum. als es reichte den schwarzen peter einfach geschickt einem anderen unter zu schieben – sind auch vorbei. mit ein wenig „schlechtem glück“ fragen schon mal vorwitzige genauer nach und – zack – da isser wieder.

oder internet! wie blöd ist das denn? früher reichte es, akten verschwinden zu lassen, wenn es mal eng wurde. im www radierste aber nicht mal eben was weg. das vergisst nichts! hier, wie stichwort CDU, nach der Loveparade. wissen Sie doch, diese geschichte mit dem Mahlberg. wo er sich beim IM (höhöhö) Dr. Ingo Wolf ausweint, der Cebin wäre ein spielverderber und so … [HIER] … bevor ich mich um kopf und kragen schreibe.

soooo einfach, wie man sich das als 08/15 eingeborenes wählerherdenvolk vorstellt ist das garnicht. haben Sie eine vorstellung wieviele von denen plötzlich von Ihnen wollen, Sie mögen doch bitte deren probleme lösen. genau, die sind nur neidisch. kaum glaubt man, man habe es dem einen recht gemacht, fängt aus irgendeiner anderen ecke einer das nörgeln an. wie beim gezerre tauziehen um die Gedenkstätten. und wer nun und wer nicht und wenn ja, was. und um die gestaltung. ob nun doch keine 650 qm gestaltbare fläche und was statt dessen. und derzeit um jeden qm, schön leise und still – naja, fast. geht ja in Duisburg auch nicht mehr so richtig, seit neustem – geheimniskrämerei. irgendwer muss immer auf dicke hose und wichtig machen und was rausposaunen. und wenn ich das bin…  (-;

(provisorische) Gedenkstätte Juli 2012 / foto: parcelpanic

über 27 monate nach dem desaster das der stadt als gemeinschaft seinen brandzeichen ins fleisch trieb, ist noch immer von der brutalst möglichen aufklärung und uneingeschränkter mitarbeit im sinne einer solchen nicht viel zu sehen. warum? nun, noch sind nicht alle über 70 kollegen abnicker versorgt, würden böse menschen behaupten. wenn sich wer für interessieren würde. wo kein kläger, da kein richter und keiner wird so blöd sein, von selbst nach vorne zu kommen und endlich worte zu finden, die verstehen lassen, warum trotz der vielen sicherheitsbedenken eine vermutlich nicht genehmigungsfähige veranstaltung stattfinden konnte. musste. wie es sich wohl damit lebt, wenn man dann den zusammenhang zwischen eigenem handeln und der auswirkung auf das desaster zumindest sich selbst mal eingesteht?

und dann kommen da noch die ewigen pfennigfuchser, die einem diese schönen prächtigen Leuchttürme nicht gönnen. die, wo millionen versanden und zur scheinbaren rettung noch ein paar hinterhergeworfen werden. das es für dutzende von denen, für die im Rathaus kein stühlchen steht, aber bei laune gehalten werden müssen reichen muss? interessiert die doch auch nicht. erst recht heute, wo sich für jeden Mettigel und jedes KöPi das man mal reichen will ein sponsor finden muss, aber da fragt ja keiner auch nach… (-;

LichtBlick / foto: parcelpanic

Duisburg hat dazu ein BornOutProblem, (nicht Burn, dass ist Krefeld!), weil einfach kein gescheiter nachwuchs nachgezüchtet wird. wer will sich schon seine karriere wegen ein paar blagen ruinieren? oder, wenn darauf auch keine aussicht besteht (also beruflicher werdegang) es eher auch schon wieder eine kostenfrage ist. mal ein bischen leben können oder doch ein kind?

nee nee nee, moooment! solche kinder sind nicht gemeint, wenn Ihnen just kindergeld und so durch die synapsen klappert… die ja nicht, eher von anwälten, Dipl.Ing und konsorten. äh, gut. klingt zu paradox, bischen weit hergeholt. zumal: die haben zwar theoretisch die fähigkeit soziale intelligenz zu entwickeln, etwa die schieflage zu erkennen wenn bei schrumpfender bevölkerung immer mehr neu€uropäer einfallen und ihren ungeklärten status zugunsten der wirtschaft und der gesellschaft selbst ausbaden sollen und der sinkenden geburtenrate der eingeborenen, die sich hier halten. weiss der geier warum. so eine stadt voller menschen aus aller welt in erster bis vierter generation wäre doch wesentlich einfacher zu regieren…

Duisburg geht einer schweren zeit entgegen, wie es den anschein macht. das kennt die gebeutelte SchmuddelMetroPole an der aussenkante des Ruhrgebiet, im zonenrandgebiet zu Holland. mit dem strukturwandel, der die menschen nicht mitnehmen konnte, verschwand etwas, mit dem die stahlkocher aus Rheinhausen auf Westdeutschem proletarierkampf das letzte mal aufwarten konnten: solidarität oder wie man es nennen mag. auch wenn es nicht Dein arbeitsplatz war, da wurde hingegangen. Deiner könnte nämlich der nächste sein und ausserdem hält man zusammen?

und wie weit ist eigentlich das, was da bei TSTG (voestalpine) passiert von z.b. Rheinhausen weg? das es „nur“ ca. 480 familienernährer statt der tausenden auf der anderen Rheinseite betroffen sind? damals gab es auch mehr arbeitsplätze? und die Schienenbieger müssen nicht den schuppen zu machen, weil sie etwa rote zahlen schreiben. zuletzt erzielter umsatz: 250 Millionen [1]

während man für ein paar windige € eines undurchsichtigen investor aus Holland 1.000 menschen mit weicher faust zwangsumsiedeln will. so ein typ, der einem blogger den anwalt auf den hals hetzt, augenscheinlich aber wirtschaftsprüfer mit lobby lieber nicht anrührt – die offen an seiner solvenz zweifeln. und die Politik? da pudert zuckert man doch gerne noch einmal nach. augen zu und durch, kann ja nicht immer schief gehen!

aber kümmern die schienenmacher anscheinend überhaupt einen Politiker?

richtig, aber und auch keinen Kollegen…

Glück Auf?

+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+

quellen:

[1] Handelsblatt: Stahlkonzern schließt Duisburger Standort – 13.03.2012

Advertisements

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, alltag, Duisburg, Factory Outlet Center, FOC, Gedenkstätte, Internet, Karl Lehr Str, Klüngel, Krieger, Kultur, Loveparade, Politik, Satire, Sören Link, update abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

hinterlasse einen kommentar...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s