Politischer U-Turn?

in der gigantonomie-denke der letzten jahre kommt man auf so einfache lösungen eben nicht mehr…

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DerWesten:

Duisburgs neuer OB Sören Link verzichtet auf einen neuen Dienstwagen

16.07.2012 | 18:20 Uhr
Duisburgs neuer OB Sören Link verzichtet auf einen neuen Dienstwagen
Auch im Elektro-Mercedes unterwegs: OB Link (re.) und Stadtdirektor Greulich. Foto: Stadt Duisburg
 

Duisburg.  Duisburgs neuer Oberbürgermeister will mit gutem Beispiel voran gehen. Sören Link verzichtet auf einen neuen Dienstwagen und lässt sich in einer E-Klasse durch die Stadt kutschieren, die zuvor die ehrenamtlichen Bürgermeister zur Verfügung hatten. Aber auch den Einsatz von Elektro-Autos testet die Stadt derzeit. […]

[…] Der Leasing-Vertrag über den Mercedes von Vorgänger Adolf Sauerland ist ausgelaufen, der Fuhrpark und das Fahrpersonal ausgedünnt: Statt der früher fünf Autos und fünf Fahrer (Gesamtkosten 2010: rund 400.000 Euro), ist jetzt ein Fahrer und ein Mercedes (Restleasing bis Mai 2013) für OB Sören Link abgestellt, die drei ehrenamtlichen Bürgermeister teilen sich jetzt zwei Autos und zwei Fahrer, die auch Beigeordnete zu Auswärtsterminen oder auswärtige Gästen chauffieren. […]

alles lesen…

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womit ich mal wieder eine wette verloren habe, danke Sören!

so radikal normale lösungen hat man Duisburg nicht zugetraut. es ist noch garnicht solange her, da spielte geld immer nur eine rolle, wenn es um öffentliche belange ging. da war kein grundstück zu teuer, auch ein gutachten für über 420.000€ nicht. MillionenLeuchtturmGräber eher schon ein muss. das alles soll vorbei sein? da kommt einem auch schon mal der gedanke, bis 2013 ist es ja auch nicht mehr so lange hin und vielleicht fragt dann auch keiner mehr danach, wo der ersatz herkommt und welches logo darauf prangt? kommt zeit, kommen Räder…

Rathaus Duisburg / foto: parcelpanic

Oberbürgermeister Sören Link scheint seine richtung klar stecken zu wollen, sparen muss nicht erst bei den anderen beginnen. wenn es einer stadt gut geht und sie sich einen überdimensionierten fuhrpark samt kutscher leisten kann, bitte. kommt man tatsächlich mit 40% (!) weniger ressourcen aus, was ein sparerfolg! und vielleicht hat OB Link eine ahnung, nicht der Bürger hätte in den letzten dekaden einer politik der gutsherrenart über seine verhältnisse gelebt und die Stadt  in die finanzielle unbeweglichkeit geführt. er hat es in der hand zu zeigen, was von der Bürgerbeteiligung und dem geflashten interesse an der politik bleibt.

aber da ist auch der Bürger an sich gefragt. wenn er mitbestimmen will, wo es langgehen soll, muss er das auch kundtun. die idee im kommentarbereichdes artikel, die Ratssitzungen in Lokalitäten zu verlegen klingt vernünftiger als der schreiber selbst vermutet. die politik braucht sich nicht in dieser müffigen kathedrale aus dem beginn der hochindustrialisierung zu verstecken? jetzt nicht mehr? 😉

es wäre übertrieben, von einem neuanfang, einer wende o.d.gl. zu schwafeln. aber, und auch sowas muss man sagen dürfen, es sieht nach einem start in die richtige richtung aus. wer lange genug gräbt, wird auch hier fündig. und wenn es die stecknadel in der suppe ist. oder war es das haar im heuhaufen?

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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