Nachtigall, ick seh Dir duften…

manche meldungen machen auf den ersten blick, sowas wie eine gute figur. aber auch nur solange man nicht weiter nachfragt,…

der nächste spekulatius, der vorgibt etwas „für“die stadt der vers(ch)enkten chancen tun zu wollen, damit aber vermutlich doch eher sich selbst einen gefallen tun möchte, könnte der Immobilienhändler-Architekt-Bauunternehmer-Industrieller, Patriarch & Kunstsammler Hans Grothe werden, gebürtiger DuisBürger. irgendwer muss ja mal drauf reinfallen?!?

Blick auf Containerterminal Nord / foto: parcelpanic

Grothe „sammelt“ seit ca 1957  Kunst, Expressionisten im anfang. glaubt man dem, was die „Welt am Sonntag“ morgen schreiben wird, plant er in Duisburg ein Anselm-Kiefer-Museum. er plant, dass eine „Stiftung“ mit zuhilfenahme von sponsoren das ding finanziere. Grohe will dann grosszügig seine Kiefer-Sammlung ins Museum geben. er würde sich verpflichten, zwischen 20 oder 30 Jahre lang nicht zu verkaufen, belasten oder beleihen.

aha … ich will dem mann nicht zu nahe treten, aber so, wie die zeitungen es schreiben, ist er 1930 geboren. macht (2012 + 30) – 1930 = 112 … lebensjahre … da ist dieser vorsichtige optimismus Duisburgs wieder!

30 jahre, kunst, na klingelts? praktisch sowas wie den Schuhkarton an Küppersmühle, dem projekt des Wella-Erben-Kunstsammler-Ehepaar Ströher , nur anders, vielleicht sogar umsetzbar? der geneigte betrachter sollte dazu auch wissen, Grothe habe 2006 einen grossen teil seiner sammlung verkauft. und nun raten Sie mal an wen? richtig, die Wella-Erben!

ein wirklich neuartiger und zutiefst genialer plan… zumindest für Duisburg. besonders, da Grohe eher als KunstSpekulant, denn als Sammler verschrien sein soll. sagt man…

[…] Dass die Schau [1] dabei allein aus Privatbesitz bestückt wird, hatte im Vorfeld für Unmut gesorgt. Zumal Hans Grothe das benachbarte Kunstmuseum Bonn vor Jahren zunächst mit seiner Sammlung bespielt und die Arbeiten dann entgegen die mit Künstlern getroffenen Absprachen bei Auktionen millionenschwer auf den Markt brachte. […] Quelle: DerWesten [HIER]

Clouds / foto: parcelpanic

was wiederum eher dafür spricht, Duisburg könne anbeissen. wenn die creme de la chrom ausbleibt, muss man halt nehmen, was man kriegern kriegen kann? Grothe tingelt mit seinem ansinnen schon ein paar jährchen durchs land. [HIER, Seite 4] beispielsweise 2005, Berlin. scheint nicht geklappt zu haben? den spaniern, wenn man die mallorquinischen inselbewohner so nennen will, hat er sowas in der art schon 2009 aufschwatzen wollen.

aber Malle, wo er ein haus sein eigen nennt, ist ja auch weder 17 Bundesland, noch Bananenstaat. Berlin ist ein Bundesland – kein weiterer kommentar.

hier, in Duisburg, könnte das klappen…

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[1] 20.06.2012 – 16.09.20112 – „Am Anfang“ – Anselm Kiefer / Bundeskunsthalle Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn, fon: 0228 9171–0, HomePage Bundeskunsthalle zur Ausstellung [HIER]

siehe auch:

suedkurier.de: Smerling weist Kritik an Bonner Kiefer-Schau zurück
WDR.de: Joseph Beuys trifft Anselm Kiefer (Fotostrecke)
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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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