Kurzes UpDate…

… schlaflos in Meiderich

man kann und darf missstände nicht nur anprangern. damit entsteht auch die verpflichtung, positive veränderungen zu benennen.

vielleicht sogar was dafür zu tun?

so, wie nicht alles gold ist, was da glänzt, kann/darf/sollte man dinge nicht nur aufzeigen, wenn sie dem eigenen vernehmen nach ungünstig erscheinen. kritik ist bestenfalls sogar konstruktiv und bietet lösungen. oder was man dafür hält. ist es auch kein zeichen von nachlassender bissigkeit, wenn man auch mal positives vermerkt.

einige ereignisse sind die vergangenen tage recht still, aber nicht spurlos über die bühne gegangen. die (öffentliche) ruhe darf als gutes zeichen gewertet werden. sie ist in jedem fall würdiger, als jegliches zeichen von sinnfreiem austauschen von grüssen unterhalb der gürtellinie. quasi mit denen als ungewollte zuseher, die mitnutzniesser der aktivitäten in dieser sache sein sollten.

„wenn irgendwo eine tür zuschlägt, öffnet sich eine andere.“  … es drängt sich in dem fall schon das bild des versuchs eine Drehtür zuschlagen zu wollen auf.

(provisorische) Gedenkstätte Mai 2012 / foto: parcelpanic

aber es gibt sie noch. und wenn man genau hinsieht, kann man sie erlauschen.  😉

die hoffnungen nach gemeinsamer stärke für das, was eigentlich fast alle eint: eine würdige, angemessene Gedenkstätte am ort des geschehens. dazu gehören eins, zwei entstehende netzwerke in konstellationen, die man noch vor monaten als abwegig bezeichnet hätte. es scheint der weg frei zu sein für die arbeit an der sache, auch um einzelteile zu verbinden, die eigentlich klar zusammen gehören, aber bisher nicht zueinander finden konnten. dabei springen einige deutlich über ihren schatten. und sind (selbst oft positiv) überrascht.

Anita, Herr Johann und Dirk werden unbestätigten berichten nach zugang zu den veranstaltungen erhalten, die „ausweispflichtig“ sind. dem vernehmen nach gilt dies besonders auch für die veranstaltungen, für die sich die Loveparade Selbsthilfe e.V. [HIER] verantwortlich zeichnet. diese events sind u.a. auch deswegen z.t. nicht öffentlich, um den Angehörigen und Betroffenen ein angemessenes  beieinander zu ermöglichen, abseits von z.b. presse und katastrophentouristen. das ist ein wirklicher schritt in richtung normalität für eine konstruktive zusammenarbeit im sinne „gegen das vergessen“.

womit ein stichwort geliefert ist. die fratzenbuchpräsentation der BI erscheint mit neuem Logo & Header…

gegen das vergessen (ehem. BI-NF) – zur FB-seite ↑ Bild ↑ klicken

ein kleiner schritt für die FB-gemeinschaft, ein grosser vielleicht für alle beteiligten?

m.E. wird dieser name der sache, um die es den meisten beteiligten und mitwirkenden geht, gerechter. dieser ausdruck hat sich ende 2010 anlässlich einiger aktionen geprägt und findet immer mal wieder nutzer. er drückt mit wenigen worten den kern der sache aus und beschränkt nicht nur auf die Opfer oder die vergangenheit. diesen spruch prägt auch die mauer auf der gegenüberliegenden strassenseite der Rampe. er wurde dort als vorgriff auf die erste „Schattenfigurenaktion“ hinterlassen, um vollendete tatsachen zu schaffen. die DB wollte damals notfalls den kompletten bahnverkeht sperren, wenn jemand sich an den wände zu schaffen mache, liess man verlauten. auch hier: alles show…

wenn`s eng wird… / montage: parcelpanic

nebenbei geht das WarmUp der OB-Kanditaten in die heisse phase. nachdem der eine oder andere mittels BurnOut seine betriebstemperatur zu erreichen scheinen will, setzten andere auf „ham wa imma so gemacht“, siehe Kugelschreiber, Aufkleber, Ballons. achja, die fähnchen nicht zu vergessen…

heute war hoher besuch in der stadt. neben „Mutter“ Hannelore Kraft, der unverantwortlichen Herrn Jäger. beide werben für den OB-Lokalmatador der genossen, äh… na, sach schon… genau: Sören Link. alle drei haben sich  für unsere derzeit übriggebliebenen „Drei von der Gedenkstätte“ abseits der veranstaltung Aktionstag „Link für Duisburg“ etwas zeit für ein gespräch genommen. unweit Herrn Johanns lieblingskonditorei traf man sich zum informationsaustausch. wenn auch die zeit knapp bemesen war, haben alle etwas mit auf den weiteren weg genommen, berichten Anita, Jörn und Dirk.

nebenbei konnten einige kleinere projekte zur vorbereitung des 24.07.2012 in angriff genommen werden. möglich auch durch spenden, die nicht als solche deklariert werden können, weil es einzelpersonen sind, die dort wirken, ohne den status e.V. als beispiel. niemand beklagt sich deswegen, es sei nur erwähnt, so wie die uneigennützigen menschen, von denen man nichts hört/liest. besonderer seien die genannt, die nicht genannt werden wollen.

der ort darf und wird nicht verschwinden. auch wenn er zugeschüttet und überbaut wird, die stelle lässt sich nicht ausradieren. die fläche verschwinden lassen zu wollen, lösst kein problem. es lässt ein wirkliches entstehen…

 

 

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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17 Antworten zu Kurzes UpDate…

  1. Jürgen Rohn schreibt:

    Anita, Herr Johann und Dirk werden unbestätigten berichten nach zugang zu den veranstaltungen erhalten, die “ausweispflichtig” sind. dem vernehmen nach gilt dies besonders auch für die veranstaltungen, für die sich die Loveparade Selbsthilfe e.V. [HIER] verantwortlich zeichnet…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………Donnerwetter, das ist ja toll. Müssen sie denn vorher auch einen Ausweis vorzeigen, wenn sie den Ort pflegen? Ich erscheine nicht auf Veranstaltungen der Loveparade Selbsthilfe e.V., darauf habe ich keinen Bock. Laut Hagemann gibt es bei der gemeinsamen Sache nur ein „geduldetes Nebeneinander“. Ich habe es nicht nötig, von einem Herrn Hagemann geduldet zu werden. Freiheit nimmt man sich, die wird einem nicht gönnerhaft zugeteilt. Sollen sie dann aber nicht um Hilfe schreien, wenn Herr Krieger – zum wiederholten Mal – Hagemanns Verhandlungsstil für wenig förderlich hält.

    • rolf karling schreibt:

      das ist ja toll! v.i.p., ganz nah dabei! möge sie der blitz beim scheißen treffen, die heuchler!

  2. Mario schreibt:

    Es ist ein Weg in die richtige Richtung

  3. Klaus Peter Mogendorf schreibt:

    Über eine Ausweispflicht bin ich nicht informiert – interessiert mich aber auch nicht.
    Herr Hagemann ist eben Herr Hagemann so wie er ist . Man kann nur froh sein, dass er engagiert für die Sache der Loveparadebewältigung tätig ist. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
    Jeder hat Ecken und Kanten, die anderen im Wege sind, aber ein bißchen Toleranz und Rücksichtnahme wäre angebrachter.
    Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir trotz aller Differenzen an einem Strang ziehen.
    Die Gedenkstätte ist ein wichtiger Bestandteil der Trauer und der Bewältigung der Geschehnisse vom 24.07.2012. Sie muss erhalten bleiben und kann trotz der Bebauung ein würdiges Äußeres erhalten.
    Der Investor muss lernen, dass er hier nicht bestimmen kann wie diese auszusehen hat, sondern das wir als Angehörige und Betroffene die Gestaltung in die Hand nehmen wollen.
    Bilden wir eine Einheit, die konsequent das Ziel verfolgt, kann auch ein Herr Krieger sich dem nicht verweigern.

  4. parcelpanic schreibt:

    meinen informationen zufolge wird der zugang zu solche veranstaltungen, die den Anghörigen und Betroffenen vorenthalten sind und/oder begrenzte teilnehmerzahlen zulassen mit diesen ausweisen / legetimationen geregelt. und das ist gut so.

    sollte der eindruck entstanden sein, ich habe daran kritik üben wollen, möchte ich das hiermit klarstellen: es ging einzig darum, das die nicht an der Gedenkstätte sein könnten, die sie soweit begleitet haben. nicht mehr und nicht weniger.

    und das scheint sichergestellt. punkt

  5. Jürgen Rohn schreibt:

    Loveparade: Wem gehört denn nun der Jahrestag?

    „Eine Exclusivität dieses für die Geschichte der Stadt Duisburg einmaligen Jahrestages kann es nicht geben. Neben den berechtigten Ansprüchen der Hinterbliebenen und der Verletzten und Traumatisierten, diesen Tag möglichst gemeinsam zu begehen und gestalten zu können, dürfen auch die nicht organisierten Bürgerinnen und Bürger keinesfalls ausgeschlossen sein. Dies muss auch gelten für die vielen amtlichen und ehrenamtlichen HelferInnen während der Katastrophe, von denen viele ebenfalls noch unter dem Erlebten leiden.“ Zitat : D: Obens

    „Das alle herzlich als “Untermieter” eingeladen sind, wissen wir doch.Dieses vorab “grapschen” und dann freundlich einladen finde ich einfach daneben.“ Zitat Lothar Evers

    http://www.xtranews.de/2011/02/21/loveparade-wem-gehoert-denn-nun-der-jahrestag/

    Dass, was Obens und Evers vor einem Jahr bemängelten, trifft auch heute zu. Nur die Akteure der Eitelkeiten haben mittlerweile einen anderen Namen.

    „Der Investor muss lernen, dass er hier nicht bestimmen kann wie diese auszusehen hat, sondern das wir als Angehörige und Betroffene die Gestaltung in die Hand nehmen wollen.:

    In welcher Welt leben Sie eigentlich, Herr Mogendorf? Bie allem gebotenen Respekt Ihnen gegenüber, aber der Investor muss einen Scheissdreck machen. Der Flächennutzungsplan kann ihn verpflichten, dass auf 200 bis 250 Quadratmeter der Ort erhalten bleibt. Aber man hat keinen Anspruch, dass der Investor mit seinem Geld Ihre Pläne verwirklicht.

    Wenn die Stadt Duisburg schon der Loveparade Selbsthilfe e.V. 50.000 Euro in den Rachen wirft, dann ist es ein schlechter Witz, dass davon im Vorfeld nicht die Pflege für die provisorische Gedenkstätte bezahlt wird, sondern Privatpersonen außerhalb der Loveparade Selbsthilfe e.V Manpower und Geld dafür verwenden. Es ist dann sehr lieb, das man die Hiwis auch am 24.07.2012 an die Rampe lässt, die sie hergerichtet haben.

  6. Klaus-Peter Mogendorf schreibt:

    Hallo Herr Rohn,
    wer sagt, dass Herr Krieger das bezahlen muss oder soll.
    Das ist von mir nie kommuniziert worden und ich wüßte auch nicht von wem sonst.
    Ich habe dem Herrn sogar angeboten, das er uns nur die Fläche zur Verfügung stellen soll und wir die Gestaltung des Ortes selber übernehmen wollen. Das schließt auch die finanzielle Seite ein.
    Der Investor weiß das und einen Scheissdreck darf er auch nicht machen.
    Wenn sie da aber anderslautende Informationen haben lassen sie mich doch daran teilhaben.

  7. Jürgen Rohn schreibt:

    Ach, Herr Mogendorf, mit Rabulistik ist keinem jetzt gedient. Lassen Sie das von mir Gesagte auf sich einwirken. Und wenn Sie weiterhin der Auffassung sind, Krieger hätte was zu lernen im Sinne Ihres Diktats, bitteschön. Ich werde Sie dann in dem Glauben belassen. Aber mit einer solchen Anspruchshaltung werden Sie alles verspielen und fahren Verhandlungspartner sauer. Wo hat denn Krieger einen Nutzen, wenn er so springen würde, wie Sie es möchten? Hagemann arbeitet im Vertrieb. Wenn er ähnlich Geschäfte macht mit dem Slogan, „ich will, ich will, ich will“, hätte er schnell abgegessen. Menschen lassen sich überzeugen, wenn sie einen Vorteil haben. Den blanken Altruismus als Hausaufgabe einzufordern wie ein strenger Oberlehrer, ist weltfremd und chancenlos. Was haben sie zu bieten, Herr Mogendorf? Setzen Sie sich zusammen, sammeln Sie Argumente, für Kriegers Nutzen. Da gibt es Starkpunkte für eine Win Win Strategie. Treten Sie wieder in die Verhandlungen ein, wenn Sie was gelernt haben. Die Politik, die gefragt wäre, wird Ihnen da nicht raushelfen. Die Lösung müssen sie schon selbst erarbeiten.

  8. Mario schreibt:

    Ich halte hier Polemik und Stammtischdisskussionen für fehl am Platz, Jürgen.

    Die *Verhandlungspartner* werden sicherlich (ich hoffe es stark), zu einer einvernehmlichen Lösung finden.

    Wie Sie, Hr. Mogendorf schon erwähnten,
    jeder hat Ecken&Kanten und auch nur so sind Verhandlungen konstruktiv.
    Ich wünsche mir, Sie haben im Thema Gedenkstätte Erfolg

    MfG, Mario

  9. Jürgen Rohn schreibt:

    Wenn Du keine „Polemik und Stammtischdisskussionen“ haben möchtest, dann lass doch einfach deine unnötigen Angriffe und bleibe sachlich, lieber Mario. Mit Schleimen bekommst Du vielleicht den Zugang am 24.07.2012 per Ausweisvorlage aber nicht Krieger an den Verhandlungstisch. Denn mittlerweile hat das Konzept der Loveparade Selbsthilfe e.V. zum zweiten Mal für einen Abbruch der Gespräche gesorgt. Das hat Gründe. Und ich spreche Klartext und argumentiere auf einem Niveau, wo ich stark bezweifele, dass Du lieber Mario dies intellektuell überhaupt auf die Reihe bekommst.

  10. Mario schreibt:

    2 Menschen,
    2 Meinungen,
    2 Welten,
    ich schaue nach unten und nicke Dir zu.

  11. Jürgen Rohn schreibt:

    Okay, einverstanden. Ich schaue auf dein Bild als Weihnachtsmann in Nylons und lache Dir zu.

  12. kevin schreibt:

    Herr Rohn,
    was passt Ihnen denn jetzt schon wieder nicht ?
    Ich finde es gut, dass endlich Ruhe einkehrt und Menschen die früher nicht immer einer Meinung gewesen sind , kapiert haben das wir alle ein gemeinsames Ziel haben !! Was bilden Sie sich ein ? Sie machen vor nichts und niemandem halt !!! Welche Berechtigung haben sie dazu ? Hier geht es in erster Linie um die Angehörigen und Verletzten , selbst vor denen machen sie keinen halt ! Können sie sich selber noch im Spiegel ertragen ? Überlassen sie doch den Menschen , denen es wirklich was angeht die Sache. Ich finde Loveparade Selbsthilfe macht eine super Arbeit .Selbst Ihnen wäre es nicht verwährt , am 2 Jahrestag teilzunehmen

  13. Jürgen Rohn schreibt:

    Wer hat denn hier um Hilfe gekräht? War ich das etwa oder Loveparade Selbsthilfe e.V., die zum zweiten Mal gescheitert sind. Seien Sie dankbar, dass ich dazu überhaupt was schreibe. Die Masse, Jüngelchen, macht kein Ergebnis. Krieger geht es am Arsch vorbei, wenn Sie ihre Deppentruppe erweitern um ein paar Schleimer. Was Sie brauchen, ist eine andere Strategie. Nicht Krieger hat was zu lernen, sondern Sie haben zu lernen, wie zu verhandeln ist. Ob sie Lehre annehmen bei stetem Realitätsverlust, wage ich zu bezweifeln.

  14. kevin schreibt:

    Ich denke jeder der sich mit diesem Thema befasst , ist froh wenn sie endlich mal ihre Klappe halten. Der Realitätsverlust liegt ganz klar bei Ihnen , denn wem intressiert was sie meinen ?

  15. Jürgen Rohn schreibt:

    Da zeigt der saubere Loveparade Selbsthilfe Verein sein wahres Gesicht. Die Nummer kennen wir doch, andere Menschen mundtot machen zu wollen. Natürlich können Sie weiter stur dran festhalten, dass Herr Krieger nach ihrer Pfeife zu tanzen hat. So ein Pech aber auch, dass der sein Ding durchzieht. Zumindest bei der kleinkarierten Argumentation, „Krieger, nun mach mal, wir Betroffenen wollen auf deinem Grundstück selbst gestalten“. Geht es noch? Wie dämlich ist das denn? Nächstens räume ich Ihr Wohnzimmer aus, weil ich da andere Pläne mit habe. Und natürlich können Sie von 50000 Euro Sekt saufen und andere Menschen bezahlen aus ihrer Tasche beim Gärtner die Blumentöpfe. Sie sind eine feine Gesellschaft.

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