PapierKrieger

eigentlich hätte sich ja schon mal jemand wundern können, warum [HIER] so verhalten z.b. über den u.g. investor berichtet und zurechtgerückt wird.

es gibt zeiten, da muss man für grössere ziele seine kleinen mimositäten ein wenig zurückstellen. selbstzensur? nein, eher ein anflug von vernunft. ich bin nicht geimpft. ausser gegen skrupel…

heute fand eine pressekonferenz zu dem thema statt. das zitierte schreiben ist m.E. nur unzureichend wiedergegeben worden. was aber auch nicht verwundert.

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DerWesten:

Kompromiss zur Loveparade-Gedenkstätte geplatzt

01.06.2012 | 17:02 Uhr

Duisburg.   Kurt Krieger – der Geschäftsmann, der auf dem Loveparade-Gelände ein XXL-Möbelhaus bauen will, hat die Verhandlungen über die Gestaltung der Gedenkstätte am Ort der Katastrophe für beendet erklärt. Das berichten die Hinterbliebenen der Opfer. Wie es jetzt weitergeht. […]

[…] Trotz anderer Zusagen über einen zunächst scheinbar gefundenen Kompromiss, mit dem beide Seiten einverstanden waren , wurde das dann vorgestellte Modell der Gedenkstätte wieder nach älteren Vorstellungen Kriegers gestaltet. Krieger habe danach die Verhandlungen für beendet erklärt, schildert der Verein. […]

[…] Der im Winter scheinbar gefundene Kompromiss sei für die Hinterbliebenen schon schmerzlich gewesen. Dass Kurt Krieger trotz anderer Ankündigung in den Gesprächen wieder einen Schritt zurück gegangen sei, ist dem Verein unerklärlich. Evers: „Man will wohl nicht wirklich eine neue Planung. Jetzt kommt es auf die Stadt an.“ […]

alles lesen…

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nicht nur der Rat ist damit wieder am zug. das gleiche trifft auf den genossen investor Krieger zu. wenn er nicht mit in die reihe der gestalten eingereiht werden will, die sich menschlich bei der sache nicht eben mit ruhm bekleckert haben.

Karl Lehr Strasse Juli 2011 / foto: parcelpanic

auch wenn bisher viele dinge unter dem deckmantel der verschwiegenheit und ohne die DuisBürger von statten ging, was sich nun rächen könnte, gelangen immer auch infos bis zu „unbeteiligten“ und sogar hier (*auf-rechner-deutet*). seit der quasiauflösung ohne rechtliche gültigkeit eines e.V. aus dem umfeld der (provisorischen) Gedenkstätte herrscht allerdings auch wieder ein reger austauch, der wenn man nicht aufpasst, noch zu einem funktionierenden netzwerk mutieren könnte. das hielt bis dato auch viele ab, herbe ausrutscher z.b. zu Krieger zu formulieren. noch…

und ich hab gleich gesagt, dem mann sei nicht zu trauen…

so haben das auch andere gesehen und munter am plan B geschraubt. das szenario geht von endgültig gescheiterten verhandlungen aus und das die Bagger da nicht mehr nur provozierend parken. es ist schon erstaunlich, was diese fläche an kollateralschäden am bau beherbergt, wenn man nur der hälfte der erwähnten, angedachten möglichkeiten in betracht zieht, weil sie genügend substanz bieten. nur um noch kurz abzuschweifen. in diesen kreisen glauben etwa 1/3, der baubeginn läge noch nach mitte 2014.

im nächsten monat jährt sich die tragödie ein zweites mal. 24 monate sind ins land gezogen. weder hat einer der verantwortlichen zu dieser gestanden, noch sind die „ermittlungen“ soweit, als sähe es danach aus, wir würden je etwas erfahren, dass sogar noch einen gewissen ‰-gehalt an wahrheit beinhalten könnte.

wenn die Presse geht… / foto: parcelpanic

obwohl der alte abgetretene Ex-OB21† über das thema Loveparade gestolpert ist, nicht etwa über eines der millionen-€-gräber, auch LeuchtturmProjekte genannt, hat nur einer der 13 das thema auf dem schirm. seltsam?

nur um noch einmal zur erinnerung: die forderung nach einem unabhängigen, möglichst auch parteilosen oder solche mit einer „unterstützung“ solcher sollte es werden. das haben die herrschaften am Burgplatz selbst nicht geregelt bekommen. sagt man. könnte aber auch sein, man wolle nicht den eigenen tag „Sauerland“ beschleunigen. was aber die CDU da veranstaltet hat und dabei noch eine ihrer nachwuchstalente unmöglich gemacht hat ist schon preiswürdig. die goldenen ananas?

aber ganz weit ist der rest des Rat nicht weg davon. so scheinheilig, wie die „Bürgerbeteiligung“ an den sparvorschlägen, die keine berücksichtigung finden wird oder könnte, stellt sich auch dieses casting dar. nur um noch einmal geschrieben zu haben: der wählerauftrag, deutlich formuliert konnte nicht erfüllt werden. ein weiteres mal…

liebe kritiker meiner schlechtschreibung,

hier ein beispiel, warum Ihr nicht immer so hart mit mir ins gericht gehe solltet. diesen kleinen schmuddelBlog liest kaum eine hand voll leute. mit der zweiten muss ich immer die finger zählen… von denen kommen noch gut 115%, alles mathenieten und solche mit leseschwäche nur wegen der bilder. effektiv bleiben die zwei, drei nörgler… *sinniert*

das da unten ist ein screenshot. ich hab mir zur sicherheit noch eine zweite person zur begutachtung geholt, bevor ich schon mal in richtung quarzsandkiste gehe, bevor mir die sicherungen durchbrennen…

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entgegen der üblichen methode, den artikel zu verlinken, habe ich mal zu dem meisterstück einen screenshot (bilddruck, hahaha) vorbereitet:

zum Artikel geht es [HIER]

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liebe WAZler,

zu einem anderen thema hätte ich mir vermutlich den kleinen hintern abgelacht und wir wären in einen bösen rechtsstreit geraten, darüber ob ich z.b. den verfasser des „artikel/kommentar“ so darstellen darf, als würde er seine hose mit der kneifzange schliessen. oder „dem anschein nach kein heikles thema, mit der die angeschlossene sendeanstalt des systems schwierigkeiten bekommen könnte. kein lobbifuzzi, dem man auf die füsse treten kann?“ niemand will aber so eine aufmerksamkeit an diesem schauplatz…

es wäre schön, wenn zumindest die überschrift ein wenig „richtiger“ gestaltet werden könnte.

p.s.: sollte der in der bildunterschrift benannte Alfons Winterseel tatsächlich der verfasser dieser zeilen sein, bräche eine kleine welt zusammen

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Über parcelpanic

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4 Antworten zu PapierKrieger

  1. mz schreibt:

    muhahahaha 😉

  2. Jürgen Hagemann schreibt:

    Danke für den Beitrag.
    Sehr ausführlich und lesenswert beschäftigt sich heute die Printausgabe der NRZ mit der Thematik:
    https://dl.dropbox.com/u/38364237/NRZ_02_06_2012.pdf

  3. Jürgen Rohn schreibt:

    Schande über Duisburg, Schande über Kurt Krieger, Solidarität mit Loveparade Selbsthilfe e.V. und dem Entwurf über eine würdige Gedenkstätte

    Stellt Euch die nächsten Jahrestage vor: Ministerpräsidentin, Oberbürgermeister, Opferverbände, Angehörige, Traumatisierte, Presse usw. auf 77 m2. Das ist so realistisch wie eine Loveparade in Duisburg. Möchten wir wirklich wieder Menschen haben, die umkippen, weil zu wenig Platz da ist? Und dann quetschen wir die Menschen in ein Nadelöhr von 77 m2, bis sie zu Schaden kommen? Hat man in Duisburg immer noch nichts gelernt, das man solche Politik mit Schimpf und Schande abwählt?

    Zwischen 77 m2 Klaustrophie im Krieger Loch und pompöser Gedenkstätte gibt es Zwischentöne. Gegen die Duisburger kann Krieger sein Möbelhaus nicht betreiben. Soziale Netzwerke, die ihn ablehnen, lassen seine Gewinne schmelzen,. Denn man redet über diese Sache und das wird auch durch Hochglanzreklame nicht aufgefangen.

    Hier handelt es sich um kein Vereins Pokerspiel sondern um Kriegers Versuch, Räuberschach zu spielen. Wenn Krieger seine Produkte verkaufen will, schreibt kein Gesetz der Welt UNS vor, dem auch zu folgen. Wer zu hoch pokert als Kapitalist, der fällt wie Schlecker tief. Mittlerweile haben sich Duisburger sehr gut vernetzt und mit der Abwahl OB Sauerlands gezeigt, das sie politisch gestalten. Sollte der Rat der Stadt Duisburg nicht die Interessen seiner Bürger verwirklichen wollen, so wird es zu Verschiebungen im politischen Spektrum bei den nächsten Wahlen kommen. Welche etablierte Partei möchte das, die an den Trögen sitzt und durchgefüttert werden möchte?

    § 41 GO NRW – Landesrecht Nordrhein-Westfalen

    Zuständigkeiten des Rates
    (1) Der Rat der Gemeinde ist für alle Angelegenheiten der Gemeindeverwaltung zuständig, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Entscheidung über folgende Angelegenheiten kann der Rat nicht übertragen:

    g) abschließende Beschlüsse im Flächennutzungsplanverfahr​en und abschließende
    Satzungsbeschlüsse auf der Grundlage des Baugesetzbuchs und des Maßnahmengesetzes zum Baugesetzbuch.

    Der Rat bestimmt alleine, wie eine Fläche genutzt werden darf. Punkt. Ob Krieger das umsetzt, ist seine Sache. Wenn allerdings ein Streifen von 200 m2 bestimmt wird als Gedenkstätte, dann baut Krieger auch nichts anderes auf diesen 200 m2.

    Hintergrund

    Denkmalschutzgesetz NRW (DSchG NRW)
    (3) Bei öffentlichen Planungen und Maßnahmen sind die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege zu berücksichtigen. Die für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege zuständigen Behörden sind frühzeitig einzuschalten und so mit dem Ziel in die Abwägung mit anderen Belangen einzubeziehen, daß die Erhaltung und Nutzung der Denkmäler und Denkmalbereiche sowie eine angemessene Gestaltung ihrer Umgebung möglich sind. Ihrerseits wirken Denkmalschutz und Denkmalpflege darauf hin, daß die Denkmäler in die Raumordnung und Landesplanung, die städtebauliche Entwicklung und die Landespflege einbezogen und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.

    § 4 Vorläufiger Schutz Denkmalschutzgesetz NRW (DSchG NRW)

    (1) Ist damit zu rechnen, daß ein Denkmal in die Denkmalliste eingetragen wird, so soll die Untere Denkmalbehörde anordnen, daß das Denkmal vorläufig als eingetragen gilt.

    (2) Die Anordnung ist den Eigentümern oder den sonstigen Nutzungsberechtigten zuzustellen. Sie verliert ihre Wirksamkeit, wenn nicht innerhalb von sechs Monaten das Verfahren zur Eintragung in die Denkmalliste eingeleitet wird.

    (3) Bis zum 1. Januar 1985 gilt Absatz 2 mit der Maßgabe, daß die Frist von sechs Monaten entfällt.

    § 5 Unterschutzstellung von Denkmalbereichen

    (1) Denkmalbereiche werden durch Satzung der Gemeinde, die der Genehmigung der Oberen Denkmalbehörde bedarf, unter Schutz gestellt. Mit der Unterschutzstellung unterliegt der Denkmalbereich den Vorschriften des Gesetzes.

    (2) In der Satzung ist das Gebiet zu bezeichnen, in dem Maßnahmen gemäß § 9 erlaubnispflichtig sind. Es ist anzugeben, aus welchen Gründen das Gebiet als Denkmalbereich festgesetzt wird. Dabei sollen Pläne oder zeichnerische, photographische oder photogrammetrische Darstellungen der zu schützenden Silhouette, der baulichen Abfolge der Stadt- oder Ortsbilder, Gesamtanlagen oder Einzelbauten mit der für ihr Erscheinungsbild notwendigen Umgebung (Freiräume, Freiflächen, Sichtbezüge) beigefügt werden. Der Plan oder die Darstellung ist zum Bestandteil der Satzung zu erklären. Der Satzung ist das Gutachten des Landschaftsverbandes gemäß § 22 Abs. 3 nachrichtlich beizufügen.

    (3) Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn

    die Satzung nicht ordnungsgemäß zustande gekommen ist,
    die Satzung diesem Gesetz, den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen oder sonstigen Rechtsvorschriften widerspricht oder die Festlegungen zur Erfüllung der Ziele dieses Gesetzes nicht ausreichen.

    (4) Erläßt die Gemeinde innerhalb eines angemessenen Zeitraumes keine entsprechende Satzung, so fordert die Obere Denkmalbehörde sie auf, die Satzung innerhalb von drei Monaten vorzulegen. Nach Ablauf der Frist kann die Obere Denkmalbehörde Denkmalbereiche durch ordnungsbehördliche Verordnung unter Schutz stellen. Die Verordnung ist aufzuheben, sobald eine rechtsverbindliche Satzung vorliegt.

    § 6 Verfahren bei der Unterschutzstellung von Denkmalbereichen

    (1) Die Gemeinde hat den Entwurf der Satzung zur Unterschutzstellung von Denkmalbereichen für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen. Ort und Dauer der Auslegung sind mindestens eine Woche vorher ortsüblich mit dem Hinweis darauf bekanntzumachen, daß Bedenken und Anregungen während der Auslegungsfrist vorgebracht werden können.

    (2) Nach Ablauf der Auslegungsfrist sind der Entwurf der Satzung sowie die vorgebrachten Bedenken und Anregungen mit dem Landschaftsverband zu erörtern. Soweit den Bedenken und Anregungen nicht entsprochen wird, teilt die Gemeinde ihre Stellungnahme hierzu den Einsendern schriftlich mit. Bei der Vorlage der Satzung zur Genehmigung durch die Obere Denkmalbehörde sind die nicht berücksichtigten Bedenken und Anregungen mit einer Stellungnahme der Gemeinde beizufügen.

    (3) Die Gemeinde hat die genehmigte Satzung öffentlich auszulegen. Sie hat unter Hinweis auf die Genehmigung Ort und Zeit der Auslegung ortsüblich bekanntzumachen. Mit der Bekanntmachung tritt die Satzung in Kraft.

    (4) Denkmalbereiche können auch in einem Bebauungsplan festgesetzt werden; auf diese Festsetzungen sind die Vorschriften des Bundesbaugesetzes anzuwenden.

  4. Pingback: Schizzzo oder was???? « Rundsau Duisburg

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