24., ein weiteres Mal…

der 24. eines jeden monats ist für einige noch immer ein „besonderer“ tag. seit etwa 22 monaten. nun fehlt etwas…

es wird nicht nur daran liegen, ich sei eine zeit vom internet abgeschnitten gewesen, von einer aktion zu dem tag nichts mitbekommen zu haben. plaudertaschen wie „uns D.“ als beispiel können einem die wirklich wichtigen dinge einfach nicht vorenthalten. ob man will oder nicht…

-ohne titel- / foto: parcelpanic

nicht einmal mehr zwei monate trennen uns vom zweiten Jahrestag der tragödie des 24 Juli 2010. während Duisburg im strudel der beginnenden rotation um den tag nach normalität sucht, ist in sachen aufarbeitung der stillstand verfestigt. ein ersehnter „Neuanfang“ wird ohne den abschluss der alten Ära u.a. mittels rückhaltloser aufklärung nicht stattfinden. es erinnert an einen trick aus dem grundkurs für zauberlehrlinge, bei dem es eher darum geht, effektiv vom eigentlichen geschehen ablenken zu wollen…

die unglaubliche leistung der abwahl des unsäglichen scheint im nichts zu verpuffen. als sei er alleine zu der verantwortung zu ziehen, schleifen oder wie auch immer, folgt… nix. vom sammeln der kräfte aufs nächste ziel (Jäger,Rabe & Konsorten) der verantworungslosen zumindest ist nichts zu sehen. es macht ein bild eines karrens, der sich auf dem weg zum start schon bis an die achsen eingegraben hat.

zurück zum thema: wie die vergangenen tage wird ein stiller besuch der (provisorischen) Gedenkstätte zum tagesablauf dazu gehören. und die gedanken daran, was wird, was bleibt. im sturm der gefühle und der zerissenheit, selbst früh genug umgekehrt zu sein und sein kind heile heim gebracht zu haben und im gedanken bei den eltern, die an diesem ort ihre verloren haben.

Treppe 15.05.2012 / foto:parcelpanic

heute sind meine gedanken besonders auch bei denen, die aus verschiedensten gründen bisher nicht die kraft oder hilfe gefunden haben, um sich mit dem erlebten auseinandersetzen zu können. wenn der weg für jene, die sich dem stellen können, oft schon unerträglich erscheint, wie tief geht der schmerz für die, die noch nicht realisieren können, was sie da (üb)erlebt haben?

Duisburg wird sich an der aufarbeitung und dem umgang mit dem ereignis auf lange sicht messen lassen müssen. bisher ist davon, man habe aus dem vergangenen gelernt haben können und darin auch eine chance sehen zu können, nicht einmal wirklich ein ansatz zu sehen. es macht den anschein, als sehe man nur das die destruktive kraft, nicht aber ihre lehre…

p.s.: als zeichen „gegen das vergessen“ werde ich bei einbruch der dunkelheit eine kerze ins fenster stellen. wer dem gleichtun will, bitte!

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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