Manche tragen mehr als nur ihr eigenes Päckchen…

herrje, ist das deprimierend. und so ungerecht…

neee, nicht der artikel unten. die tatsache selbst eine solche presse angeboten zu haben [1] und dann fährt dir einer derart in die parade…

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NordKurier:

Miese Arbeitsbedingungen bei Paket-Diensten

Der Paketmarkt wächst, doch die Arbeitsbedinungen in der Branche werden härter. Die Gewerkschaft verdi prangert „Lohndumping schlimmster Art“ an. Hier zu Lande sind vor allem Mitarbeiter von Speditionen betroffen, die im Auftrag der fünf großen Paket-Dienstleiter unterwegs sind.

Bei Firmen, die im Auftrag von  DHL, UPS, GLS, Hermes oder DPD  Pakete befördern, ist verdi zufolge „Lohndumping der schlimmsten Art“ keine Seltenheit.
Bei Firmen, die im Auftrag von DHL, UPS, GLS, Hermes oder DPD Pakete befördern, ist verdi zufolge „Lohndumping der schlimmsten Art“ keine Seltenheit.
Foto: dpa
 

[…] Rund 50 000 Menschen arbeiten für die fünf Paket-Riesen

Es gibt in der Paketbranche die Big 5, die fünf Großen, wie Wolfgang Abel, Leiter des Fachbereichs Postdienste, Speditionen und Logistik bei der Gewerkschaft verdi in Hamburg, erklärt. Neben Post/DHL zählen UPS, Hermes, DPD und GLS dazu. Auf ihrer Internetseite feiert die Deutsche Post den prospierenden  Paketmarkt: Um 7 Prozent  hat der zugelegt von 2010 zu 2011. Deutsche Post/DHL  befördert vier von zehn Paketen von A nach B.

Verdi zufolge arbeiten bundesweit  rund 50 000 Menschen für die fünf Paket-Riesen. „Mindestens 35 000 zu Schweinebedingungen“, sagt Wolfgang Abel. „Und das ist noch tiefgestapelt.“ […]

[…] Zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, erneuern Gewerkschaften wie verdi die Forderung nach „Arbeit zu fairen Bedingungen“. Ein gesetzlicher Mindestlohn könnte das miserable Lohngefüge nach unten beschneiden. „Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich ja schon drauf vor für Landesaufträge“, sagt Wolfgang Abel. Arbeitnehmer wie Schinderhannes könnten ihr Recht einklagen, etwa die Bezahlung von Überstunden. Zudem verbiete das Bürgerliche Gesetzbuch  sittenwidrige Löhne, also Löhne, die ein Drittel unter den tarifüblichen liegen. Allerdings: „Je näher die polnische Grenze, desto größer die Arbeitslosigkeit und die Bereitschaft zu Arbeit um jeden Preis“, schätzt der Gewerkschafter ein. „Die Abhängigkeiten der Menschen werden schamlos ausgenutzt.“ […]

alles lesen…

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„… und eins ist sicher: die Renten!“

einer der jobs, die ich auch nicht für geld und gute worte machen würde, wird dort oben umrissen. ich beneide keinen der gut 200 fahrer, die jeden tag mit einem auto voller pakete vom hof fahren um menschen glücklich zu machen, … glaubt man der werbung. „die letzte meile“ & „den letzten beissen die hunde“ gehen hier hand in hand.der fahrer ist der dumme, wo immer er auch hinkommt. gleich als erstes morgens beim chef, wenn er beim ersten Empfänger ankommt auch, beim kunden um pakete abzuholen wieder und natürlich, wenn er in die niederlassung zurückkehrt.

Duisburg Nord – Häfen / foto: parcelpanic

bei der gelegenheit möchte ich die zusteller in der menge mal in den schutz nehemen, die wirklich noch versuchen, trotz teils unmöglich anmutender vorgaben ihren job noch gut und gewissenhaft zu machen. in meinem fall wären das menschen wie Gerd, Eduard oder Waldemar. die jungs kommen garantiert in den himmel. in der hölle waren sie ja schon.

je nach unternehmen variiert das bild ein wenig. der anbieter ist im artikel ebenfalls klar, erkennbar an der farbe des paket im bild zum artikel. wettbewerb…

ich werde mich hüten öl ins eigene nest zu schütten und mit der kippe am rand hockend darauf zuwarten, der grosse vogel könne sich niedersetzten. momentan nimmt dort einiges ungeahnte wendungen und scheint sich für den grossteil der kollegen zum guten zu wenden. für mich selbst ist noch nicht klar, wie meine entscheidung auf die fast als fakten zu betrachtenden veränderungen ausfallen wird. ich sehe den vorteil noch nicht. meinen…

der mann reisst die gesamte problematik nur ansatzweise an. es geht um eigentlich die gesamte palette an schlechtigkeiten, die einem im arbeitsleben so begegnen können.

zum ausschneiden und aufpusten…

darunter fallen ordnungswidrigkeiten ebenso wie straftatbestände, was den kontrollinstanzen hinlänglich bekannt sein dürfte und bei entsprechender verfolgung für einen ordentlichen warenstau sorgen dürfte, wenn die verteilerzentren recht verwaist dastehen… andererseits „schützt“ die menschen hier wieder das argument arbeitsplätze. ob sie wollen oder nicht.

auch wenn das gerne genommene argument „wenn Du nicht willst, da warten zehn  andere!“ derzeit völlig aus der luft gegriffen ist, weil garnicht genug billige ja-köppe rekrutiert werden können, es zieht.

oder drückt, je nach dem…

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[1] das war gegenüber der neuen parsona non grata.
ich an seiner stelle hätte die idee aufgegriffen.
wobei: der mann weiss nix wirklich. woher auch? vom kaffeeautomaten?
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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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