wegBereiter

schönheit liegt im auge des betrachters [verm. Thukydides]

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DerWesten:

Politik sieht Outlet Center als große Chance

04.04.2012 | 17:07 Uhr

Duisburg. Die Politik steht nach wie vor einmütig hinter den Factory Outlet-Plänen, die Finanzierung des Hamborner Vorhabens ist gesichert, und der Umzug der Mieter vom Zinkhüttenplatz geht sozialverträglich voran – das waren die Kernsätze einer Pressekonferenz, zu der gestern die Begleitkommission für das 125-Mio-Euro-Vorhaben ins Rathaus eingeladen hatte. […]

[…] „Wir haben den Eindruck, dass Immeo den Job sehr gut macht“, sagte auch SPD-Ratsherr Frank Börner. Gerade ältere Mieter hätten jetzt die Chance, eine barrierefreie Wohnung zu erhalten.

Angesichts der hohe Arbeitslosigkeit im Norden der Stadt, die vor allem Frauen und junge Menschen trifft, wertet Ellen Pflug (SPD) das Outlet Center als Zukunftsprojekt für Hamborn: „So ein Stadtteil braucht Perspektiven.“ […]

alles lesen…

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nein, es ist keine alte meldung vom Sonntag, hatte ich auch erst gedacht…

sicher macht die immeo einen guten job. wenn man vergisst, dass bereits die hütten versilbert waren, bevor die mieter davon wussten und nun quasi mit weicher hand zwangsumgesiedelt wird. ich werde mir den vergleich zu anderen gelegenheiten solcher entwohnaktionen tunlichst sparen…

Garzweiler bei Jüchen - März 2009 / foto: parcelpanic

Duisburg hat ein verteilungsproblem. da, wo riesige brachen verwildern (z.b. Mercatorinsel/Wedau, demnächst TSTG?) will keiner bauen. wo aber Duisburg noch Duisburg ist, will man alles niederreissen. für grüngürtel und parkplätze. oder Möbelbuden und angedachter restbebauung irgendwann. die ersten eindrücke des „schicken“ neuen Duisburg kann man in der City erahnen und in den MonsterPlänen veranschaulichen.  schon heute fehlen nur wehende strohballen um das bild einer geisterstadt perfekt zu machen, wenn man sich mal nach 22:00 uhr in die Stadtmitte verirrt. aber gut, die menschen sollen da ja auch wohnen und arbeiten und sich nicht auf der strasse rumtreiben…

mir stösst ein wenig dieser Friede-Freude-Eierkuchen-gedanke der Politiker auf. nix ist gut. schon garnicht, wenn einem nebenbei verkauft wird, man stände der entwicklung irgendwie im weg und versucht das ganze mit dem völlig überstrapazierten argument von arbeitsplätzen schön reden zu wollen. schauen wir doch einmal, was das für welche werden und wieviele davon eine familie ernähren werden. [memo: erinnerungsmail 01.04.2014] perspektive? eher Pustekuchen?

relativ gesehen, eher nebensächlich, wenn man z.b. Garzweiler [HIER] dagegenhält. es ist erschreckend, wenn sich im wandel von monaten die ortsbilder der zukünftigen abbaugebiete ändern. wo man vor einem jahr noch knipsen konnte ist braches land und die bagger rücken näher…

pessimistenblick 2.0 / foto: parcelpanic (2009)

einen hab ich noch…

der übertrifft an satirischem beigeschmack den obigen artikel sogar noch:

Chef von Voestalpine: In Zukunft keine Kartellabsprachen mehr

ganz ehrlich?

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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