alles so schön bunt hier…

liest sich wie ein gast-schreiberling von der RP…

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DerWesten:

Fantastische Fernsicht von der Heinrich-Hildebrand-Höhe

24.03.2012 | 11:07 Uhr
Fantastische Fernsicht von der Heinrich-Hildebrand-Höhe
Der Blick vom Gipfel der Duisburger Heinrich-Hildebrand-Höhe in Richtung Norden – über Wanheim, Wanheimerort und Hochfeld hinweg bis zur Innenstadt. Foto: Tanja Pickartz
 

Duisburg. Selbst der glühendste Fernsicht-Verehrer steht hier oben vor dem Problem der geteilten Aufmerksamkeit: Denn auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe in Wanheim wollen bei klarem Wetter nicht nur die endlos entfernt erscheinenden Horizonte nach bekannten Landmarken abgesucht werden. Nein, die Blicke aller Besucher kleben zunächst am Gipfel-Kunstwerk „Tiger & Turtle“. Diese begehbare Achterbahn ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Hingucker. […]

[…] Als die Firma dann 2005 in die Insolvenz ging, blieben nicht nur diverse Werkshallen, sondern vor allem ein hoch belaseter, mit Schwermetallen und Giftstoffen verseuchter Boden zurück. Es bedurfte eines Kraftaktes seitens der Stadt Duisburg, um mit Hilfe diverser öffentlicher Fördermittel diese riesigen Altlastenflächen in eine Grünfläche zu verwandeln. […]

[…] Wie wundervoll sie ist, die Ruhrgebiets-Welt von hier oben. Spätestens jetzt wird auch klar, warum die Halde den Beinamen „Magic Mountain“ trägt: Dieser Berg ist wirklich magisch. […]

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wenn dieser „Hügel“ sowas wie „magisch“ ist, dann wegen seiner inhaltsstoffe, die es in sich haben und solche rauschzustände verursachen könnten.

aber der reihe nach:

[…] Selbst der glühendste Fernsicht-Verehrer steht hier oben vor dem Problem der geteilten Aufmerksamkeit: […]

glühende fernsicht… ein castor im anmarsch? dazu würde eine strahlende zukunft passen oder der gedanke an die halbwertzeit des materials? der fingerzeig mit dem ellebogen…

zufussachterbahn / foto: parcelpanic

es macht sinn in die ferne zu schauen. direkt am fuss tummeln sich eine abfallsammelstelle der wirtschaftsbetriebe, eine kläranlage, eine atommüllkonditionierungsanlage und schwerindustrie. man sollte sich schon bewusst sein, diese gut 30 meter giftmüllaufschüttung mit metalldeko stehen auf der ehemaligen werksdeponie eines unternehmens, das nicht eben als umweltfreund bekannt ist. an den umweltsünden der jahrzehnte davor ändert das nichts, wenn man noch ordentlich oben drauf baggert. hier empfiehlt sich ein sorgfältiges studium älterer unterlagen um zu verstehen, welche risiken vom „fundament“ der achterbahn ausgehen. wenn auch ein neuer Buhmann in die nachbarschaft gezogen ist.

auch „schön“ :

[…] Es bedurfte eines Kraftaktes seitens der Stadt Duisburg, um mit Hilfe diverser öffentlicher Fördermittel diese riesigen Altlastenflächen in eine Grünfläche zu verwandeln. […]

ja, sehe ich ähnlich. die kohle für den insgesamt gut 13 millionen teuren spass zu verdienen war ein kinderspiel. wenn ich das gewusst hätte, ich wäre gerne noch eine zusätzliche schicht nur dafür geblieben, die kohle aus erzwungenen steuerabgaben zu finanzieren. fördermittel hin, steuergelder her, es ist das selbe füllhorn…

tja, da sollten wir an der recherche feilen:

[…] Das aus verzinktem Stahl gefertigte Kunstwerk wiegt etwa 90 Tonnen, kostete rund 1,7 Mio Euro und war nur dank der Mithilfe zahlreicher Sponsoren zu finanzieren. […]

wettleuchten / foto: parcelpanic

es kostet nur den steuerzahlen diese summe. insgesamt aber, mit sponsorengeldern, etwa drei millionen. also 10 für den hügel plus 3 für das „ding“ . mit diesen 13 millionen ist aber eigentlich vergessen, die aufarbeitung des bodens gegenüber, auf dem das „ding“ steht mit zu berücksichtigen. und: bis 2008 hat die investition in das gelände etwa 47 millionen betragen (incl. erschliessung Logistikflächen). wenn man sich also die flächen zusammenrechnet… herzlichen glückwunsch!

wenigstens ist die fläche nun belastungsfrei… von GNS und den WildWest-LKW-Walter-Wagenburgen absehen.

auch, wo wir bei sinnfrei sind. in den ersten wochen war das „ding“ ohne zugangsregelung 24/7 begehbar, was uns nun wieder als neuerung verkauft wird. zwei schritte zurück und einer vor, … und das ist fortschritt?

besonders gut gefällt mir diese randnotiz:

[…] Öffnungszeiten
Bald rund um die Uhr

Das Kunstwerk „Tiger & Turtle“ ist derzeit nur an Wochenenden zu betreten – und zwar samstags und sonntags zwischen 10 und 20 Uhr. Das wird sich bald ändern. Die neue Überwachungskamera ist installiert und geht in der nächsten Woche in Testbetrieb. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Kunstwerk dann mit Beginn der Herbstferien am Montag, 2. April, an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr geöffnet sein. „Besagte Kamera sendet Live-Bilder an eine Überwachungsfirma, die für die Stadt Duisburg tätig ist“, erklärte Stadtsprecher Peter Hilbrands. Sollte sich abzeichnen, dass mehr als die maximal erlaubte Zahl von zeitgleich 195 Personen das Kunstwerk erklimmen will, fährt ein Mitarbeiter der Überwachungsfirma heraus und reguliert den Zustrom. […]

achso, 195 personen?

anfangs sprach man von 40,  auf dem hinweisschild am eingang steht was von 100 und nun können gar fast 200 drauf? sensationell! Duisburger Zahlen halt. am ende wird man feststellen, selbst die 40 wären nur medienwirksame ziffern gewesen?

im wendland wird der müll wenigstens noch unter die erde gebuddelt…

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Über parcelpanic

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