Weichen gestellt

es schickt sich an, eine der geschichten zu werden, bei der wieder einmal etwas ganz anderes hinter einer solchen meldung steckt, als es den anschein hat…

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produktion.de:

14.03.2012 | Metallverarbeitung

Voestalpine schließt Schienenwerk in Duisburg zum Jahresende

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will sein Schienenwerk in Duisburg schließen. Der Grund liege in der mangelnden Wirtschaftlichkeit der TSTG Schienen Technik GmbH & Co. KG, wie das Unternehmen mitteilte.

LINZ (Dow Jones/ks)–Eine wettbewerbsfähige Fertigung von Schienen sei dort auf Dauer nicht mehr möglich. Die Schließung soll frühestens zum Jahresende erfolgen. Es werde derzeit geprüft, wie die 350 Mitarbeiter in dieser Situation unterstützt werden können. […]

[…] Im Zusammenhang mit der Stilllegung und aufgrund eines schwebenden Kartellverfahrens in Deutschland hat der Voestalpine-Vorstand zudem beschlossen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt 205 Mio Euro zu bilden. Sie werden im Jahresabschluss zum 31. März ergebniswirksam. […]

alles lesen…

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was an der meldung so ungewöhnliches ist?

sicher nicht, das mal wieder in Duisburg Jobs verloren gehen sollen. auch nicht, was zumeist in solchen fällen ein paar etagen höher passiert, damit vorstände keine not leiden müssen…

noch mitte Februar konnte man folgendes lesen:

[…] Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres 2011/12 mit 8,88 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 7,94 Mrd. Euro. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verzeichnete Österreichs führender Stahlkocher einen Anstieg auf 676,4 Mio. Euro, nach 658,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nachsteuerergebnis verbesserte sich leicht auf 411,4 Mio. Euro, nach 400,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. […]

quelle: finanzen.net

[…] Mit Jahreswechsel habe im Stahlgeschäft eine konjunkturelle Trendumkehr eingesetzt, womit im vierten Quartal von einer Ergebnissteigerung auszugehen sei. […]

quelle: produktion.de

was also stimmt nun?

von allem etwas vermutlich. das was da so allgemein als Kartellverfahren bezeichnet wird heisst im klartext: Voestalpine wird mit anderen „Schienenfreunden“ Preisabsprachen nachgesagt. das kann nicht nur erhebliche Kartellbussen, sondern auch erheblich Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. daher die rücklage.

eine andere meldung besagt, der Stahlkonzern Voestalpine stelle seine weichen im geschäft neu und werde in Brasilien investieren. geplant sei eine verdoppelung des umsatzanteils auf 50%. klingelts?

wer dann also seinem arbeitsplatz hinterherziehen will, für eine handvoll Reais, …

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