Querschläger

geneigte/r betrachter/in,

mir ist schon bei den ersten zeilen klar sicher heute nicht den „home run“ zu laufen oder wie man ein halbwegs gelungenes ergebnis nennen will. ich werde froh sein, wenn ich überhaupt über die ziellinie humpele   😉

weder die „presse“ (was man auch darunter verstehen will) hat wirkliche anregungen zu bieten, noch kommt eine wirklich sprühender gedankenblitz zum post des lebens aus richtung dessen, was man für sein privatleben hält. was aber auch nur bedingt einen nutzen gehabt hätte haben können, weiss man um mein unvermögen gedankenblitze des tages bis zur begegnung mit dem zuhause-internet zu konservieren.

Duisburg - The City & me / foto: parcelpanic

auch die idee, solche dinge, die sich einem förmlich aufdrängen und dann zeitfüllend die hirnwindungen entlangwandern, während man von punkt a nach b wechselt auf papier zu bringen hat sich nur mässig bewährt. kennen Sie menschen, die nach etwa vier stunden ihre eigenen handschriftlichen notizen kaum entziffern können? hier, ich!

eine der eher tiefgreifenderen und damit haltbaren synapsenkurzschlüsse ist die fixe idee eine möglichst geringe wahlbeteiligung bei der OB-Abstimmung (als „Wahl“ kann man es nicht bezeichnen) zu propagieren. dabei geht es um den sinn und unsinn des quorums zur Abwahl (die auch eher eine Abstimmung ist). es würde bedeuten, sagen wir 10% wahlbeteiligung würden zur „Wahl“ genügen, aber eine „Abwahl“ bräuchte 25% wahlbeteiligung allein an „Abwählern“… eben, hat mich ähnlich verwirrt. bloss nicht drüber nachdenken!

der gärtner war`s! / foto: parcelpanic

ich stehe nicht alleine mit der meinung, dieses entstandene vakuum sei nicht eben förderlich auf dem weg zu einem echten Neuanfang. wenn man diesen wirklich will. bis dato macht es den anschein, das stürzen von uns Adolf hätte es jetzt „gebracht“. nö, … so garnicht?

es ist sporadisch schon angedeutet worden, allein zu sagen etwas sei nicht eben vorteilhaft (mal niederschwellig formuliert) genüge nicht, um etwas zu verändern. en miniature, in Gutsherrensprache ausgedrückt, fängt dieser wandel in politik und gesellschaft bei uns an, also jedem für sich. oder garnicht. darauf zu warten oder gar vertrauen, die anderen werden es schon für mich richten hat ach zu einigen der dunkleren kapitel der geschichte beigetragen.

[Umbaupause]

befindet sich Ihr bewegungsradius im bereich von öffentlichen begrünungen? haben Sie die verstärkte akrtivität von abholzern und spänefräsern bemerkt? lassen Sie sich dabei von den teils noch sichtbaren „Winterdienst“-schildern nicht konfuziunieren. die haben schon ihr (grünes) sommerfell, die jungs  😉

shine on you crazy diamond / foto: parcelpanic

es verwundert allerdings und stellt die frage in den raum, ob sich die truppe noch im halbschlaf oder einer aufwärmphase befindet, wenn beidseitig eine woche lang die hochbeliebten seitenstreifen am rande eines industriegebietes mit parkverbot belegt werden. mittels der duisburg.de angebotenen stadtpläne und messinstrumentarien komme ich auf eine aufgerundete strecke von 550 je seite, also etwa 1,1 km. und wir reden nicht über blümskens inne erde proppen oder so. es sieht aus, als sei „Edward mit den Scherenhänden“ in raserei da entlanggaloppiert.

nun werd ich mal kleinlich. mindestens sechs leute habe ich (nur dort, bin drei „baustellen“ begegnet) zu dem unternehmen „CO²-fresser killen“ gezählt.sind schon 18. aber bleiben wir bei einer „wanderbaustelle“.

also 5 Tage mal 6 Verdiener mal 8 Tagstunden = 240 arbeitsstunden (TVTs, *gg*)

1100 meter / 240 std = 4,59 m/std … woooow!

… oder anders gerechnet (theoretisch): damit nur einen tag diese beidseitig 550 meter (oder gut 150 stellplätze) für so einen „pillepalle“ gesperrt wird und zusätzlich noch aussgerechnet in der zeit mal wieder verstärkt knöllchen geschrieben werden (ein schurke der da arges denkt!) wären 30 leute nötig gewesen. jeder hätte in einer schicht etwa 37 meter kleingehölz niedergemetzelt… dabei vergessen wir den geräteeinsatz zwar, aber sei es drum…

p.s.: bei der aktion „Schattenfiguren II“ [HIER] wurden in kaum acht stunden zu vier menschen gut 400 meter geschafft und ohne „Stadtlichen Lohn“ …  filigranarbeit kontra abholzen s.z.s. – oder auch zynischer: als bei NF nicht nur bei FB stimmung gemacht wurde…

[Umbaupause]

wenn man dinge begonnen hat, muss man, wenn man sich von ihnen trennen will, auch eine art abschluss finden. wenn es sich noch um dinge handelt, in die man auch herzblut investiert hat, sich nicht nur mit dem wort sondern vielmehr mit taten eingesetzt hat, um so mehr.

on the run / foto: parcelpanic

für mich ist es zeit, sich von den dingen zu trennen, die mich mit Never forget verbinden. es macht für mich keinen sinn, konsequenz von anderen einzufordern und nicht selbst so zu handeln. zukünftig werde ich den ort bestenfalls noch als besucher erleben, mein einsatz hat eigentlich schon im herbst 2011 geendet. ich hätte es neben dem würdevollen gedenken wichtig gefunden den respekt der beteiligten in der Gedenkstätte erkennen zu können. die hoffnung geht zuletzt…

was es werden wird ist so ungewiss, wie wir je erfahren werden, wieviel dessen, was in kleinstarbeit vieler beteiligter und engagierter menschen an fakten zusammengetragen wurde nicht nur eine relative gewissheit bleibt. eine, die für alle zeit mit dieser stadt verbunden bleibt, wenn keine rückhaltlose aufklärung stattfinden kann. und danach sieht es wirklich nicht aus…

ähnlich verhält es sich, so bitter es scheint auch an dem, was einst der anfang zu einer würdigen Gedenkstätte schien. es bleibt der alte twist um die fläche. wer wann (notfalls gerichtlich festgelegt) sein darf, als beispiel. der tanz um das golden schimmernde kalb, ein abgesang auf die kultur?

derzeit orientiert sich alles neu. wo man resonanz bekommt oder sie zugetragen wird, geht es eben darum. im abgang taucht die frage auf, ob das eine internet dazu noch reicht…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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Eine Antwort zu Querschläger

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