gerührt, ausnahmsweise nicht geschüttelt!

oder: Tage wie dieser…

… weil die welt sich weiter dreht, egal was wir machen,

darf man zwischendurch auch mal in den keller gehen,

… zum lachen

[quelle: Blockwart]

Sonntag, wenn ich nicht eben eine brandwunde davon getragen hätte, ich würde anmerken: der tag des herren. lasse ich aber lieber, man weiss nie, welchen glaubenskrieg man just damit auslöst…

nicht wasser, nicht luft / foto: parcelpanic

Samstag 06:40 Uhr – DU Meiderich

ich freue mich eigentlich schon über jeden tag, an dem keine wirklich bösen mails die einkehr ins postfach finden. es sagt mir, ich wäre am vortag nicht nur nicht allzuvielen menschen, die niemand zwingt immer und immer wieder diesen (trash-)Blog zu lesen, auf die füsse gelatscht. ungewollt vielleicht sogar oder schlimmer noch unwissentlich?

es wird einen quasi unterstellt nur nach gelegenheiten ausschau zu halten, den paar leutchen, die sich tatsächlich in diese schmuddelecke des internet verirren auch unbedingt noch eins auswischen zu wollen. könnte ich interpretieren. tu ich aber nicht. es beisst sich zudem mit der argumentation, ich würde alles für hohe klicker-zahlen tun. ist aber auch latte…

Mosheebau Essen-Frohnhausen / foto: parcelpanic

die eher christliche unruhe war auch einer der auslöser die baustelle einer der zukünftigen „Top 10“ moscheen im ruhrgebiet zu besuchen. in Essen-Frohnhausen befindet sich eine der gebets- und begegnungsstätten im bau, die deutlicher als viele andere darum bemüht sind, begegnungen zwischen den religionen zu ermöglichen.

bei meinem besuch in Essen bin ich eher zufällig wieder darauf aufmerksam geworden, als ich auf der hinreise von der Bahn aus den rohbau sah. also suchte ich für die rückfahrt eine verbindung, die ebenfalls dort „station“ machte. wie früher die postkutschen, wenig entfernt, um die pferde zu wechseln. aber:  ich scheife ab… 😉

aus längst vergangenen tagen... / foto: parcelpanic

Essen-Frohnhausen: man begegnet dort auch den anderen herrn gastarbeiter, menschen mit eigenen vorstellungen ihres platz in unserer gesellschaft. wie z.b. Kenan Y., den ich dort getroffen habe. ihm geht es auch und in erster linie um die eigenständigkeit der Moschee, anders als in Duisburg. hier emängelte er, die „spenden“ seien oftmals an bedingungen geknüpft. wer beim Freitagsgebet dort seinen obulus leistet, könne dies in der gewissheit tun, man tue etwas für die vielzitierte integration der menschen unabhängig ihrer religion…

wenn diese begegnungsstätte, die sie sein soll und hoffentlich auch wird, einmal fertig gestellt sein wird (und das wird sie) trägt sie die grösste kuppel, nicht nur in Europa. ich konnte die behauptung meines auskunftfreudigen baustellenbegeher nicht überprüfen. der angabe nach werde mit gut 39 meter eine neue marke gesetzt.

close-view to highspeed / foto: parcelpanic

der haltepunkt ist an sich für fotofreunde interessant. wer hier ein wenig zeit verbringt und in der lage ist seinem ablichtungsgerät den hinweis zu geben

• eine kurze belichtungszeit und

• schnelle auslösezeiten

•  sowie das gerät möglichst bewegungslos haltend zum auslösen bringen…

… kann viele tolle bilder diverser baureihen der DB mit heim nehmen. unbewegte bilder bekommt man hier allerdings nur vom „milchkannenexpress“, sprich S-Bahn, u.a. der S109.

kennen Sie Essen? eine schier unbegreifbare stadt. „ich könnte dort nicht leben“, sagt ein Duisburger. das was unsere stadt gerne wäre hat diese stadt und es drangsaliert sie. der versuch sowas wie eine ordnung in dieses einbahnstrassenghetto zu bekommen lähmt diese gebilde mehr, als es nutzen könnte. das stört aber auch eher menschen, die von aussen kommen. innerorts kommt man, ÖPNV-wissen vorrausgesetzt, wesentlich schneller von A nach B und muss nicht einmal einen parkplatz für die Tram besorgen… 😉

schön, aber desorientierend... / foto: parcelpanic

versuchen Sie mal den Bahnhof. ach nein, nicht mal parken! eigentlich gut gegliedert, fast sogar selbsterklärend. vermutlich aber nur für nicht eingeborene. also des gleichen kontinent. es ist möglich, Australier z.b. kämen dort ad hoc klar, … zu meiner eigenen belastung muss ich gestehen nach der falschen verbindung gesucht zu haben. zumindest habe ich so mehr von der stadt gesehen, als erwartet. anders als sonst mal mit der gelassenheit des nicht-selbstfahrers besonders in einer solchen stadt wirkt die City auch nicht vertrauenserweckender…

man muss zur entlastung Essens sagen, kein mensch (meist also auch nicht einheimische) verstünden die verkehrsführung. die meisten haben aber etwas wie einen instinkt, der sie führt. vergessen Sie Ihr Navi, wenn Sie es nicht täglich über neu ge- oder entsperrte strassen informieren. anderen falls hat es den nutzen, wie ein kollege zu sagen pflegt: „it`s just a brick.“

für eines habe ich auch heute noch das staunen eines kindes, betrachtet man das ganze im rückblick. es ist mir unbegreiflich, wie der wanderzirkus Loveparade hier „funktioniert“ hat…

KnotenPunkt Essen-Frohnhausen / foto: parcelpanic

p.s.: bitte besonders bei gleisnahen aufnahmen beachten!

wenn es sich überhaupt nicht verhindern lässt, glaisanlagen zu betreten, achten Sie unbedingt auf (eigen-)sicherung. ein vermeindlicher bewuchs des gleisbett sagt nichts darüber aus, on die strecke grundsätzlich nicht befahren wird! aufenthalte im bereich von gleisen werden als eingriff in den bahnverkehr gewertet und endsprechend geahndet! (also IMMER absichern, nicht erwischen lassen!)

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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