Gerne auch so…

wer zynisch sein will, merkt an, man könne hier das ergebnis von koordiniertem protest in Duisburg sehen:

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DerWesten:

Duisburg legt Ort für Loveparade-Gedenkstätte per Bebauungsplan fest

21.02.2012 | 17:53 Uhr

Duisburg.Die Fläche für die Gedenkstätte der Loveparade-Katastrophe auf dem Gelände der Duisburger Freiheit an der Karl-Lehr-Straße ist planerisch gesichert worden. Sie ist etwa 100 Quadratmeter groß und wird als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Gedenkstätte Unglücksort Loveparade“ Teil des Bebauungsplans. […]

[…] Unter Einbeziehung der Anregungen seien Entwürfe für eine Gedenkstätte entwickelt worden. Der zunächst geplante Fuß- und Radweg wird verschwenkt und die Fläche des Parkplatzes des Möbelhauses reduziert. Dies schaffe eine Fläche für die Gedenkstätte, in der Treppe und Teile der Rampe erhalten blieben. […]

alles lesen…

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aha…

nun ja… wenn es dann keinen weiteren entrüstungssturm hervorruft, ausser das sich ein fk-du in den kommentaren beschwert, weil ein archivbild verwendet wird… glückwunsch!

Karl Lehr Str. - 24.07.2011 / foto: parcelpanic

von denen mit unterstützung zu rechnen, die sich noch vor einem jahr vor jeden bagger werfen wollten, der auch nur den anschein machte dort „gestalterisch“ tätig zu werden? wohl kaum.  bitte, wenn sich die herrschaften mit dem, was man dort offeriert zufrieden geben, es steht ihnen mehr als nur zu. es waren ihre angehörige…

meine aktive zeit um die bemühungen für eine würdige Gedenkstätte im sinne der angehörigen etc endet hier endgültig. ich werde weiter beobachten, aber an keinen aktionen aktiv teilnehmen. keine der gruppen vermag es menschen ausser den eigenen mitgliedern zu motivieren oder gar zu binden. keine der gruppen ist in der öffentlichkeit präsent, zu dem thema. die einen wollen, können aber nicht, die anderen wollen garnicht erst, obwohl sie könnten. und dazwischen?

Rampe, Treppe, Turm - 2009 / foto: parcelpanic

die zeit wird mittel und wege bringen, jene mehrkosten, die Krieger für einen entwurf a la Mogendorf/Spannhoff nicht bereit war zu kalkulieren, deutlich zu überbieten. wenn sich die medien schon auf suspekte artenvorkommen einlassen, wird man noch lange daran werkeln können, den zusammenhang zu der Loveparade und der tragödie auch und besonders bei der zielgruppe des areals nicht einschlafen zu lassen.

eine weiterer unberechenbare grösse ist eine baustelle an sich. erst recht in der grössenordnung… die palette an möglichen kostenverursachern reicht von materialfehlern über menschliches versagen bis… man weiss es nicht.

ich bitte von belehrungen bzgl. der „macht“ eines herrn Kriegers abstand zu nehmen. zum einen weiss ich über wenn wir reden, weil er mich nicht erst seit gestern beschäftigt, zum anderen ich bin keinen blauen blutes und werde kaum wie der PrügelPrinz Ernst August zu „markieren“ beginnen. auch die nummer mit grossformatigen plakaten, nicht meins. plump unrichtige behauptungen aufstellen? ach nö… es geht auch leise, still & heimlich (so wie „die anderen“, nur ganz anders). über bisherige solcher aktionen hat „man“ auch nichts gelesen (ausser vllt. bei D.S.?) und ich muss mich bei meinen aktionen nicht mal filmen lassen!

und: ja, ich bin mir durchaus bewusst, mit wem ich mich „anlege“. das war ich auch beim freund Adolf… und? eben!

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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4 Antworten zu Gerne auch so…

  1. Jürgen Rohn schreibt:

    Zitat: nun ja… wenn es dann keinen weiteren entrüstungssturm hervorruft, ausser das sich ein fk-du in den kommentaren beschwert, weil ein archivbild verwendet wird… glückwunsch!

    Friedel Kaufhold hat mit Georg Berner Weihnachten an der provisorischen Gedenkstätte einen Kranz abgelegt und kann mehr, als sich nur über Archivbilder beschweren. Er ist u.a. in Ungnade gefallen, weil er als vermeintlicher Nebenbuhler eines Eifersüchtigen dessen Zorn erregte. Dass Kaufhold sichergehen will mit seinem Leserkommentar auf DER WESTEN, ein Archivbild der verkehrten Seite sei verwendet worden, kann ich nachvollziehen. Denn es verunsichert, da die gegenüberliegende Seite der Gedenkstätte abgebildet wurde.

    Es hat zu viele Bemühungen der Kassenpaniker gegeben, die provisorische Gedenkstätte zu beschädigen. Sei es, sie mit Steinhaufen absaufen zu lassen, sei es durch stete Hetze, sei es durch den Diebstahl von Trauergaben. Außer Besserwisserei kam aus diesem Kreis an ständige Arbeit vor Ort und finanzieller Beteiligung sehr wenig.

    Das Ergebnis an sich mag jetzt in Ordnung gehen. Die Gedenkstätte wird als Grünfläche geplant und nicht als historischer Ort, wo man die Unwürde konserviert hätte.

    Ohne die stete Arbeit von Konni Hendrix und ihre Mitstreiter wäre es nicht zu diesem Ergebnis gekommen. Denn aus einem Kreis, der selbst nicht auf Rosen gebettet ist, wurde ein Kampf gegen das Vergessen geführt und das Thema aktuell im Bewusstsein gehalten in den Medien. Wo standen denn die Vertreter der Politik, der Presse, ja wo standen auch die Hetzer und Kritiker? Genau an dem Ort, der nun an gleicher Stelle zu einem Teil erhalten wird. Das Trittbrettfahrer Ende letzten Jahres ihre Vereinssatzung umschrieben und erst beim Jahrestag die Liebe zur Rampe entdeckten, macht ihre Gesichter, verzerrt durch Geiz, Hass und Hetze, nicht ansehnlicher.

    • parcelpanic schreibt:

      Du, Herr Rohn?
      das nenne ich mal auf den punkt gebracht und bin beeindruckt!
      vielen wird das nicht schmecken, aber es gibt unbeschönigt das bild wieder, welches sich einem bietet.

      Danke

    • parcelpanic schreibt:

      […] Er ist u.a. in Ungnade gefallen, weil er als vermeintlicher Nebenbuhler eines Eifersüchtigen dessen Zorn erregte. […]

      welcher ist den genau gemeint?
      da gibt es wohl mehrere meinungen und keiner von denen fühlt sich gemeint…

  2. Lothar Evers schreibt:

    Der Artikel in „Der Westen zeigt, welche Fortschritte in Bezug auf die Gedenkstätte erzielt wurden. Wir erinnern uns alle noch an die erste Anhörung in der Bezirksvertretung Mitte im April 2010. Da sollte ein Denkmal auf der gegenüberliegenden Strassenseite an die Katastrophe erinnern. Den historischen Ort wollte man vernichten und überbauen. Langsam, ganz langsam hat sich das geändert. Da geb es den Gedenkraum mit Glaskuppel. Da gab es den drei Meter breiten Eingang wo man den Ort wo die Toten lagen hätte steigen müssen. Da gab es die öffentliche Auslegung der Bebauungspläne und die zahlreichen Stellungnahmen der verschiedenen Initiativen dazu. Da gab es die Diskussion um das Nebensortiment.
    Was klar ist:
    Kuppeln und Deckel sind vom Tisch.
    Teile des historischen Ortes bleiben erhalten. Der Eingang ist breiter, der Ort gewidmet.
    Das ist viel, und das ist zu wenig.

    Was wir jetzt vorgestellt bekommen, ist nicht mehr als die Grundlage eine erneuten Offenlegung. Es ist nicht der Endstand.
    Den beschliesst der Rat, nachdem wir alle erneut Stellung bezogen haben.
    Ausserdem gibt es ab April einen neuen Dezernenten für Stadtplanung, der sich vielleicht auch noch positionieren will.

    Und es gibt „Herrn“ Johann, der den Ort belebt und zu uns allen eine freundlich Beziehung pflegt.
    Es lohnt sich also zu kämpfen und zu handeln.
    Aber:
    der Fortschritt ist eine Schildkröte.
    Auch und gerade wenn man Investoren in Duisburg etwas abringen will..

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