“Das Pferd von hinten aufzäumen”

statt dem eigentlichen problemen auf die spur zu kommen, hält man sich lieber an die weisheiten der Dakota-Indianer (s.u.) …

← clever!  ◊ weil jeder heute sozialticketberechtigte ein smartphone sein eigen nennt, heisst das noch lange nicht, die mehrheit hätte da einen nutzen von, eine mail zu bekommen, der zug käme was später. die weniger betuchten nicht, weils meist fürs mobile internet nicht reicht und die mail nichts nutzt, wenn man schon auf dem weg zum bahnhof ist. kann man dann lesen, wenn man heim kommt, um die eben verauchte wut erneut mit öl zu besprühen?

genauso sinnfreier gegenvorschlag:

„wir verspäten uns besser und zuverlässiger!“

„kommen Sie zur Abfahrt, wann Sie wollen. machen wir ja auch!“

in naher zukunft wird also neben der normalen abfahrtszeit eine durchnittliche verpätungsdauer angegeben? oder dann eine warnung senden, wenn unerwartet mit einer pünktlichen abfahrt zu rechnen ist?

+-+-+-+-+-+-+-+-+

Weisheit der Dakota-Indianer

„Wenn du entdeckst,
dass du ein totes Pferd reitest,
steig ab.“

Statt dessen werden immer ausgefeiltere Strategien entwickelt_

  1. Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche.
  2. Wir sagen: „So haben wir das Pferd schon immer geritten”.
  3. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.
  4. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  5. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
  6. Wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben.
  7. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können.
  8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können.
  9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
  10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist.
  11. Wir schirren mehrere tote Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden.
  12. Wir erklären: „Kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können.”
  13. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt.
  14. Wir erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde.
  15. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung von toten Pferden zu finden.
  16. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.
  17. Wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde.
  18. Wir entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde.
  19. Wir erstellen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
  20. Wir strukturieren um damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.

quelle: unbekannter verfasser

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Über parcelpanic

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Eine Antwort zu “Das Pferd von hinten aufzäumen”

  1. Katharina schreibt:

    Fahre nicht mit der DB, reite auch kein Pferd.Meine Erfahrungen beschränken sich auf DVG.
    Sonntag: Die Bahn soll 10.03 fahren. Komme 10.01 um die Ecke, steh 10.02 a.d. Haltestelle.
    Eine alte Dame mit Hündchen sagt: „Die Bahn ist schon längst weg.“ Prima, da kommt Freude auf.
    Und das ist nicht ein einzelner Vorgang.
    Rosenmontag. Ein LKW hat die Oberleitung der L.901 gerissen. Da kann die DVG nichts für.
    Einsatzbusse sollen kommen, denn alle wollen in die Stadt zum ZUG. Krise bei allen Fahrgästen.
    1/2 Std. später, Fahrgäste für 2 Straßenbahnen warten. Was kommt. Ein kleiner, kurzer Bus.
    Nur die Hälfte der Gäste passen rein. Die anderen dürfen warten. Da die DVG keinen Fahrer mehr hat, werden NUR 2 Notfallbusse eingesetzt.Wieder mal sehr intelligent, denn so läuft es jedesmal, wenn eine Bahn ausfällt. Und die fällt oft, auch ohne Begründung aus.
    Dann heißt es lapidar: Linie … um …. Uhr fällt aus. Fahrgast, Du hast das zu schlucken.
    Die Erstattung des Fahrpreises ist Kulanz und freiwillig. Gnade des Monopolisten.
    Weihnachten, es schneit. Die Bahn fällt aus, weil die Oberleitung friert. OK, verstehe ich.
    Aber kann mir mal einer erklären, warum kein Bus fahren kann. Taxi, Polizei, Krankenwagen
    private PKW´s können fahren, aber keine Busse. Du mußt zum Bahnhof oder zur Arbeit, hast ein teures Ticket i.d. Tasche und es kommt NICHTS. GARNICHTS. Teures Taxi angesagt, wird aber nicht erstattet. Schreibst einen Brief an die DVG und sie antworten noch nicht einmal.
    DVG will immer unbedingt den vollen Preis bezahlt haben, sonst fährt man schwarz.
    Die Hälfte oder ein Drittel oder ein Viertel, NÖ, das geht nicht.
    Die DVG bringt aber oft nicht die volle.bzw. 100%ige Leistung.
    Für eine Großstadt „Duisburg“ keine rühmliche Dienstleistung.

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