Verhalten optimistisch, mit der Gesamtsituation unzufrieden?

ich habe achtung vor den 21.tsd-irgendwas Sauerlandbefürwortern, die ihrer verblendung so unnachgiebig folgten. würde man mit dem selben spott antworten, den sie noch vor einer woche für das breite DuisBürgerBündnis hatten, würde man ihnen unterstellen, es wäre ihnen vermutlich sogar egal welchem Adolf sie blind hinterher stolpern…

Mond & Abstich - 04:00 a.m. / foto: parcelpanic

ich bin stolz auf die DuisBürger

und noch immer erstaunt, ungläubig und siehe headline…

ja, stolz. mindestens 129.tsd-und-ein-paar-kleine mal. auf jedes kreuz, hinter dem ein einwohner dieser stadt steht. stolz auf jede/n einelne/n derer, die eine menge zeit und herzblut in das unterfangen gesteckt haben. auf die freien unterstützer, die sich ihren fähigkeiten entsprechend eingebracht haben.

Tue Gutes und rede darüber.“  diese zitat von Walter Fisch ist momentan vielzitiert aber nonsens. man möchte es schon mit einem „… und vergiss dir nicht eine spendenquittung geben zu lassen!“ ergänzen. muss aber nicht sein, es ist nur der versuch zu einer erklärung. nicht so einer allgemein gültigen, eher wie das ganze in meiner kleinen realität aussieht.

bis dato habe ich mich zu solchen äusserungen a la „was haben wir das toll gemacht“ , „jetzt haben wir ihn aus dem amt gejagt“ oder dergleichen fast nicht hinreissen lassen. die letzten tage waren geschwängert mit meldungen, in denen ein jeder, der zumindest ein kreuz gemacht hat, damit eigentlich schon der ausschlaggebenden akteur in der ganzen sache war. das mag man noch verschmerzen. wenn aber die frage ins spiel kommt: „und die ganze hechelei wofür? wer dankt es mir?“ wer für seinen selbstgewählten einsatz auch nur einen blumentopf erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. zu recht, im übrigen. die haltung, andere mögen die an sich selbst gestellte anforderung erfüllen, hiesse das sonst. die motivation von Hinterbliebenen und Betroffenen ist beiden meisten recht klar ersichtlich, die empörung mehr als verständlich.

Stadtbad Hamborn / foto: parcelpanic

mit der neuen ära gilt es auch sich neu aufzustellen.

der workingclasshero Stegmann mit „wir machen das schon“ Hüsken ebenso wie das, was man bisher etablierte parteien nannte. genauso aber jeder, der sich vertreten sehen will. Duisburg wird einen weg finden müssen stärker gesellschaftsorientierte politik voranzutreiben. damit, ein entscheidungsgefälle zugunsten des kommerz zu huldigen hat man sich in eine einbahnstrassen-sackgasse manövriert. es ist nicht zwangsläufig notwändig, jeden fehler auch selbst machen zu müssen, um daraus auch eine lehre zu ziehen.

hier genauso weiter machen zu wollen hätte etwas ebenso sinnbefreites wie eine erneute kandidatur von Herrn Sauerland. nicht erst 2015, aber dann auch… oder für schlaue leute: „Accipitri columbas credere“ (etwa: dem Habicht Tauben anvertrauen)

den würde ich übrigens bei einer der kommenden Ratssitzungen gerne im kreise der zuschauer begrüssen. nicht was Sie vielleicht denken. es böte ihm die gelegenheit, den zirkus mal aus der betrachterperspektive auf sich wirken zu lassen. alternativ bietet sich der Jakobsweg an. falls die entscheidung dazu fällt, bitte eine kurze notiz, ich wollte den auch immer schon mal gehen  😉

A59 Einfahrt zur Unterführung Bhf-platte / foto: parcelpanic

bei dem, was einigen der Klemmbrettguerillaaktivisten und freien unterstützern unter einem „Neuanfang“ vorschwebt, ist mit der gelungenen abwahl der einstig in das eigentliche projekt „direkte demokratie“, wie man derzeit zu sagen pflegt, gelungen. praktisch, als wenn der Adolf wieder irgendwo einen spaten in die erde gedrückt hat als start für ein neues Steuergeldermillionengrab „Leuchtturmprojekt“ … aber ich schweife mal wieder ab.

alle absichtserklärungen und formulierungen zum weiteren vorgehen werden mit leben gefüllt werden müssen, will man diese chance zu einer modernen Demokratie nicht ungenutzt lassen. dazu wird jeder für sich auch irgendwann vor der frage stehen, ob es weiter genügt „like button“ zu drücken, kommentare zu schreiben, aber das nicht auch „zu leben“. Duisburg hat mit dem klaren ergebnis nicht nur die „SauerlandFreunde“ überrascht. da nutzt all das kleinrechnen nichts, keine entschuldigung man habe sich enthalten (21tsd-irgendwas haben es nicht getan) oder gar noch einen betrug unterstellen.

der Ex-Ob äusserte noch vor einer woche die hoffnung, man würde das ergebnis akzeptieren…

… alle

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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