Nach der Abwahl…

ist vor dem nächsten Schritt…

die ruhe, die sich einige aus verschiedenen gründen gewünscht haben mag nicht einkehren. die stimmen mehren sich. beides halte ich für „gut“ und wichtig.

wie weit die schnittmenge da tatsächlich harmonieren, wenn man sich die ins boot holt, die so sicher im kielwasser der auf schlingerkurs befindlichen „fetten beute“ zu finden waren, wie Möwen in der nähe von Trawlern, zeigt sich derzeit am beispiel SPD. bündnispartner, die mit den altbewährten mitteln des systems auf nicht eben transparenten wegen in einer sensiblen phase der mobilisierung der menge derart agiert… um in jargon zu bleiben: auf die planke mit ihnen!

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faz.net:

Arme Braut mit schlimmer Vergangenheit

15.02.2012 ·  Nach der Abwahl Adolf Sauerlands sucht Duisburg nach Kandidaten für seine Nachfolge. Da die Stadt fast pleite ist, hat sich bisher keine Schlange von Bewerbern gebildet.

Von Reiner Burger, Duisburg

Es ist ein schlichter Verwaltungsakt, mit dem die Ära Adolf Sauerland am Mittwoch endgültig endet. Um 13 Uhr stellt der Wahlausschuss der Stadt Duisburg im Zimmer 300 des Rathauses das amtliche Endergebnis der Abwahl des Oberbürgermeisters fest: 129626 Wahlberechtigte haben mit Ja gestimmt, 21538 mit Nein. „Damit ist der Oberbürgermeister nach der Gemeindeordnung NRW abgewählt“, teilt die Stadt nach der Sitzung des Ausschusses kurz und bündig mit. Elf Stunden später, mit Ablauf des Mittwochs, endet dann Sauerlands Amtszeit. […]

[…]Auf der Suche nach Liebe

In den kommenden Tagen und Wochen wird Duisburg damit beschäftigt sein, einen oder mehrere geeignete Kandidaten für des Amt des Oberbürgermeisters zu finden. Gesucht wird eine möglichst charismatische Person mit Erfahrung in Kommunalpolitik und -verwaltung – sowie mit einer ausgeprägten Liebe zu Duisburg. Besondere Zuneigung ist deshalb so wichtig, weil die Kommune praktisch pleite ist. Wer etwas in Duisburg bewegen will, muss kreativ sein und, wie Sauerland in seinen besseren Tagen, Investoren nach Duisburg locken. Zugleich muss das neue Stadtoberhaupt Kürzungen in Millionenhöhe durchsetzen. „Die Bewerber werden nicht gerade Schlange stehen“, formuliert deshalb ein SPD-Mann. […]

[…] Tatsächlich fiel am Wahlabend auf, wie selbstbewusst der Vorsitzende der Duisburger SPD, Ralf Jäger, im Rathaus auftrat und von einem Neuanfang sprach. Der Neuanfang geht freilich auch für Jäger in seiner Funktion als nordrhein-westfälischer Innenminister mit der alten, so drängenden wie bisher unbeantworteten Frage zum Thema Love Parade einher. In einem von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Gutachten zur Ursache der Love-Parade-Katastrophe mit 21 Toten soll ein britischer Panik-Forscher nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien neben dem privaten Veranstalter und der Stadt Duisburg vor allem die Polizei für ihren Einsatz am 24. Juli 2010 heftig kritisiert haben. […]

alles lesen…

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also, wenn ich um eines keine angst habe, ist es, dass sich keiner melden würde, der sagt: „ich mach euch den OB“

die ersten zwei proklamierten ja schon vorm vorläufigen amtlichen  ergebnis. zynisch könnte man beim „casting“ zum OB fast schon von einer massenveranstaltung sprechen.

„ich bin ein/ ratsherr/frau, holt mich hier raus!“

interessanter dürfte der kommende rauswählmarathon werden, das Rathaus wird zum Jungel. die ekelprüfungen bestehen aus alltagssituationen, geschaffen aus den brüllern an sinnbefreiten verordnungen und erlässen. und das fernsehen immer dabei!

ene, mene, muh... / foto: parcelpanic

es ist nicht eben ein schlauer schachzug eines Herrn Jäger sich mit einem schon schadenfroh wirkenden grinsen via medien auf die mattscheibe der volksempfänger zu drängen. dem einen oder anderen könnte da ein zusammenhang mit irgendeiner truppe wieder in erinnerung kommen. „halt, so nicht. freundchen, ich helf dir gleich!“ dürften einige der geneigten leserschaft zischeln. „der onkel Jäger war doch erst ein paar tage im amt.“

richtig! keiner will ihm die nicht genehmigungsfähige Wanderzirkusveranstaltung per se in die schuhe schieben. man kann es schon als taktischem zug ansehen, zwischen Cebin und Jäger noch einen kommissarische abnicker einzubauen. was also macht Jäger zum Hasen? die verantwortung. einen moment sacken lassen… wollmilchsau? wenn er also ob der tatsache erst ein paar tage im amt gewesen zu sein, nicht zur verantwortung gezogen werden soll (wieso eigentlich nochmal nicht?) wie kann er dann andereseits mit seinem unwissen der truppe einen Persilschein austellen wollen?

ich betone es sicherheitshalber noch einmal: wenn ich von Polizei rede, meine ich zu diesem thema eher den apparat als den einzelnen „schutzmann“ . bei einem derartigen himmelfahrtskommando kann nicht mehr von gefahrenabwehr gesprochen werden, es heisst dann wohl schadensbegrenzung. wenn der veranstalter die Floats, die für eine zügige räumung der rampe einströmender besucher sorgen sollen anhält und damit sein eigenes konzept über den haufen wirft, damit es im TV besser aussieht, kann alles was man danach zur schadensbegrenzung versucht zum bekannten ablauf führen. fachleute wie Schreckenberg (der „Panik“forscher) sprechen da von einer „grundlast“ um die menge der zu erwartenden personenschäden pro summeX zu definieren. solche leute sagen aber auch, ihr konzept habe funktioniert, die leute hätten sich nur nicht dran gehalten… und ich soll zynisch sein?

das Duisburg seit dem 12.02.2012 ist ein zeichen gelebter direkter demokratie. wenn wir uns mit dem erzwungenen abgang eines beteiligten des genehmigungsverfahrens zufrieden geben, wird es bei dem einen tag bleiben. extrem in die andere richtung bietet die noch bestehende manpower die möglichkeit auf einen reinigenden frühjahrsputz im Rathaus. machen Sie sich Ihr eigenes bild, lesen Sie in den online-archiven der zeitungen, was die einzelnen parteien und ihre vertreter im Rathaus getan haben um zur aufklärung beitragen zu können.

um langsam wieder die richtung und ein ende zu finden. mit dem heutigen „Tschüsskes Adolf!“ sollte sich der focus auf die nächste lichtgestalt richten. wer das ist? das wird sich finden, wieder genauso demokratisch…

p.s.: in meinen kühnsten träumen sehe ich herrn Sauerland schon mit dem klemmbrett in der City unterschriften sammeln… 😉

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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