in eigener sache / Notbremse

ich bin mir bewusst, nicht eben ein liebsames thema gewählt zu haben. wenn ich nur liebsame themen behandeln wollte, lägen die hauptthemen sicher wo ganz anders als der Love Parade und Duisburg-Rathaus. ein beautyBlog vielleicht?

mit dem heutigen ab(ge)treten (werden) des scheidenden OB soll eine neue ära beginnen. ein neuer anfang. es geht um verantwortung und transperentes handeln, aber auch darum sich von denen zu trennen, die es nicht um der gesellschaft willen, sondern zum eigennutz so aussehen lassen wollen. man sollte meinen, die sich dessen verschrieben haben und es von anderen einfordern, legten diesen massstab auch bei sich an… ich bin naiv, ich weiss.

einigen stehen sicher schon bei der einleitung die nackenhaare zu berge, die erwartung soll nicht enttäuscht werden. die anderen werden sich noch ein wenig gedulden müssen, bevor klar wird, worum es geht. am ende wird es für eine neue diskussion sorgen, ausgang ungewiss. die frage, ob das nun wirklich nötig war wird aufkommen. meine antwort wird ein JA sein mit der anmerkung, es sei eher überfällig.

wenn menschen sich aus ihrer verantwortung zu stehlen versuchen, haben wir die letzten dekaden zu glauben gelernt, kann man da nicht viel machen. es ist halt so und geht einen i.d.r. ja auch nichts an. seit spätestens Sonntag wissen wir das besser. das, was da vom OB gefordert wird und wessen man ihn abgewählt hat, ja diesen akt sogar aktiv unterstützt hat, sollte man schon selbst nicht zum vorwurf gemacht bekommen können. andernfalls: „Sie baden gerade Ihre augen darin…“

Die Treppe - September 2011 / foto: parcelpanic

es ist schon mehr als scheinheilig, wenn eine gruppe, die selbst hart im kreuzfeuer steht, anderen moral und anstand erklären will, selbst diesen anforderungen an verantwortung etc aber nicht erfüllen kann. nein, der aschevogel ist diesmal nicht gemeint, auch nicht der rest der „grabräuberbande“. passt vom thema, ich gebe Ihnen recht. dort allerdings sind zumindest die vereinsrechtlichen dinge dem augenschein nach in trockenen tüchern. dort überprüft allerdings auch nicht die polizei die vitalen lebensfunktionen von einem bestimmten vorstandsmitgliedern, immer mal wieder.

wenn überhaupt noch etwas halbwegs dem früheren vereinsziel entsprechend glaubhaft eine chance zum weiteren bestand haben soll, muss dieses umdenken von innen kommen. also der ersten vorturnerin und dem verbleibenden kleinen kreis, der gut daran täte sich besser mit den eigenen problemen, als denen anderer vorrangig zu beschäftigen. solange die internen dinge nicht wieder geordnet sind, bleibt die deckung offen wie ein scheunentor und lädt förmlich zum beschuss ein. das kann man eine zeit lang tolerieren. irgendwann aber kommt der zeitpunkt, an dem das schweigen um diese missstände ein ende hat.  jetzt etwa….

mir ist über lange zeit unterstellt worden, vor allem dem ehem. parcelpanicBlog, ich betriebe ein sprachrohr von dem mittlerweile eigentlich schon aufgelösten verein. geschuldet ist dies meiner freien unterstützerrolle. der unglücksort hat mich schon angezogen, bevor jemand überhaupt einen gedanken an eine selbsthilfegruppe oder opferverein oder oder oder gedacht hat. ich an solchen aktionen teilgenommen, die ich für unterstützenswert hielt. ich habe auch aktionen verlassen, wenn dies nicht mehr gegeben war.

beispiel? erste aktion Schattenfiguren. ich habe die location verlassen. grund dafür war ein künstler, der nicht den hintern in der hose hat, sich gegen sinnfreie ablehnung (Bahn) stark zu machen, andere zum sondieren vorschickt und dann aber bitte schön nach etlichen metern entstandener schattenfiguren seine künstlerische note einbringen will. in die arbeit anderer. um sich beim kleinsten gegenwind wieder von der aktion zu distanzieren.

connect / foto: parcelpanic

das eines der ex-Vorstandsmitglieder im selben haushalt wie ich lebe musste ebenso oft als indiz herhalten. dazu darf ich anmerken, dass eine direkte einflussnahme zu keiner zeit stattgefunden haben. die hab ich manchmal selbst nicht  😉

im wechselbad der gefühle wollen wir das lächeln mal einfrieren, wer weiss schon, wann man es brauchen kann. wenn Sie immer noch ein fragezeichen auf der stirn tragen, was der schreiberling der zeilen eigentlich sagen will. parallelen, als beispiel zur realitätsferne. als nicht-deutsch-gebürtigem unterstellt man vielleicht nicht gleich die verherrlichung des dritten reisches, wenn ich das bild vom Führer und Blondie im reichstagbunker an den haaren herbeischleife. man hockt in seiner eigenen kleinen unterirdischen realität und kann sich seine eigene niederlage nicht eingestehen. die propaganda vom bösen feind, der da an die türe klopft, sie verweht wie die rauchschwaden der rohrkrepierer.

wir reden auch darüber, wie etwas schaden nimmt und faktisch demontiert wird. durch stillstand und ignoranz. der weg zurück, versperrt. das, was man sieht und die wirkung, die nur die resonanz dritter bringen kann, wird sehenden auges zur demontage freigegeben. bis zum heutigen tag mag die strategie, die unbeantworteten fragen mit meldungen zu füllen, die anderer leute probleme an den pranger stellen halbwegs funktionieren. sich selbst im gleichen rampenlicht einen schatten werfen sehend, wäre eine gesunde selbstreflexion hier angebracht. wie will man das vakuum nun füllen?

aporopos vakuum. die 120 presseleutchen haben sich mal wieder nicht allesamt auf die person gestürzt, die schon vor kurzem sehr drastisch zu verstehen gegeben hat, dies missfiele ihr… da zeigt sich das identische unverständnis eines scheidenden OB.

hier bremse ich besser ein und verlasse besser das „happening“. wenn Ihnen nicht klar wurde, worum es geht, meinen glückwunsch für ihre ausdauer, bis hier zu lesen!

 

aber halt… für all die unbantworteten fragen, das abtauchen und die aktion „parteigründung“ ein noch nett gemeinter return:

„ja, ist den schon wieder neujahr?“

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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