aus dem blätterwald

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FrankfurterRundschau:

Der Dickfellige

Er wurde ausgebuht und mit Tomaten beworfen – und ist trotzdem noch da. Jetzt findet eine Abstimmung über Adolf Sauerlands Schicksal statt. Er wurde ausgebuht und mit Tomaten beworfen – und ist trotzdem noch da. Jetzt findet eine Abstimmung über Adolf Sauerlands Schicksal statt.
Foto: dapd

Anderthalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe ist Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland immer noch im Amt. An diesem Sonntag könnte sich das ändern. 80.000 Unterschriften wurden bereits für seine Abwahl gesammelt.

Duisburg – „Dann isset so“, sagt Adolf Sauerland in seinem breiten Ruhrdialekt, verschränkt die Arme vor der Brust und lächelt verschmitzt. Er sitzt in der Kreisgeschäftsstelle der Duisburger CDU, es geht um seine mögliche Abwahl und um die Unions-Kampagne dagegen. Sauerland lässt seine Worte kurz im Raum stehen, bevor er die Kunstpause mit einer Pointe beendet: „Aber ich tue alles, damit et nich so is.“ Wieder dieses Lächeln, das an den Moderator Jürgen von der Lippe erinnert. […]

[…] Er trat nicht zurück, er bat niemanden um Verzeihung und zeigte auch wenig Mitgefühl. Er nahm sich einfach einen Medienberater und machte weiter. Dieses Verhalten löste Staunen und Entsetzen aus: Wieso geht der nicht? Was muss noch passieren? Wie kann ein Mensch so dickfellig sein?

Ein Riss durch die Stadt

Seit jenen Tagen geht ein Riss durch die alte Stahl- und Arbeiterstadt Duisburg. Auf der einen Seite stehen Oberbürgermeister Sauerland, seine CDU und ihre Anhänger, auf der anderen empörte Bürger und ein Abwahlbündnis, in dem sich SPD, Linke, Kirchenvertreter, Grüne, Gewerkschafter und Liberale zusammengetan haben. […]

[…] Gisela Dannehl wohnt direkt am Ort der Katastrophe in Duisburg-Mitte. Als am Samstagnachmittag des 24. Juli 2010 bei Sommerhitze Hunderttausende durch die Karl-Lehr-Straße ziehen, kann sie dem bunten, lärmenden Zug zusehen. Am späten Nachmittag hört sie nur noch Sirenen. Sie schaltet den Fernseher ein. Die Loveparade ist zur Katastrophe geworden. In den Unterführungen der Karl-Lehr-Straße stauen sich die Massen. Wer noch kann, flieht über eine Treppe. […]

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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