win / win ?!? träum weiter!

win-win bezeichnet den idealzustand z.b. bei einem geschäftlichen abschluss.

es will z.b. sagen, beide seiten hätten dabei einen vorteil und gingen als gewinner davon. dazu bedarf es verhandlungspartner, denen es um langfristige und nchhaltige erfolge geht. wenn Sie den begriff bisher nicht kannten, vermutet man Ihre herkunft am ehesten mit Duisburg, bestenfalls mit Gelsenkirchen…

ich bin immer etwas erschrocken, wenn ich angesprochen / geschrieben werde, meine leicht überspitzte und in teilen zynische schreibe brächte den oder die ene/n oder andere/n zum schmunzeln, nein gar lachen. man sollte es einfach so hinnehmen und nicht die stellen hinterfragen, an denen sich diese symptome äussern. meist sind es eben nicht solche abschnitte, die bewusst überzeichnet, sondern eher relativ 1:1 übernommen wurden, aus realen ereignissen. was einen fast selbst schon wieder erheitert, gäbe es was zum lachen.

erster Jahrestag / foto: parcelpanic

hätte man schon die bezeichnung kreiert, träfe für Duisburg eher loose – loose. es bezeichnet dann die am ungünstigste konstellation, in der es nur verlierer geben kann. (und das gilt noch hier noch als bestes ergebnis, es hätte ja schlimmer kommen können)
momentan scheint es nur die wahl zwischen zwei wegen zu geben, die beide in sackgassen zu münden scheinen. der bisherige weg, für dessen Abwahl Adolf Sauerland symbolisch herhält und den ohne ihn, aber mit der selben struktur. dem selben klüngel, halt nur ohne Adolf. die bisheriger geldvernichtenden LeuchtTurmProjekte werden weiter tief in den sand gegraben werden. begonnene, wie das FOC werden sicher nicht neu überdacht werden. überdacht? also an einigen stellen in gewisser weise schon. bautechnisch. an anderen wird dann eher unbedacht… abgedacht? Sie wissen schon, die etwa 1.000 mieter, die noch auf dem zukünftigen parkplatz wohnen…

der „worst case” für die, die ihm noch treu ergeben, aber schon neue wege suchend und umherirrend auf eine weiter (achtung kalauer) „light-figur” hoffen, liegt darin der zukünftige OB könne glauben „aus dem schneider zu sein”, weil sein amt los und dann zu plaudern beginnen. darüber, was wirklich dazu geführt hat, mit diesem makel leben zu müssen. aus der opferrolle, keine frage!

einmal voll, bitte / foto: parcelpanic

in zeiten, da die basis zur berechtigung des daseins solcher völkervertretenden gestalten nicht das papier wert sind, auf dem die urväter der demokratie sie verewigen liessen kann niemand erwarten, jemand könne sich darauf besinnen, was sie zu dem „macht” , was sie sein sollten. nicht wir haben sie gewählt, es ist ihr erfolg, der sie dort hinbrachte. in der heutigen zeit bedarf es nicht einmal mehr erfolge. klappt etwas nicht, ist man nicht verantwortlich. schuldig sowieso nicht, wo kämen wir den da hin?

es tut einem fast leid für Duisburg. um etwas positives zu finden und mit dem post am ende noch hoffnung in die welt zu senden habe ich neben dem herumbasteln an dem post und dem ******* rechner mehr zeit verbracht. sucht man im idealfall nach schnittmengen, reduziert es sich hier auf die suche nach einem kleinsten gemeinsamen nenner. noch kleiner. nein, noch nicht klein genug?

kaum zwei wochen bis zum „highnoon”. das die stadt meinem verzweifelten „JA” zum wahlhelfer noch keine reaktion hat folgen lassen, sollte mich als verklärtem medienkonsument nicht beunruhigen. tut es aber. während man weiss, es hagele auf unbeantwortete schreiben der stadt ordnungswidrigkeitsgelderbescheide, fragt man sich schon, warum noch die 1.000 antworten bereits angeschreibener ausstehen. zuviel geld, bei etwa 500€ pro bescheid?

ich möchte einmal einen vergleichbaren faux pas begehen, wie eine der aktenschlepperinnen der abwahlordner, meinem lieblingsvogel der ganzen geschichte. diese war dumm genug 1.300 stimmen zum quorum im beisein der presse anzweifeln zu wollen, weil die im namen einer blondine übergeben wurden, von der sie sich losgesagt hat. mein „blöder ausreisser” befasst sich mit der frage, die schon bei der unterschriftensammlung so auf den fingern gebrannt hat. was würde ich tun, wollte ich DAS verhindern? über 11.000 „ungültige” unterschriften kann man so oder so interpretieren. an dieser stelle schiebt man dann am besten noch die überlegung nach, wer diese entscheidungen getroffen hat und wer ihr dienstherr ist.

Achterbahn auf Sondermüll / foto: parcelpanic

man kann sich dinge erzählen lassen und diese zum einen ungeprüft glauben oder schlimmer noch auch so verbreiten. will man infos nicht ungeprüft glauben schenken, hat man wieder die qual der wahl, wie man (sich) diese bestätigt. die einen schwören auf insider, andere haben zuviel geld und kaufen informationen, wieder andere glauben nur, was sie sehen, manchmal auch davon nur die hälfte. womit wir wieder mal beim selbstversuch und für die, denen die geduld ausgeht, auch fast bei der lösung sind.

wir befinden uns weniger als zwei wochen vor der abwahl. dabei reden wir nicht über ein Bürgerbegehren in der art, ob und wieviele DixiKlos an markttagen auf dem dorfplatz von musterstadt stehen sollen. es gleicht vom aufwand mindestens einer kommunalwahl. jene wahlen, zu denen man zusätzlich zum „fundus” an demokratiehelferlein die letzten jahrzehnte eher selten noch nach hilfe rufen muss. mit diesem wissen und dem um den werdegang zur abwahl (hausnummerntrick etc) könnte man schon so ins grübeln kommen, ob und wenn, warum noch 1.000 antworten von angeschriebenen wahlhelfern fehlen. und warum die, die sich auf den aufruf meldeten keine reaktion erfahren. mehr noch: sie konnten bisher mit Ihrem anruf noch weitere vermeindliche wahlhelfer anmelden. ich habe mich so anmelden lassen und wurde bis dato nicht aufgefordert, dies zu bestätigen.
eine wirklich böse zunge könnte aus all dem und der tatsache die CDU habe nur 7.000 flyer drucken lassen und diese nur an parteifreunde verschickt schon den glauben erwecken, die wüssten am ende vom ergebnis, welches nicht zustande kommt. zuwenig wahlhelfer oder so… bis 2015 ist nicht mehr so lange…

einzig der vom Stadtdirektor im kern erfasste fakt, DuisBürger seien im allgemeinen (von einer dünnen interlektuellen schicht) zu dumm und träge für ernsthaften protest gibt trost, der „gegner” hätte sich zumindest ansatzweise mit dem aufbegehren befasst. man möchte widersprechen. aber es fehlen einem neben den worten auch die überzeugung.

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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