Duisburg macht dicht

im norden Duisburgs tut sich was. die, die es betrifft, hätten nichts dagegen wenn es so bleibt, wie es war. diese menschen sind keineswegs gegen veränderungen oder dagegen, den gürtel enger zu schnallen, wenn die zeiten es verlangen. aber schon, wenn immer nur ihr leder um die taille kürzer wird…

es ist schon ein starkes stück, einem menschen der seine wohnung räumen soll, die über 20 jahre das daheim war, auch noch das gefühl zu geben, er stehe sonst dem fortschritt im weg. um mit selben zynismus zu antworten ein vorschlag? einer zukunft, die er nicht mehr hat? oder lieber: die zeit spielt für Sie, lieber Investor…

wenn auch im anderen fall nicht geplant ist, aus traditionsplätzen parkraum zu schaffen, trifft es auch hier wieder den nerv der „guten alten bürgerlichen“ aus der ehemaligen WorkingClassHeroLeague. jenem genügsamen zugpferd der wirtschaftswunderzeiten und den folgegenerationen. drei der sechs anfangs bedrohten kirchen im norden werden ihre pforten schliessen müssen.

dreht sich um sich selbst und glaubt, es bewegt dabei etwas / foto: pacelpanic

im falle der Gotteshäuser trifft vor allem wieder diese gruppe. sie stellen bei den regelmässigen Andachten und Gottesdiensten die mehrzahl an teilnehmern. man muss gelegentlich die stimmung dieser häuser auf sich wirken lassen um überhaupt ein gefühl dafür zu bekommen, was diese menschen da tun und warum sie da sind.

die annahme, es gehe in diesen christlichen kreisen bei internen unstimmigkeiten diverser „vereine“ anders zu, als beispielsweise in der frage der Gedenkstätte im hintergrund.

wie dort an der Rampe eher ruhe herrscht, so auch eine besonnene stimmung im Gotteshaus. schaut man ein weniger genauer in presse, internet u.d.gl. könnte man zum schluss gelangen: nicht weniger derbe scheint es intern auch in der frage der kirchenschliessungen ebenfalls im norden zugegangen zu sein, wenn selbst die WAZ sowas schreibt…

DerWesten: Der Siegerin heißt: Courage

ich habe heute aus einem anderen grund eine (kath.) kirche besucht. auch dort war natürlich eines der themen die jüngste entscheidung in der sache. seine worte haben mich den weiteren tag begleitet. der kern der botschaft könnte sinngemäss etwa so wiedergegeben werden:

bei den streitereien werde oft der kern der sache vernachlässigt. es gehe nicht um den willen des einzelnen, sondern der sache. nicht darum, was ich will, sondern was die sache verlangt.

alles irgendwie bekannt…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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Eine Antwort zu Duisburg macht dicht

  1. annabig schreibt:

    Danke für den Gedankenanstoß, ich hatte in der Kirche etwas abgeschaltet, so im nachhinein, hast Du ja recht. Deswegen auch für mich nochmal in Großbuchstaben:
    ES GEHT NICHT UM DEN WILLEN DES EINZELNEN, SONDERN DER SACHE………!!

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