Zwischen Nackenschmerzen und Würgereiz…

beipackzettel:

gehen Sie am 12. Februar zur Abwahl oder nutzen Sie die möglichkeit der briefwahl, bestenfalls vor ort im Bezirksamt o.ä. besonders dann, wenn Sie auf hilfe angewiesen sind.

einige der Wahllokale sind z.b. nicht barrierefrei zu“geh“bar. fakten sind besser als gerne geäussertes hören-sagen, wie in jüngster vergangenheit gerne gezeigt wurde. eine gesehene wahlbenachrichtigung z.b. gibt die Schule an der Heinrich-Bongers-Str. 12, 47137 Duisburg an. diese wird in der benachrichtigung auch so vermerkt. der zusatz befindet sich auf der vorderseite als letzte zeile, nach der anschrift Ihres wahllokals.

Sie können auch auf briefwahl.de [HIER] nachsehen…

sollten die den Artikel kommentierenden zeilen den anschein erwecken, ich sei gegen die abwahl, so ist der eindruck nicht ganz richtig, s.z.s. eher ein sender-empfänger-problem. meiner unzulänglichkeit geschuldet…

aber der reihe nach:

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DerWesten:

Duisburgs OB Adolf Sauerland kann mit einem Kreuz bei „Ja“ abgewählt werden

12.01.2012 | 17:36 Uhr

Duisburg.  Seit Donnerstagmorgen können die Duisburger per Briefwahl über die Abwahl von OB Adolf Sauerland entscheiden. Am ersten Tag machten bereits etliche Bürger davon Gebrauch. Mit einem Ínfostand in der Innenstadt informiert die Bürgerinitiative außerdem ab Samstag über die Hintergründe des Abwahlverfahrens. […]

[…] Kameraleute und Fotografen warten gerade darauf, dass Mitglieder der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ ihre Kuverts mit dem Abstimmungszettel in die Wahlurne werfen. Unbeirrt von Blitzlichtern und laufenden Kameras tun sie das, worauf das „Duisburger Bündnis Abwahl“ setzt: Sie machen von der Briefwahl Gebrauch.  […]

[…] Dass die CDU hier von einer „Mogelpackung“ und einer „Farce“ spreche, sei „ein ungeheuerlicher Vorwurf“ und „ein Affront“ gegen die knapp 80.000 Bürger, die sich in die Unterschriftenlisten eingetragen haben. „Die CDU hat offensichtlich ein Problem mit einem demokratischen Verfahren“, schließt Steegmann daraus. Ungeheuerlich sei auch der Boykott-Aufruf von CDU-Partei-Chef Mahlberg. […]

alles lesen…

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erst einmal ist da freude über ein erneutes aufleben der glimmenden aschereste. fast hatte es ausgesehen, als wolle man im neuen jahr garnicht mehr in die puschen kommen. nun es hat den anschein, als würde ein frischer wind aus glutnestern eine feuersbrunst entfachen. aber es reicht dabei leicht angebrannt… *plopp* – und schon ist der aschevogel wieder im bild. wie das passt…

wenn man dann früher oder später auf die seite „Bürger Bündnis Abwahl“ gerät, ist für manchen eine toleranzgrenze erreicht, die schon mit den kaum 10.000 € für glasperlen und durchreiche-altpapier geknackt war. die logos der vereinigten genossen und der partei des Stadtdirektors im zusammenhang mit dem, wofür dieser umbruch steht, wirkt gelinde gesagt noch skurriler, als die vorstellung daran zu sein schien. tolles material vielleicht, ginge es um einen wahlkampf. tut es aber nicht…

ich will garnicht erst wissen, wo das geld wegkommt. nicht das auch hier peinliche fehlbuchungen (weil fast usus) das licht der welt erblicken. dabei schiesst mir die frage durch den kopf, ob es nicht doch effektiver und nachhaltiger gewesen wäre den betrag in 50 centstücken als kamelle ins volk zu streuen… ich drifte ab, ich weiss.

neben den stickern, buttons und dem gedöns: mir ist entgangen, ob ich schon was von luftballons gelesen habe. die fehlen mir dann aber doch!

Verantwortung übernehmen - Abwählen gehen - Neuanfang wagen

Sauerland, Vogt, Mahlberg und konsorten dürfen sich gratulieren, „Neuanfang für Duisburg“ erst auf die idee gebracht zu haben sich mit allem was links von mitte/rechts ist ,zu verbrüdern. mal ebenso überspitzt den traurigen vorwurf erwidert, es sei ja eh alles aus der richtung gesteuert und ginge nur darum einen sozi in die stadtspitze zu plazieren. man hört förmlich, wie im hintergrund die internationale gesummt wird. da wären die von alleine vielleicht garnicht drauf gekommen?

wenn nun noch rauskommt, die Abwahl-giveaway-erzeugnisse seien nicht aus sozialistischen bruderstaaten, sondern von unternehmern mit einem CDU-parteibuch in der Jack(et)entasche… der skandal wäre perfekt! es ist wirklich eine der traurigsten entwicklungen und ein klares zeichen dessen, was von den zielen der ursprungsbewegung übrig bleibt. da wirkt der termin mitten im karneval alles andere als vertrauensbildend.

wenn die herrschaften dann, sollte Adolf vom thron gekippt sein, fertig haben, sollte einer der ersten gedanken derer, die sich in den anfängen (konstituierendes treffen ff.) gegen die zusammenarbeit mit herrn Hüsken entschieden haben, jener sein, wo man dort anknüpft. den OB zu kippen und es auf sich beruhen zu lassen war nie das ziel dieser menschen. denen ging es um eine erneuerung des gesamten Rates, besser noch einen wandel in der Politik und Gesellschaft.

was „uns“ alle vereint, ist der wille zu einer abwahl. diese sollte jeder seinen möglichkeiten nach fördern, um nach dem 12.02.2012 im prinzip nach dem 24.07.2010 von neuem zu beginnen…

erste gespräche, über das, was da bei vielen heute im briefkasten lag, haben eines gezeigt: einem nicht unerheblichen teil der empfänger scheint nicht ganz klar zu sein, was sie da in den händen halten. nun gibt es verschiedene möglichkeiten diesen unbedarften menschen eine entscheidungshilfe zu sein. eine sollte man nutzen und sie zumindest darüber aufklären, wessen sie sich im klaren sein müssen, wenn es ihnen egal bleibt!

p.s.: wenn Sie durch die strassen gehen, achten Sie die Tage mal vermehr auf papier am wegesrand. mir ist heute vor dem 12 uhr-gong eine Wahlbenachrichtigung vor die füsse geflattert. es hat nicht mal dazu gereicht, diese in eine der blauen Mülleimer zu werfen, damit sie (theoretisch) vom absender auch wieder entsorgt werden kann. sie landete einfach auf dem gehweg. was damit passiert? sie landet ein weiteres mal im briefkasten der empfängerin, was sonst?

Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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