Bild oder Wulff …?!?

… kannste beide behalten, danke!

ein aufschrei geht durchs land, im grunde wegen wirklicher peanuts. dinge, bei denen man bei Max Mustermann nicht mal ins grübeln käme, geschweige denn den kopf fordern würde. der müsste sich allerdings auch nicht vor der kompletten nation von der Bild vorführen und die hosen herunter lassen.

im sinne der gerechtigkeit? weit gefehlt. medienpolitik trifft hier ziemlich genau das, was es ist. ein machtkampf der eitelkeiten, beim dem es nur verlierer geben kann und der geeignet ist den letzten rest an vertrauen in eine solide Politik zu zerstören. wenn jeder, der sich nur solcher kleinstverstösse „schuldig“ gemacht hätte sofort sein amt niederlegen müsste, wäre morgen früh totentanz im Rathaus und anderswo.

weil Sonntag ist und im prinzip schon einer mit deutlich mehr sachverstand das zu papier gebracht hat, was mir ähnlich durch die hirnwindungen geht, nehmt das!  😉

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taz.de:

Der Feldzug der „Bild“ passt ins Bild der eitlen Medien

Diekmanns Anmaßung

Kommentar von Ulrich Schulte

„Bild“-Eigenwerbung.  Bild:  ap

Am Freitag hat der Bild-Chef zum ersten Mal in der Affäre des Bundespräsidenten selbst einen Kommentar verfasst. Wer den Fall Christian Wulff zu einem Machtkampf zwischen ihm und Bild aufpumpe, „der geht wahrhaft völlig in die Irre“, schreibt Kai Diekmann. Medien stellten Fragen und decken Fehler auf. „Aber Sie entscheiden nicht.“

Mit diesem Satz tut Diekmann etwas sehr seltenes. Er macht sich ganz bewusst kleiner, als er ist. Und natürlich entscheidet Bild in der Äffare Wulff mit, natürlich macht das mächtigste deutsche Medium gerade Politik. […]

[…] Wie professionell und geschickt er dabei vorgeht, ließ sich am Donnerstag beobachten: Bild bittet den Bundespräsidenten scheinbar demütig, den Wortlaut seines Anrufs bekannt geben zu dürfen, an den er sich selbst nicht mehr erinnert. Und akzeptiert scheinbar generös seine Ablehnung.

Wulff steht – natürlich völlig zu Recht – als Aufklärungsverhinderer dar. Und Bild als seriöses Blatt, dass den Tabubruch scheut. Welche Perfidie – Bild stellt sich noch einmal über den eh schon demütigen Präsidenten. […]

[…] Das Ende der Beobachtung

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Mitleid mit Christian Wulff ist fehl am Platze. Er hat Bild und allen anderen Medien jede nur denkbare Vorlage gegeben, um harte Nachfragen und Recherchen zu rechtfertigen. Bild-Redakteure haben die Enthüllungen über Wulffs Vorleben mit ihren Recherchen angestoßen, die Zeitung hat in der Affäre viel aufgeklärt. Und auch das sei gesagt: Nicht nur Bild inszeniert. Auch andere Medien, die taz eingeschlossen, planen Berichterstattung dramaturgisch, um möglichst großen Effekt zu erzielen, oder spielen über Bande, wenn es ihren Interessen dient. […}

alles lesen…

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anders als bei der Abwahl unseres zukünftigen Ex-OB muss man sich dieser wahl nicht unbedingt stellen. selbst wenn die Bild im recht wäre, ich würde mich nicht auf ihre seite stellen. was dieses blatt im namen des Journalismus treibt, steht für volksverblödung und ein seiltanz am rande der legalität mit jonglageeinlage für die auflage.

sicher ist das verhalten unseres vorturners der Nation, besonders seiner stellung wegen kritischer zu sehen als dem erwähnten Max Mustermann zum beispiel. vielleicht ist auch nicht eben geschickt damit umgegangen worden, ausser frage. das mag alles richtig sein. es ist aber nicht geeignet, bei einem solchen schaden auch etwas gutes bewirken zu können.

es scheinen wirklich diese themen wie Blau- und Zwielicht zu sein, die die menschen interessieren. sie sorgen für schlagzahlen oder im fall Bild & Co für auflage. sie lösen die probleme nicht, sie zeigen sie bestenfalls auf. dabei sollte man allerdings nie vergessen zu schauen, welche motivation dahintersteht. im fall Bild ist das klar erkennbar.

in diesem fall wie gesagt muss man sich die frage, ob der eine oder andere im recht ist, garnicht stellen. vielleicht ist es letztendlich auch keiner mehr. auch wenn man aus einer mücke einen elepfanten macht und das noch unter dem deckmäntelchen der wahrheitsfindung und moral… in dem fall bleibt nur eine wahl.

der ladenbesitzer, hier in Hamburg – Ottensen, brachte es bei einer früheren gelegenheit (Herbst 2010) auf den punkt:

quelle: affektblog.de

ein artikel dazu: taz.de – Kioskbesitzer über den Bild-Boykott

 

 

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Über parcelpanic

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