AbwahlZirkus

Mumien, Monstren, Mutationen!

kommen Sie her, kommen Sie ran,

hier werden Sie genauso über`s ohr gehauen, wie nebenan!

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die wortverbindung von „Abwahl“ und „Zirkus“ hat etwas Duisburger-isches. dazu passen neudeutsche wortschöpfungen wie „Quartier“ … also just eines derer, die momentan gerne genutzt werden, geht es um „städteplanerische“ aspekte. wenn man das zersiedeln und planmachen so nennen will.

Quartier hat in der verbindung eine um so grössere assoziation. fahrendes volk, wie Gaukler, beziehen sowas. wenn irgendwo ein Zirkus oder was man dafür hält, die kalte jahreszeit (auch gegen den willen des eigentümers) verbringt, nennt man es auch das „WinterQuartier“ . das thema will ich aber garnicht vertiefen, es macht nur blessuren…

die angriffe auf Duisburg21 (man-weiss-nicht-immer-wer-genau) und die aufarbeitung der spaltung hätten die vier wochen noch zeit gehabt. hinterher hätten das ganze sowieso fast keinen schaden mehr erzeugt, wie immer es auch ausgehen mag.

diskussionen auf einem niveau, ob es sich um Spenden, Zuwendungen, eine Umlagenfinanzierung, Bakshish oder was auch immer handelt, durch das man die „arbeit“ zu finanzieren gedenkt. hier würde der echte kritiker anmerken: „weil ja auch immer damit was verdient werden muss…“ , beispielsweise. so eine diskussion vor publikum, dem nicht klarzu sein scheint, seine zuwendungshöhe (ob als geld- oder sachleistung) könne etwas mit den mehr oder minder verbrannten steuermillionen zu tun haben. in einer zeit, in der es gilt sympathien zu schaffen, gemeinsamkeiten. die leutchen halten das eher für eine Partei-2.0-geplänkel-geschichte, mit der wahl zwischen Chlera und Pest. zu recht…

derzeit sollte alles, was ein derartiges licht der zerstrittenheit auf „die bewegung“ wie sie wahrgenommen wird (incl. diverser Du21-aktivisten), tunlichst vermieden werden. dem einzigen, dem so  etwas nutzen kann, ist der, für den man die party macht, „du-weisst-schon-wer“ . NfD oder seine vorturner hatten bis zur übergabe der gesammelten werke nicht einmal die notwendigkeit zu konstruktiver zusammenarbeit vermittelt, wenn man nicht bereits mit Pleitegeier Tshirt zum erstkontakt anrückte, hätte man in anfangstagen nach dem konstituierenden treffen (initiert nicht von NfD oder Hüsken) glauben können.

ich kann einig der kommentare sehr gut verstehen. sie haben nicht nur eine berechtigung, einige treffen den kern der geschichte im wesentlichen. andere tun dies ebenso, sind aber mit fehlinformationen behaftet, die es schwer machen, das trennen zu wollen, um schnittmengen zu finden.

mittendrin, statt nur dabei? / foto: parcelpanic

wenn sich NfD in ein vergleichbares bild pressen lässt oder schlimmer noch selbst presst, wie NF unter KH das zugelassen hat, sollte sich auch keiner über einen ähnlichen werdegang wundern. für einige der fakten, die nicht mit quellen versehen sind, kann ich mir selbst als quelle dienen. bereits am 25.07.2010 gehörte ich zu der „meute“, die ihren unmut über seine haltung bei der PK lautstark an der Karl Lehr Strasse bei seinem Auftritt kund taten. seit dem habe ich ein auge und ohr auf das, was diverse gruppen in der sache tun. Duisburg21 (das orginale) und seine ableger sind mir bekannt. auch die entstehung und der werdegang. daher kann ich ganz klar sagen:

die wurzeln von NfD liegen klar bei Duisburg21 und freien unterstützern. der heutige „harte kern“ hat aus dem, was als vorlage dargereicht wurde das gemacht, was wir heute sehen. das ist durchaus nichts, was grundsätzlich als „nicht gut“ zu bezeichnen ist, wenn ideen sich entwickeln. vielleicht am wie. so auch bei Hartz irgendwas-punkt-null. es gibt tatsächlich jemanden, der so heisst und dessen idee solange bearbeitet wurde, bis praktisch nur noch der name blieb. wenn es interessiert, der google sich mal die chronik von der idee bis zur verabschiedung und vergleiche.

und beim thema google, bzw. internet im weiteren sinne. die idee, dort auf stimmen, besser kreuzchenfang zu gehen ist gelinde gesagt nonsens. ausser ein paar daumen und 80% nicht ernstnehmbarer zusagen zum urnengang? never…

Ankunft der Unterschriften / foto: parcelpanic

eine weitere schon mehr als ungeschickte parallele könnte man mit der festsetzung des erreichen des zieles vorm einlauf sehen. wenn das alles war, handelt es sich lediglich um einen „Startschuss für Duisburg“, mehr nicht. sein ziel damit erklärt zu haben, kollege Adolf sei vom thron geschubst, untermauert da eher die eigentlich jeder tatsache entbehrenden behauptung von Sauerland, Vogt, Mahlberg und konsorten, bei der abwahl handele es sich um eine linksgesteuerte, parteipolitische aktion… für fussballer: man nutzt die vorlage des gegners in form eines steilpass für zu einem für den eigenen torwart unhaltbares eigentor.

begrifflichkeiten sind vom ersten tag der „aufarbeitung“ und der prozesse für eine würdige gedenkstätte und gegen Adolf Sauerland als OB der Stadt einer der knackpunkte, der viele bemühungen erspart und manches zerwürfnis vermeiden hätten helfen können.

man wird es, nicht müde, wie den unterschied zwischen „Schuld“ & „Verantwortung“ gerne gebetsmühlenartig zu wiederholen. es macht nicht nur aus dem o.g. grund keinen sinn. die lücke schliesst sich durch aufrücken eben jener, die es nun fast 18 monate (ein und ein halbes jahr) nicht zustande gebracht haben zu erkennen, dieses verhalten könne eines OB nicht würdig sein. nicht das, die mit amtsantritt übernommene verantwortung tragen zu wollen, noch das verhalten danach. ausser man unterstellt, sie haben das wohl schon erkannt; dem eigenen vorteil zu genügen habe man aber auf intervenieren verzichtet. oder sowas. selbst wo nun das quorum mehr als erreicht ist, die maschine ins laufen gekommen ist:

wo sind die stimmen der gewichtigen herren, die (für die brutto fast 80.000 menschen) im Rat aufstehen und „unseren“ willen vertreten?

Duisburg - Häfen / foto: parcelpanic

sie werden kommen. wenn es dann möglich ist, mindestens fast 92.000 menschen dazu zu bewegen ihr kreuzchen zu machen, bei einer üblichen wahlbeteiligung von nicht einmal 50%! schelten Sie mich ruhig oder versuchen mir zu vermitteln, es meine schuld, wenn die sache einen anderen lauf nimmt, als man den gerne hätte (gruß in den norden).

aber das sieht leichter aus als es ist. eine kleine einschätzung dazu hatte ich in „katerstimmung“ vom 30.11.2010 schon von mir gegeben.  Stuttgart sollte da ein beispiel par excellence sein, wenn man sehen will, wie aus gefühlter mehrheit eine demokratische minderheit wird. Demokratie ist halt auch, was man daraus macht. (oder Macht) sicher ist Duisburg eher nicht mit Stuttgart vergleichbar. so ist mir ist aus deren Rathaus niemand bekannt, der das volk offen überspitzt wiedergegeben „dumm & träge“ nennt. in Duisburg ist das der herr Greulich, Stadtdirektor seines zeichens. ich laufe ein weiteres mal gerne gefahr auch dafür unverständnis zu ernten, aber dafür hat der mann bei mir pluspunkte gesammelt…

die sammlung der unterschriften hat es gezeigt: man muss die leute da abholen, wo sie sind. zum beispiel am „Pleitegeier“. aber nicht nur da. es ist eine wirklich breite präsenz erforderlich. den leuten muss klar gemacht werden, dass tatsächlich nichts zu ändern ist, wenn Sie den hintern nicht vom Sofa und ins wahllokal bekommen. oder die unterlagen zwar runterladen, wenn es hochkommt aus ausdrucken, aber dann nicht weiter kommen. diese menschen müssen das gefühl dafür bekommen, das „wir“ (wer auch immer das ist) dafür sorgen können.

„wir“ sollten ihnen aber vielleicht nicht schon sagen, damit sei es dann auch gut und alles würde dann besser. andere „wir“, die man heute kritiker nennt, sehen das vielleicht anders. ein neuanfang ist mehr als nur beim schützenfest den vogel runter zu holen. hier findet sich vielleicht einer der grössten gegensätze der lager.

er wäre lieber der Schwarze Ritter, als der RoteBaron / montage: parcelpanic

auch ich bin der festen überzeugung, die tage des zukünftigen ex-OB sind gezählt, zu recht. aber das allein genügt nicht. zum einen haben deutlich mehr platzhalter ihre finger im spiel gehabt und schmutzig gemacht, zum anderen muss neben dem umbau des systems auch der bei uns selbst stattfinden. es genügt nicht, wenn immer die gleichen rege sind und die weiten teile der nutzniesser sich noch überreden lassen müssen, etwas für ihr wohl zu tun. die politik ist ein teil der gesellschaft, so zumindest der grundgedanke der demokratie. sie arbeitet zu deren wohl, nicht (erst) zum eigenen. die eigenen taschen sollten s.z.s. früher voll sein und nicht soviele andere erst zu füllen, bevor der rechtmässige empfänger mit einem bruchteil der anfangssumme zufrieden sein darf.

der strukturwandel, der seit dekaden gepredigt wird, hat keinen erreicht, selbst wenn er eingestzt haben sollte. zwar sind viele der „guten“ arbeitsplätze, bei denen man mit seinem einkommen noch ein auskommen hatte, gewichen. nicht aber deren „human resources“, die sich im besten fall vom 31. zum 01. vom Kranführer zum CallCenterAgent upgeradet hätten. übernacht, incl. einem austausch des hardcover (schale) plus aktualisierung der sprachdatenbank von Proll 2.4.1G-Star zu HandelsKommunikationSale-11.1, als giveaway noch eine luftballon dazu…

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Zitat des Tages:

Ich wollte mich geistig duellieren, aber Du warst unbewaffnet!

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p.s.: Briefwahl? ja? ganz sicher?

da fragen Sie einfach mal gehandicapte zur Unterschriftensammlung und was mit ihren stimmen geschah. machen Sie doch vorsorglich und ersatzweise einfach ein kreuz auf ein taschentusch und senden es an die Stadt. was die da als ungültig erklären, kann Ihnen ja schliesslich egal sein?!

der link www.briefwahl.duisburg.de, gerne kopiert im artikel und weiter gereicht, tut es bis dato [stand 07.01.2012/01:15uhr] noch immer nicht. ein schelm, der da böses denkt….

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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