Butter bei die Fische

Duisburg, wenige wochen vorm tag X

ich habe dafür schon einmal schelte kassiert. ob es nun die fehlende möglichkeit ist, aus solchen „zurechtweisungen“ zu lernen oder eher ein identisch unästhetisches verlangen zu einer anderen unappetitlichen gelegenheit äussern zu wollen… man weiss es nicht. aber der ausdruck, nicht in der menge nahrung zu sich nehmen zu können, um sich ausreichend übergeben zu können (ich kann garnicht soviel fressen, wie ich kotzen könnte!) trifft einfach das fass am boden oder dem nagel den kopf vom hammer. oder so…

was regt er sich den wieder so auf?“ , mag sich man in sich hinein fragen. „er regt sich ja nicht mal mehr auf, er wird schon ironisch bis zynisch“ , könnte eine der antwortmöglichkeiten sein.

aber, um gerecht zu bleiben; es sind nicht „die anderen“ schuld. eher die eigenen übersteigerten erwartungen an eben diese. um mal nicht um den heissen brei, der dazu auch nicht so heiss gegessen wie gekocht wird, herum zu reden. es geht darum:

Klarstellung der Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“

die quelle dieser [benutzerdefinierte bezeichnung] ist die hp von „Neuanfang für Duisburg“, was das ganze eigentlich erst zu dem macht was es ist: [benutzerdefinierte bezeichnung]

[…] Die BI ist aus einer Situation entstanden, die kein langes Planen im Vorfeld ermöglichte. Es war richtig, sofort nach dem die gesetzlichen Möglichkeiten geschaffen wurden, loszulegen. Der Jahrestag der Loveparade-Katastrophe rief allen das Fehlverhalten von Herrn Sauerland und seiner Stadtspitze in Erinnerung. […] quelle

die schilderung um die entstehung der heutigen BI entbehrt in weiten teilen der allgemein erlebten realität und erinnert an schlecht erarbeitete PresseMitteilungen von „uns Adolf“ .

DurchZug / foto: parcelpanic

zum einen wurde früher losgelegt, bereits viel früher. „man“ hat auch nicht auf die gesetzlichen möglichkeiten gewartet. Hüsken hatte schon vorher einen versuch mit 10.000 unterschriften und die „anderen“ andere wege.  erst die initative aus DU21 (wer-auch-immer), anderen gruppierungen und freien unterstützern planten das erste treffen um gebündelt in die abwahl zu gehen. es verhält sich eher so, dass die BI bzw ihre vorturner vom ersten kostituierenden treffen an auf den zug, den DU21 (wer-auch-immer) ins rollen gebracht hatte, aufgesprungen ist.

zu dem treffen hatte auch nicht die „BI“ aufgerufen noch stammt von da die idee. die gabs noch garnicht. und niemand hätte wissen können sollen, dass die drei ihre sprecher werden… es war wohl eher so, an manchen tagen leichter einen termin beim papst zu bekommen, als irgendwo zwischen schichtdienst und Rügenreise noch etwas passendes für den herren der klemmbrett-guerilla zu finden, um beim startschuss dabei zu sein. genauer gesagt: die unterschriftensammlung sollte schon laufen, wenn sich die BI findet, so sah wohl eher der plan um die HüskenTruppe aus. zumindest ging man an die presse, bevor überhaupt eine konstituierende sitzung erfolgt war.

[…] Die Bekanntgabe der Zahl der gesammelten Unterschriften folgte einer Dramaturgie, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Deswegen war die genaue Zahl nur einem kleinen Kreis bekannt. […]

Dramaturgie? ok, kein beinbruch. bei den ausländischen wörtern vertue ich mich auch schon mal. gut, bei mir kommt es auch nicht drauf an. also bleibt mir nur die spekulation, was gemeint ist…

bevor sie unser personal unverschämt finden, sollten sie erst mal unseren chef kennenlernen...

und der kleine kreis ist auch sehr relativ zu sehen.

wie dicht solche kreise sind, bestimmt auch ihre zusammensetzung. und zahlen? eine pünktliche bahnverbindung zu bekommen ist manchmal schwieriger…

wegen der vom beginn an fehlenden transparenz und der eher an „try & error-szenarien“ erinnernde planungsmentalität dieser leute um Onkel Werner sind direkt einige der gruppierten und freien unterstützer nach dem ersten treffen „damals“ (vor dem letzteren eklat neulich) von bord gegangen. bevor der dampfer in see stach. fast noch bevor das boot, in dem „WIR“ sitzen sollten konturen bekam. es folgte ein stapellauf, heck vorraus und eine jungfernfahrt im tiefflug. einmal in fahrt, zeigte sich schon früh für den betrachter eher sowas wie ein schlingerkurs.

oder anders gesagt und um das ganze von hinten aufrollen zu wollen:

[…] Nach dem 12.02.2012 ist das Ziel der BI erreicht: […]

genau diese kurzsichtigkeit hat viele wirklich gute und treibende kräfte früh abgeschreckt. dieses zitat darf man getrost als eine wegrichtung betrachten, die sich früh zeigte. es bestärkt die sinnfreie unterstellung einer parteigesteuerten bewegung und hat das niveau einer ersten vorsitzenden eines scheidenenden e.V. mit vermutlich ähnlich „gutem willen“. die struktur scheint in teilen vergleichbar, was betrachter nur um so mehr erschreckt. aber „wir “ driften ab…

bei dem lesen des o.g. zitates klatscht man mit den händen über dem kopf, weniger allerdings aus begeisterung oder als beifallsbekundung, eher aus und vor entsetzen.

„DAS soll der ganze „spass“ gewesen sein?“

nordkurve / foto: parcelpanic

sicher nicht. es hat etwas von „man soll gehen, wenn es am schönsten ist„, wenn man das erhebliche restrisiko unter berücksichtigung von S21 mal ausser acht lässt. es ist ein wenig wie nur den riesen wecken zu wollen und dann zum alten spiel zurück kehren zu wollen. um es ein weiteres mal klar zum ausdruck zu bringen: nur den vorturner austauschen zu wollen im glauben, es würde auch nur irgendwas ändern, ist ähnlich effektiv wie die wahl zwischen Pest und Lepra.

ich gehe da schon länger noch einen schritt weiter als die forderung weite teile des Rates bzw des Systems selbst zu tauschen oder erneuern. die basis unserer gesellschaft befindet sich nicht im Rathaus oder seinen brutstätten. die wurzel sind wir. WIR sind DU und ich. WIR war einmal das gefühl der menschen, die mit dem, was sie getan haben anerkennung gefunden haben. WIR war aber aber auch die kraft, die einem gezeigt hat, wenn sein WIR eher ein ICH war.

oder wenn einer zwar die privilegien eines OBer-WIR geniessen, aber keine übernommene verantwortung tragen will, wenn „es“ schief läuft.

aber es nutzt das beste saatgut nicht, wenn es auf feinsten estricht trifft. der spiess lässt sich übrigens auch drehen. Adolf könnte bei dem, was ansichtig wird, auch zu seiner verteidigung sagen, er könne aus mist kein gold machen und damit die Stadt als fläche und uns als Herde meinen… wie man sowas protestfrei auch öffentlich sagt, kann er beim Stadtdirektor erfragen.

kennen Sie dieses gefühl, wenn sich einem die fussnägel wie schnapprollos aufrollen könnten? lesen Sie das:

[…] Ohne die Unterstützung der Parteien wäre die Zahl wäre die Zahl von fast 80.000 Unterschriften nicht erreicht worden. […]

das o.g. sinneserlebnis wird einem dabei verständlicher. man hat ein bild. unwahrheit, lügen oder widerspiegeln falscher tatsachen sind sehr harte worte. man kann es ein wenig angreifbarer auch als eine anderer realitätswahrnehmung beschreiben. vorteilshafter weise kann man in dem zusammenhang gleich auch die scheinbar irgendwo zwischen Rapunzel und Alice im Wunderland angesiedelte „echte welt“ gleich noch mit ein paar geschmacklosigkeiten ausschmückungen versehen…

aber halbwegs zurück zum thema. nonsens würde man es unverbindlich bezeichnen dürfen, … oder? ich hoffe die haben nicht auch so einen F.K. oder sowas…

das, was da in der zeit erreicht wurde hat selbst befürworter verwundert und überrascht, wenn man sich überlegt, mit wie wenig präsenz gearbeitet wurde und wie viele grosse chance am wegesrand liegen gelassen wurden (div. grossveranstaltungen ohne stand). denen, die ihre stunden an den ständen gefristet haben gebührt jener respekt, der da für einige teile mit dem politischen taktieren in frage gestellt wird.

manche dinge kann man garnicht oft genug wiederholen. dazu gehört der motivierende hinweis, die abwahl sei fakt und wir zahlen für die musik. dann sollten wir einen ordentlichen zapfenstreich bestellen. das ganze hätte nicht sein müssen. die alleinige verantwortung für seine abwahl trägt Adolf Sauerland selbst.

und „die Parteien“ ? hätten längst schon mal ihren job von innen heraus, von der basis nach oben, machen können müssen sollen, dann sähe es im Rathaus auch schon ein wenig anders aus. dann könnten die auf mindestens 500.000€ geschätzten kosten woanders als in der abwahl verpulvert werden. wo ist die breite laute front gegen den RotenBaron, der ausdruck des teiles des volkes mit den unterschriften? eben…

ein letzter seitenhieb sei mir bei der menge der verfehlungen noch gestattet:

[…] Ein anderer Teil will als BI weitermachen, sich in der Kommunalpolitik im Sinne der Bürgerschaft zu Wort melden und das Ziel eines unabhängigen, parteiübergreifenden OB-Kandidaten unterstützen. […]

hatten wir just. das sich aus „etwas“ sowas wie der versuch einer Partei bleibenden BI bildet.

wie hiessen die noch gleich?

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Über parcelpanic

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