… und die Maschine läuft an…

ein blick auf den kalender verrät uns vom nahen ende des jahres und dem näher rücken des zapfenstreichs unseres zukünftigen Ex-OB.

glowing rail / foto: parcelpanic

in nicht einmal mehr zwei wochen werden wieder als emotionales saisonhighlight etliche mehr oder minder aufrichtige vorsätze mit der halbwertzeit eines warmen semmel gefasst. nette parallele: so wie die um das kreuzchen im Februar mit oft leicht verminderter persönlicher beschlussfähigkeit aufgrund saisonal erhöhtem brennwert der atemluft. in drei wochen sind die meisten der „guten“ vorsätze schon wieder geschichte, wir aber auch bis auf fünf wochen an die abwahl heran sein.

langsam beginnt sich der teil des überstandenen „verunglückten“ treffen (zitat Steegmann), der in der angedachten und in einigen teilen als „luftballon & kugelschreiber“ taktik verpönten weise den weg fortsetzen will, zu formieren. aus allen richtungen strömen plötzlich menschen mit halbwegs prominenten köppen, um sich beim zieleinlauf noch ein plätzchen (nen keks auch)  zu sichern. wo waren die eigentlich die letzten 17 monate? man fragt sich schon, wie dieses coming out motiviert ist und ob es einen unmittelbaren zusammenhang mit den über 79.000 unterschriften gibt.

Karl Lehr Str. - Jahrestag 2011 / foto: parcelpanic

ich habe momentan das bild von Johann (dem Gespenst) aus „Das Boot“ im kopf, wie er bei brüllendem motorenlärm das ohr an ein metallteil presst, um zu hören, ob irgendwo irgendetwas unrund läuft. das sind jene, die sich bei dem treffen gegen einen solche wendung entschlossen haben. diesen weg sind andere (auch ich) schon beim ersten konstituierenden treffen gegangen.

ich kann in dem fall nur für mich sprechen. kompromisse sind ein grundstein für eine erfolgreiche zusammenarbeit vieler menschen um ein gemeinsames ziel zu erreichen. dieses ziel gilt es für die gemeinschaft und mich als teil dieser zu erreichen.

jeder wird für sich ein jedes ziel anders hoch einschätzen und ist entsprechend viel bereit dafür zu tun und kompromisse auf dem weg dahin einzugehen, wenn er diese gemeinschaft will. dies sollte man so aktzepieren können/sollen, für sich und andere. es ist etwas normales, wenn menschen dazu kommen und andere sich entschliessen, neues zu probieren. aber immer auch eine frage des „wie“.

es mangelt nicht an paradebeispielen der jüngeren vergangenheit, wie man es besser nicht machen sollte. das hier könnte also die chance sein, mal positiv in erinnerung zu bleiben…

siehe auch:

DerWesten: OB Sauerland soll abgewählt, nicht gehetzt werden

die überschrift ist sehr unglücklich gewählt. sie könnte implizieren, dass wäre bisher so geschehen oder geplant.

track back / foto: parcelpanic

ich bin immer wieder erstaunt, wie „normal“ bis „überschwenglich“ der scheidende vorturner des Systems seinen alltag meistert. da von „hetze“ zu reden ist etwas, dass gut in das bild des Adolf Sauerland von sich selbst gerne zeichnet: als opfer. wenn er denn eines ist, dann seiner selbst.

im gegensatz zu denen, die unermüdlich im hintergrund die sache mit vorantreiben und sich schon mal den einen oder anderern persönlichen übergriff z.b. in die privatsphäre „gefallen lassen“ müssen, ist herr Sauerland beinahe unbehelligt geblieben. auch der polizei und personenschutz der ersten zeit ist später dementiert worden. von der kröhnung zum RotenBaron, Gutsherr zu Münchhausen durch Rolf K. abgesehen, lagen alle anderen unmutsbekundungen deutlich im rahmen.

man wird nicht müde anzumerken, es sein schon unerheblich und gerne auch bis zur gerichtlichen klärung am st. nimmerleinstag oder dem jüngsten gericht heraus zunehmen, was zu den ereignissen des 24.07.2010 an der Karl Lehr Strasse führte. aber was danach geschah liegt in seiner alleinigen verantwortung. dazu bedarf es keines über 400.000€ teuren gutachten oder einer gerichtlichen klärung. das sehen die mobilisierte masse sicher ähnlich.

er allein hat jede gelegenheit mit würde und anstand aus der sache zu kommen abgeschlagen und ist dem anschein nach festen willens das bis zum bitteren ende durchziehen zu wollen. da ist mitleid das falsche mittel zum helfen. es bestätigt nur seine opferrolle und die richtigkeit seines handelns…

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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Eine Antwort zu … und die Maschine läuft an…

  1. Jürgen Rohn schreibt:

    „da ist mitleid das falsche mittel zum helfen. es bestätigt nur seine opferrolle und die richtigkeit seines handelns…“

    jep, das trifft auch auf eine andere Person zu!

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