Club Der Unschuldigen

tagesspiegel.de:

 Verdacht gegen Sauerland erhärtet sich

Die Duisburger CDU stemmt sich mit aller Macht gegen den Abwahlkampf der Sauerland-Gegner. Doch die Vorwürfe gegen den Oberbürgermeister wiegen immer schwerer. […]

[…] Am 12. Februar sind die Bürger aufgerufen, über den ersten Mann im Rathaus abzustimmen. Das Bündnis gegen den Christdemokraten muss an diesem Tag nicht nur eine Mehrheit erzielen, es müssen auch mindestens 92 000 Duisburger an der Wahl teilnehmen, weil sie sonst ungültig ist. Um einen Erfolg der Abwahl-Befürworter zu verhindern, mobilisiert die CDU gegen die weit verbreitete Stimmung in der Stadt und versucht ihrerseits eine Art Lagerwahlkampf. Wer nicht mehr für Sauerland ist, wird als „links“ gebrandmarkt. „Die Partei hat sich als Bollwerk gezeigt“, schwärmt Mahlberg und beglückwünscht Sauerland, der sich inzwischen als Opfer seiner Gegner inszeniert.  […]

[…] Obwohl Sauerland erklärt, dass er eine „saubere Weste“ habe, erzählen die Ermittler inzwischen eine andere Geschichte. Ihnen ist aufgefallen, wie viele Ungereimtheiten es rings um mehrere Bauprojekte der Essener Immobilienentwickler Kölbl Kruse gibt, die offenbar auch in Duisburg lukrative Geschäfte gemacht und vorher vertrauliche Informationen vom Oberbürgermeister persönlich bekommen haben, wie dem Tagesspiegel vorliegende Akten belegen. Sauerland informierte die Immobilienprofis aus Essen etwa über die Standortentscheidung zum Bau des Landesarchivs. […]

[…] Justizintern gibt es inzwischen Wertungen, die weit über den Anfangsverdacht gegen Sauerland hinausgehen. […]

alles lesen…

+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+-+

tja,…

funzelbäumchen / foto: parcelpanic

ungünstig, oder? eigentlich „klären“ sich diese dinge doch erst, wenn die platzhalter schon die position gewechslt und bestenfalls verjährungsfristen greifen. irgendwas läuft da doch falsch…

dieser anfangsverdacht wird noch zusätzlich genährt, wenn man an anderer stelle dies z.b. liest:

[…] Er hoffe, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen schnell zu Ende führen und alle Beschuldigungen gegen ihn als unbegründet zurückweisen wird. […]

quelle: DerWesten

klingt nach „politischem willen“, diesem neuzeitlichen instrument, welches über jeden zweifel erhaben und unbedingt folge zu leisten ist. koste es, was es wolle; siehe Loveparade. im genehmigungsverfahren nutzte dieses „ding“ beispielsweise, um die bestimmungen zu flucht- und rettungswegen zu einer karikatur ihrer selbst werden zu lassen. und selbst das konnte nicht erfüllt werden!

wenn Adolf Sauerland ein „opfer“ ist, zu dem er sich immer wieder inszeniert, dann seiner selbst. er sollte den umgekehrten weg Ronald Reagans gehen und schauspieler werden, hier sehe ich potential und vor allem steigerungsmöglichkeiten. die sind ihm durch seine egomanisch wirkende art politisch versperrt. vielleicht wandelt er seinen verein gleich um in eine theater AG. genügend statisten wären vorhanden…

Duisburg HBF / foto: parcelpanic

das eigene verhalten seinem politischen gegener zum vorwurf zu machen, wenn solche dinge an die öffentlichkeit gelangen, macht es alles auch nicht besser und erhöht nicht eben das vertrauen in einem. man könnte glauben, die SPD habe Sauerland veranlasst dieses genehmigungsverfahren der Loveparade dermassen zu untergraben, um ihm hinterher deinen strick daraus zu drehen. schlimmer noch: es macht den anschein, als glaubten Sauerland, Mahlberg & Co den driss, den sie verbreiten.

beim laufenden abwahlverfahren geht es, wenn das auch nicht immer ganz leicht zu erkennen ist, einzig und allein darum, dass verantwortung, die bereits mit amtsantritt übernommen wurde auch in konsequenz getragen wird. Herr Sauerland hat das glück, als erster von der geänderten gesetzeslage profitieren zu dürfen und diese an die Bürger der stadt weitergeben zu dürfen. punkt.

man kann mit allerlei kabarettistischen einlagen und blendwerk vielleicht versuchen glauben zu machen, hier würde ein mann als natürliche person „gejagt“. man kann auch versuchen, mit jedem noch so sinnfreien gutachten im vorfeld jeder ermittlung seine unschuld festigen zu wollen und den unnötigen sowie beweismittelunabhängigen quatsch auch noch gut 400.000€ kosten lassen. oder sich einer unnötigen abwahl stellen, die geschätzte 500.000€ verschlingen wird. aber es wird nicht gelingen, dem politischen gegner das anlasten zu wollen.

Der Zug ist abgefahren... / foto: parcelpanic

überhaupt: lassen Sie sich nicht erzählen, es ginge nun in so etwas wie einen wahlkampf! das was nun passiert hat mit dem klassischen parteiengeplänkel nichts zu tun. auch ein OB jeder anderen partei würde sich, wäre er gleichermassen amtsversessen, in diesem abwahlverfahren wiederfinden.

kugelschreiber, ballons und sticker mit parteienwerbung? na danke. wenn die nichts besseres mit der parteienkohle zu tun wissen, als bürger wie die indianer mit devotionalen aufkaufen zu wollen, bestätigt es mich in meiner parteilosen haltung. ich wäre schon pikiert, wenn ein CDU-fuzzie glaubt, mit dererlei werbemüll das verhalten ihres vorturners vergessen machen zu wollen. und als mitglied der partei darüber, dass sie es versuchen.

die frage hinter der abwahl ist keine parteipolitische. wenn man unbedingt eine schublade dafür benötigt, würde ich das eher in moral/ethik einordnen. es ist jenseits von religion, glauben, herkunft, politischer ausrichtung oder anderern merkmalen einzig und allein die frage, ob jemand seine verantwortung für derart weitreichende entscheidungen im nachhinein ablehnen kann. es würde den Politikern die freiheit eines Börsenspekulanten geben, der das geld seiner anlegen verbrennt, aber dafür nicht zur verantwortung gezogen wird. es wäre der beginn einer neuen ära an politischer verantwortung.

Herr Sauerland ist deswegen in der misslichen situation, weil er sich selbst dorthin befördert hat. es ist auch eher so , dass ER durch sein verhalten der stadt den schaden zufügt. die, die nun dafür arbeiten, dass er zur verantwortung gezogen wird, wenn er da schon nicht selbst hin will, sind nicht nur gegen ihn. sie sind vielmehr für Duisburg.

siehe auch: welt.de / Jetzt kommt es ganz dick für Duisburg-OB Sauerland

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Über parcelpanic

"life is a journey – not a destination"
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